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Unangenehmste Geschichten sind die lohnendsten

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von John McCaa

Die vielleicht schwierigste Form des Journalismus ist die investigative Arbeit. Sie erfordert Stunden von Recherche, das Sichten zahlloser Berichte und Telefongespräche, lange bevor auch nur eine Sekunde Bildmaterial aufgenommen ist. 

Überdies bringt wirklich investigatives Berichten das "Team" gegen manchmal machtvolle Interessen auf, die lieber etwas verborgen oder verschwiegen halten wollen. 

Unsere Valeri Williams, eine der großen investigativen Fernsehreporterinnen im Lande, bekam dies kürzlich aus erster Hand zu spüren, als sie über mutmaßlichen Kindesmissbrauch in einigen Versammlungen der Zeugen Jehovas berichtete. Die Leute, die Valeri interviewte, behaupteten, ihre Klagen würden entweder von ihrer Kirche ignoriert oder nicht richtig angesprochen. 

Einen solchen Bericht in objektiver Weise aufzusetzen ist eine entmutigende Aufgabe. Stimmen die Anschuldigungen? Sind die Zeugen glaubwürdig? Wurde wahrgenommen, dass die Kirchenführer auf die Klagen nicht reagieren? 

In Wochen voller Arbeit und Stunden mit Interviews kam Valeri zu dem Schluss, dass an den Anschuldigungen etwas dran sei. Sie berichtete ihre Ergebnisse auf News 8. 

Obwohl investigatives Berichten schwer ist, ist zumindest eine der Belohnungen, dass man weiß, dass seine Arbeit etwas bewirkt hat. 

Den Tag, nachdem WFAA-TV Valeris Bericht in unserem News 8 Aktuell sendete, erhielt sie E-Mails von mehreren Zuschauern, von denen die meisten die Geschichte begrüßten. 

Hier einige Auszüge: 

"Vielen Dank, dass Sie diesen Artikel geschrieben haben. Glauben Sie mir, das ist nur die Spitze des Eisbergs."

"Das ist eine sehr traurige und sehr wahre Geschichte ... Ich wurde von meinem Vater missbraucht, aber ich erinnerte mich erst wieder daran, als ich in Therapie war und mein Vater starb." 

"Eine meiner Töchter wurde von einem Kirchenältesten missbraucht, und sie weigerten sich, etwas zu unternehmen." 

"Danke aus Kanada für Ihre ausgezeichnete Sendung dieses grassierenden sexuellen Missbrauchsproblems in der Wachtturm-Organisation der Zeugen Jehovas." 

Es wäre nicht richtig, alle E-Mails als positiv zu bezeichnen. Einige kritisierten die Geschichte sehr und nannten sie sehr voreingenommen: 

"Jeder Justizirrtum bei der Behandlung von Missbrauchsfällen in den Versammlungen der Zeugen Jehovas muss auf örtliche Fehler und Fehlurteile zurückzuführen sein ... Jehovas Zeugen verabscheuen Kindesmissbrauch und die Schänder - wir unternehmen etwas, um die Schuldigen auszuschließen. Handeln andere Religionen so unerschrocken? Wir versuchen es wenigstens." 

"Ich glaube, Ihre Geschichte war falsch aufgezogen. Sie war sehr voreingenommen. Jehovas Zeugen sind eine der wenigen Religionen, die etwas unternehmen, um die Leute vor Kinderschändung in der Versammlung zu schützen." 

Die Geschichte stach bei den Zuschauern eindeutig in ein Wespennest. 

Die überwältigende Reaktion von Leuten, die sich mit den Opfern in der Sendung identifizieren konnten, gab Valeri und den anderen an der Geschichte Beteiligten das Gefühl, etwas erreicht zu haben. 

Sie können wirklich sagen, dass sie etwas erreicht haben. 

Übersetzung für Kids e.V.

 

Update: 

©  2001-2003 Kids e.V.