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Das Goldene Zeitalter 01. Februar 1924 Seite 15

 

   Frage‑Kasten.

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Die Maßnahme zeigt sich notwendig, um gegebenenfalls auch briefliche Antwort erteilen zu können.

Frage: ist anzunehmen, daß im Goldenen Zeitalter die Nahrungsaufnahme in bisheriger Weise weitergeht und demzufolge auch Fäkalien ausgeschieden  werden?. Oder wirkt der Elektronenring veredelnd auf diese peinlichen Vorgänge?.

Antwort Zunächst möchten wir ihrer Frage noch zwei andere vorausschicken: ist anzunehmen, daß das aus den Schöpfers Meisterhand hervorgegangene Menschenpaar  - Adam und Eva  -  in seinem vollkommenen Zustand und in der herrlichen Umgebung, diesen das feine Gefühl störenden Vorgängen unterworfen war?.

Könnte der Mensch als wahrhaft königliches Wesen betrachtet werden, so lange sich kein Stoffwechsel in dieser in dieser Welt vollzieht?.

            Die Antwort braucht nicht weit gesucht zu werden. Liebig sagt zutreffend: „ Die Menge der Exkretionstoffe ist ein Gradmesser der Kultur“.

Adam und Eva besaßen als irdische Ebenbilder ihres großen Schöpfers nicht nur einen in jeder Hinsicht vollkommenen Organismus, sie befanden sich ebensowohl in vollkommenen Naturverhältnissen und entsprechender Umgebung, die von vornherein irgendwelche Verunreinigung und Unreinheit undenkbar erscheinen lassen. Der für sie eigens vom Schöpfer zubereitete Wonnegarten lieferte ihnen nur vollkommene Nahrung, die göttliche Liebe und Weisheit für sie selber gewählt hatte – ihren Organismus vollkommen angepasste Früchte und Kraut; die gesamte Nahrungsaufnahme konnte vom Körper bis zum letzten Atom aufgenommen werden und Gifte oder unbrauchbare Stoffe mussten keine entfernt werden.

Aber dann kam die Katastrophe, der Fall und die Austreibung aus dem herrlichen Garten in eine unwirkliche Wildnis hinaus, wo der um ihres Ungehorsams willen verfluchte Erdboden statt der bis dahin vollkommene Nahrung, zwischen den Dornen und Disteln höchst spärliche und dazu unvollkommene Produkte lieferte, die als Speise genossen, nicht mehr restlos verdaut werden konnten. Das Körperlaboratorium vermochte trotz des vom Schöpfer vorgesehenen wunderbaren Anpassungsmechanismus und der erstaunlichen Leistungen in bezug auf chemische Umsetzung der Nahrungsstoffe nicht alles zu verwerten; es gab dadurch Abfallprodukte, die unter allen Umständen ausgeschieden werden mussten, und je mehr unverdauliche Stoffe mit der Nahrung eingenommen wurden, um so reichlicher die Ausscheidungen.

Von diesem Standpunkt aus betrachtet, stellen „Vorgänge“ eine Begleiterscheinung der über Adam und seiner Nachkommenschaft verhängten Todesstrafe dar, die mit der Aufhebung derselben während des Goldenen Zeitalters wahrscheinlich verschwinden wird.

Das gleicherweise vom Fluch befreite Erdreich wird, wie die Heilige Schrift wiederholt versichert, „seinen Ertrag geben“ , d. h. reichliche und vollkommene Nahrungsprodukte, die für vollkommene Geschöpfe in jeder Hinsicht angepasst sein werden. Dann müssen die heute den Menschen verunreinigten, verschiedenen Verdauungsgifte, mit denen Leber und Darm täglich so schwer zu kämpfen haben, bei der neuen und vollkommenen Ernährungsweise entgültig das Feld räumen, und die Ausscheidungen, die von jeher ein peinliches Kapitel für Stadt und Land bildeten, hören auf natürliche Weise auf. Sie vertragen sich auch nicht mit der dann weltweiten Paradiesherrlichkeit der neuen Erde, so wenig als der Königswürde, zu der das Menschengeschlecht bestimmt und berufen ist von seinem Schöpfer, und die es unter den Bedingungen der neuen Herrschaft des Lebensfürsten am Ende der tausend Jahre erlangen wird.

Ob der Einsturz des immer noch stark hypothetischen, elektrischen Ringes die erwarteten und verheißenen vollkommenen Naturverhältnisse und Zustände herbei führen wird oder ob der allweisende Gott dies auf anderem Wege und mit anderen Mitteln zuwege bringen will, bleibt vorläufig noch eine offenen Frage. – Rivalet,                   E.G.

Frage: wie verhält sich die Schriftstelle 1. Samuel 28, wo es heißt, daß die Wahrsagerin von Endor im Auftrage Sauls den Geist Samuels rief?. –

Antwort: Es wird dem aufmerksamen Leser dieses in 1.Samuel 28 enthaltenden Berichtes auffallen, daß hier mancherlei widerspruchsvolles zugrunde liegt. Zunächst ist allgemein bekannt, daß Gott das Befragen von Wahrsagerinnen, Totenbeschwörerinnen usw. bei Todesstrafe verbot. Aus dem Umstand, daß das Befragen sogenannter Totenbeschwörerinnen  überhaupt möglich sei Tote zu

beschwören, d. h. zu befragen, ist ebenso widersinnig, als wenn man durch den Umstand, daß irgend jemand sich heute empfiehlt mit der angeblichen Fähigkeit, amputierter Arme wieder wachsen zu lassen., aus dieser Behauptung zu schließen, daß dies möglich sei. Das Wort „ Totenbeschwörerin“ besagt nichts weiter, als daß es Frauen gab, ähnlich den Kartenlegerinnen unserer Tage, die das Volk durch allerlei betrügerische Manöver oder dämonische spiritistische Experimente beunruhigten und verdarben. Unsere Ansicht ist nicht mehr und nicht weniger, daß ein ähnlicher Fall, wie im 1. Samuel 28 berichtet vorliegt. Nimmermehr kann dort auf Befehl einer von Gott unter Todesstrafe verbotenen Zauberei der Gott wohlgefällige Mann Samuel aus dem Grabe herauskommandiert worden sein, denn dann wäre dies ja trotz Gottes Verbot, also gegen seinen Willen geschehen, und damit hätten sich die dem Teufel dienenden Totenbeschwörer, und damit der Widersacher selbst, stärker erwiesen als Gott. Viel vernünftiger erscheint es, daß das was dort geschah, gleich dem ist, was in spiritistischen Sitzungen auch heute noch geschieht, nämlich daß durch dämonische Einflüsse Erscheinungen, Schatten usw. hervorgerufen werden. Auffallend ist es an dem Bericht, daß man liest, daß der König selber gar nichts sah, sondern die Hexe fragte, was sie sehe, worauf sie ihm dann berichtet was sie angeblich sah und was nicht, wobei wiederum merkwürdig anmuten muß, daß sie vorgab, einen alten Mann in ein Oberkleid  - gemeint ist ein langes Gewand  - gehüllt, zu sehen.

Nach der Ansicht solcher, die mit den Lehren der Bibel in Widerspruch stehen, soll hier angeblich die Seele Samuels, die ihrer Meinung nach, weil Samuel ein frommer Mann war, im Himmel gewesen sei, erschienen sein. Wenn diese Meinung recht ist, erscheint es nur merkwürdig, daß ein so alter Greis erschien und nicht ein lichter prächtiger, glanzvoller Engel, wie man, wenn es sich wirklich um den nach der falschen Auffassung mit himmlischer Herrlichkeit belohnten Samuel gehandelt hätte, erwartet haben sollte. Samuel war tot und konnte keine Antworten geben. Er war nicht im Himmel, denn Jesus sagte viele Jahrhunderte Später, daß niemand in den Himmel aufgefahren sei als nur er, und denselben Gedanken hervorhebend, spricht die Apostelgeschichte im 2. Kapitel, Vers 34 von David, als „nicht gen Himmel gefahren“. Samuel und andere alttestamentliche Gottesmänner liegen tot im Grabe und warten auf die irdische Auferweckung, und die Schrift sagt, daß, ebenso wie sie in der Vergangenheit selbstlose Lehrer der Menschheit waren, die selbst um den Preis ihres eigenen Lebens unter Verfolgung und Schmerz stets der Unwahrheit zum Trotz ein mutiges Zeugnis für die Wahrheit ablegten, auch im Kommenden Zeitalter wieder Führer und geistige Lehrer der Menschheit sein werden. Bis zu diesem Zeitpunkte bleiben sie im Grabe und werden erst

auf irdischer Stufe als Menschen wieder vollkommen gemacht werden, wenn die himmlische Klasse der Braut vollendet ist, wie Hebräer 11:39-40 sagt. Der letzte dieser alten Gottesmänner, die aus irdischer Stufe erweckt werden, also nicht in den Himmel kommen, wie die neutestamentlichen Überwinder, war Johannes der Täufer. Von diesem Gesichtspunkte wird jeder denkende Bibelleser auch sofort verstehen, was sonst völlig unverständlich bleibt, die Worte in Matthäus 11, Vers 11, und an anderen ähnlichen Stellen. Was 1. Samuel 28 berichtete wird, war also ein Versuch der Dämonen, irgendeinen Beweis für die im Garten Eden ausgesprochene Lüge: „Ihr könnt nicht sterben“ zu erbringen, während des Hesekiel 18 Vers 4 und an vielen anderen Stellen deutlich zu lesen ist: „Die Seele, welche sündigt, die soll sterben“. Von diesem Todesurteil erlöste Jesus die Menschen. Diese werden auferweckt, alle zu ihrer Zeit. Zunächst die himmlische Klasse der todgetreuen Nachfolger Jesu auf himmlischer Stufe, dann die alttestamentarischen Überwinder auf irdischer Stufe und endlich das ganze Menschengeschlecht auf irdischer Stufe.                                                            P. Gd.

 

                                                                                                                     

                Kurze Chronik nennenswerter Tagesereignisse.       

Aus Speyer wird gemeldet : Eltern wurde der Führer der pfälzischen Separatisten, der Gutsbesitzer Heinz aus Orbis bei Kircheimbolanden, im Hotel „Wittelsbacher Hof“ von Unbekannten ermordet. Im Anschluß daran ereigneten sich blutige Zusammenkünfte, wobei 5 Personen getötet worden sind.

               Der  englische General-Konsul Clive bereiste im Auftrag seiner Regierung die Pfalz, um die Stellung der Bevölkerung gegenüber der separatistischen Bewegung  kennen zu lernen: seine, den Vertretern der Presse gegenüber geäußerte Feststellung ist, daß mehr als 90% der Bevölkerung gegen die separatistische Bewegung sind.

               Aus Moskau kommt die Meldung, am 21. Januar 6,40 Uhr ist in Gorki im Gouvernement Mohilew Lenin verschieden, damit ist in Russland ohne Frage die ganze politische Innengestaltung auf eine neue Fahrstraße gedrängt.                                                                                                                              

 

 

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Update:  11.02.04

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