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Lexikon

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  • Destruktiv
    • zerstörend, zersetzend, Ggs. von konstruktiv (2)
    • (med.) bösartig, Gewebe zerstörend

    Quelle: Encarta 98

  • Harmagedon
    Schlachtfeld in der Bibel, das im Neuen Testament (Offenbarung 16,16) als der Schauplatz des prophezeiten letzten Kampfes zwischen Gut und Böse genannt wird. Der Name ist möglicherweise vom Namen des Schlachtfeldes Megiddo (A.T.,Richter5,19) in der Ebene Esdrelon abgeleitet, das wegen der vielen Schlachten, die dort im biblischen Zeitalter zwischen den Israeliten und ihren Feinden geführt wurden, sehr bekannt war. Daher wurde die Bezeichnung als Synonym für jede Art von Konflikt oder Blutvergießen verwendet.
    Quelle: Encarta 98

 

  • Russell, Charles Taze
    (1852-1916), amerikanischer Religionsführer, der die International Bible Students Association gründete, die heute bekannt ist als Zeugen Jehovas. Russell wurde in Pittsburgh (Pennsylvania, USA) geboren. 1872 versammelte er eine Gruppe um sich, die sich dem Studium der Bibel widmete. 1878 gründete er eine unabhängige Kirche in Pittsburgh, deren Pastor er wurde. Im darauf folgenden Jahr veröffentlichte er erstmalig die Zeitschrift The Watchtower (Der Wachtturm), in der er seine Anschauungen darlegte. Russell erwartete den endgültigen Anbruch des Reiches Gottes im Jahr 1914.
    Quelle: Encarta 98

  • Sekten
    (lateinisch secta, vom Verb sequi: nachfolgen), Bezeichnung, die heute meist einen negativen Klang besitzt und von den Großkirchen verwendet wird, um aus ihrer Perspektive Religionsgemeinschaften zu bezeichnen, die in Lehre und Ritus von ihnen abweichen. Diese lehnen den Begriff ab und bezeichnen sich selbst als Verband, Gemeinschaft, Gesellschaft, Versammlung oder Kirche.

    In allen Weltreligionen gibt es Sekten. Entweder handelt es sich um Abspaltungen von einer Mutterreligion, wie im Christentum und Islam, oder aber einzelne Sekten bilden mit anderen zusammen erst das Ganze (etwa im Hinduismus).

    Der klassische Sektenbegriff geht auf den Soziologen Max Weber zurück, der Sekte von der Kirche abgrenzt. Im Lauf der Zeit haben sich die einst so scharfen Gegensätze jedoch ausgeglichen; die einstige Sekten haben sich organisatorisch den Kirchen angepasst und sind zu gesellschaftlich respektablen Freikirchen geworden. In den USA, die Max Weber vor allem im Blick hatte, ist der Gegensatz zwischen Kirche und Sekte begrifflich eingeebnet worden. Man spricht dort unterschiedslos von Denominationen, also Bekenntnissen.

    Nach ihrem eigenen Selbstverständnis wollen die Sekten das Eigentliche der Mutterreligion vor dem Verfall retten oder zur Vollendung bringen. Christliche Sekten heben meist Einzelzüge der christlichen Botschaft hervor. Sie betonen die Gemeinschaft, die persönliche Frömmigkeit und ethische Aspekte. Es besteht ein Gegensatz zu Staat und Kirche(n). Sekten vertreten einen Absolutheitsanspruch auf das Heil und richten sich gegen die Ökumene der christlichen Kirchen. Sie üben scharfe Kritik an den Großkirchen und treiben eine zum Teil verbissene Mission. Sekten sind hierarchisch gegliedert: Es gibt klare Einteilungen in Führungsspitze und Anhängerschaft. Die Lehre muss ohne wenn und aber akzeptiert werden. In manchen Sekten wird überwacht, ob die Lebensführung der Anhänger den Regeln der Sekte entspricht.
    Quelle: Encarta 98

  • WTG
    Wachtturm Gesellschaft

  • Zeugen Jehovas
    christliche Glaubensgemeinschaft, die 1872 von dem amerikanischen Geistlichen Charles Taze Russell in Pittsburgh (Pennsylvania) gegründet wurde. Die Mitglieder waren ursprünglich als Russelliten bekannt. Die Geschäftsführung unterliegt der „Watch Tower Bible and Tract Society" (Wachtturm Bibel- und Traktatgesellschaft) in Pennsylvania, die im Jahr 1884 begründet wurde. Ihre europäischen Mitglieder gehören der 1914 in London eingetragenen Zweiggesellschaft International Bible Students Association" (Internationale Gesellschaft der Bibelforscher) an. Der internationale Hauptsitz befindet sich in Brooklyn (New York).

    Die Mitglieder dieser Religionsgemeinschaft glauben an die Wiederkunft Christi, sehen sich als Verfechter des frühen Christentums und jeden ihrer Zeugen" als Diener des Herren. Sie legen Wert auf die Bibelforschung sowie auf absoluten Gehorsam gegenüber den biblischen Geboten. Ihre Lehre wird von den Mitgliedern in privaten Bibelstunden, durch Hausbesuche und durch Verteilen von Informationsunterlagen an Straßenpassanten verbreitet. Die Versammlungsstätten der Zeugen Jehovas werden Königreichssäle genannt.

    Die Mitglieder widersetzen sich Wahlen, sie weigern sich, am Wehrdienst teilzunehmen oder anderweitige Loyalitätsbekundungen jeder Regierung gegenüber abzulegen. Aufgrund dieser Haltung gerieten sie des Öfteren mit Regierungsbehörden in Konflikt. Zeugen Jehovas lehnen Glücksspiele, Bluttransfusionen und politische Ämter ab. Sexualität ist auf Fortpflanzung beschränkt.

    Ihrer Lehre zufolge bedeutete das Jahr 1914 den Beginn der unsichtbaren Herrschaft Christi als König. Dem Sieg des Guten über das Böse wird dann das Tausendjährige Reich Christi auf Erden folgen, in dem die Toten auferstehen und alle Menschen eine zweite Chance zur Erringung der Erlösung erhalten werden.

    Die Sekte betreibt eine umfangreiche Verlegertätigkeit und veröffentlicht Bücher und Flugschriften in vielen Sprachen. Ihre bekannteste Zeitschrift, Der Wachtturm, erscheint in über 100Sprachen. 1995 gab es in Deutschland etwa 166000, weltweit etwa 4,7Millionen aktive Mitglieder, mit Kongregationen in über 90 Ländern.

    Die Zeugen Jehovas sind eine der vielen im 19. Jahrhundert in den USA entstandenen adventistischen Gemeinschaften. Ihr Gründer, Charles Taze Russell, gelangte durch intensives Bibelstudium zur Überzeugung, dass die unsichtbare Gegenwart Christi seit 1874, die Sammlung der noch lebenden Auserwählten seit 1878, der Beginn der Großen Drangsal seit 1914 angebrochen wären. Statt 1914 korrigierte er sich auf Frühjahr 1918. Jehova regiert seine Gläubigen durch die Leitende Körperschaft in Brooklyn. Die bis 1931 verwendete Bezeichnung Ernste Bibelforscher verweist darauf, dass die richtige Auslegung der (irrtumslosen) Bibel im Zentrum steht. Untersagt ist den Zeugen Jehovas der Genuss von Alkohol und Tabak. Sie lehnen außerdem Bluttransfusionen ab. Lange Zeit galten Staat und christliche Kirche(n) als Werkzeuge des Teufels. Heute werden die Zeugen Jehovas von ihrer Leitung zur Achtung der Gesetze ermahnt. Sie dürfen nicht aktiv am politischen Leben teilnehmen, nicht einmal an Wahlen zu Schul- oder Klassenpflegschaften.

    Die christliche Trinitätslehre lehnen sie ab. Jesus Christus werde am Ende des Tausendjährigen Reiches die Hinrichtungsheere Jehovas in der Schlacht von Harmagedon befehligen. Die Zahl der Auserwählten beträgt 144 000. Weltweit gibt es etwa 4,5 Millionen Zeugen Jehovas.
    Quelle: Encarta 98

 

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