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LE VIF/L'EXPRESS 8/11/96 über den Dutroux-Skandal 

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Der Zeuge Jehovas

...in Sache Raymond Meys. Im Januar 1993 wurde dieser Mann zu zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt wegen Vergewaltigung von Kindern. Ein Urteil, das nach einer langen Reihe von Missetaten gefällt wurde. Er hatte seine pädophile "Karriere" schon 1971 begonnen. Bei den Zeugen Jehovas, wo er für die religiöse Unterweisung der Kleinen sorgt. Unter diesem Vorwand lockt er ein 9-jähriges Mädchen zu sich und mißbraucht es sexuell. Von der Mutter des Opfers informiert beschließt die Versammlung, diese "Verfehlung" "innerhalb der Familie" zu richten. Während einer Gegenüberstellung wird das Kind gebeten, dem "Bruder Raymond", der verspricht es nie wieder zu tun, "zu vergeben." 

Zwanzig Jahre später, im Januar 1991, wird Raymond Meys beim verlassen von einem Fotoshop - wo er Bilder abholen wollte die ein kleines 2 ½ -jähriges Mädchen in obszöner Pose zeigen - verhaftet. Die sofortige Durchsuchung seines Hauses in Lasne (wallonisch Brabant) führt zur Beschlagnahmung einer beindruckenden Menge von pädophilem Material: Man fand insbesondere 300 Fotos von vielen nackten Kindern und Jugendlichen in erotischen und pornographischen Stellungen (nur vier Mädchen und zwei Jungs konnten identifiziert werden), 24 Fotos vom Geschlechtsteil eines 2-jährigen Mädchens, 16 Bilder vom Geschlechtsteil eines nichtidentifizierten Babys, 11 Video-Aufnahmen die die homosexuellen Beziehungen von Raymond Meys mit einem jungen Freund zeigen, eine Exemplar der Zeitschrift Spartacus und verschiedene andere eindeutige Gegenstände.

Um ihren Ruf und den ihres Sohnes zu schützen verbrennt die Ehefrau von Raymond Meys - während der Untersuchung - die Seiten seines Notizbuches in dem er alle Daten über die Kinder, die durch seine Hände gegangen waren, notiert hatte. Denn von Mai 1990 an hatte Meys kleine Kranke, Genesende oder Behinderte durch Anzeigen unter der Rubrik "Baby-sitting" "angeworben" und bei sich aufgenommen.

Nachdem er andere Kleinanzeigen im Vlan aufgegeben hatte traf Meys einen europäischen Beamten. Sie wechseln pädophile Cassetten aus. Gemeinsam mit einer ihm anvertrauten 9-jährigen - die unter Krebs im Endstadium leidet - schaut sich Meys unter anderem eine Fellatio-Szene zwischen einem Jugendlichen und einem jungen Mädchen an. Sein Lieferant übergibt ihm unter anderem einen Film über die Vergewaltigung eines kleinen Mädchens, das offensichtlich terrorisiert ist und Spuren von Schlägen aufweist.

Selbst der Blick dieses kleinen Opfers von ungefähr 10 Jahre, mißhandelt, vergewaltigt und an einem anonymen Ort gefilmt, mit unkenntlichgemachtem Hintergrund durch ein weißes Tuch, genügt nicht als materiellen Beweis für die aktive Beteiligung des Lieferanten von Raymond Meys.

Wurde für KIDS e.V. übersetzt J. B. 

 

Update: 

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