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Silentlambs-Marsch am 27. September 02

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Am 27. September 2002 lieferten 125 Missbrauchsüberlebende aus 22 Bundesstaaten Hunderte von Stofflämmern für Opfer auf der ganzen Welt als Symbol ihrer verlorenen Unschuld ab. Der Marsch begann am Pierrepont Place und an der Columbia Heights und verlief die Columbia Heights hinunter zur Zentrale der Zeugen Jehovas an 25 Columbia Heights am Vordereingang. Wir hatten T-Shirts im Park und richteten uns ein, als der Parkaufseher fragte, ob wir eine Erlaubnis hätten, im Park zu sein. Wir mussten nein sagen und zogen zur Promenade um, wo es sowieso schöner war. Der Parkaufseher sagte, man würde gerne Extramaterial, das wir bei dem Marsch dabei hatten, lagern, bis wir zurückkehrten. Wir gaben ihnen die Silentlambs-T-Shirts, als wir zurückkehrten. Der Hurrikan, der im Golf wütete, sollte an jenem Tag über New York kommen. Zu 90% war Regen vorhergesagt, und es sah aus, als ob wir durchnässt würden. Ich hatte nur für den Fall eines Falles 40 Ponchos gekauft. Ich bin sicher, dass sechs Millionen Zeugen Jehovas um Regen beteten, damit wir weggespült würden, aber anscheinend wurden statt dessen unsere Gebete erhört. Es regnete auf dem ganzen Marsch nicht einen Tropfen. Glaubt ihr, unsere Erfahrung wird im nächsten Wachtturm stehen? Wir gaben unsere Silentlambs-T-Shirts an jeden dort aus, und dann kreuzte die Presse auf, gerade als wir fertig waren, loszugehen. Es waren zwei Zeitungen, drei Fernsehteams und ein sehr bekannter Radio-Diskjockey über Missbrauch im Gebiet von New York. Das war zwar gut, aber ich bin sicher, es hätte besser gehen können, doch wir waren dennoch glücklich. Der Marsch war vor allem für die da, die anwesend waren, um zu marschieren. Als wir losgingen, entschied die Polizei, dass sie uns statt dessen auf dem Gehweg marschieren ließ. Ich denke, das war besser, denn so erstreckten wir uns über einen Block und ließen es sogar noch größer aussehen. Nebenbei bemerkt: Wir waren am Mittag in der Brooklyn Heights. Ich fand es interessant zu sehen, wie da Betheliten zu zweit daher patrouillierten. Sie sollten doch gerade jetzt arbeiten, warum liefen sie da um die Heights herum? Sie hatten Patrouillen an jedem Block, und als diese unsere T-Shirts sahen, folgten sie uns und verschwanden dann. Junge, die waren raffiniert, es war wie der Versuch, zwei Mormonen, die im Irak herumliefen, zu verstecken, das war doch recht offensichtlich.

Als die Polizei erschien, war sie sehr freundlich und hilfsbereit. Sie fragten nach der Genehmigung, und dann waren wir bereit zu gehen. Ein paar Anwohner aus den Heights hielten an und fragten, ob sie sich uns anschließen könnten, ich fand das interessant. Einige kamen daher und fragten, worum es ginge, und sie waren entsetzt herauszufinden, was die Wachtturm-Gesellschaft mit Kindern tat, als die Überlebenden aussagten. Die meisten wussten aus den Nachrichten, dass es da ein Problem gab. Als der Marsch begann, fingen einige mit Marschliedern an, und jeder stimmte mit ein, so zum Beispiel:

Eins, zwei, drei, vier, 

Silentlambs nicht mehr! 

Keine Pädophilen mehr an meiner Tür! 

Ich weiß nicht, was Sie wissen, aber ich sprech:

Silentlambs sind mächtig frech! 

Hört auf das Brüllen der Lämmer!

Es war recht laut, und ich bin sicher, wir haben die Nachbarschaft am Marschweg aufgeweckt. Die Leute schauten aus ihren Fenstern und hielten auf der Straße an, um zu sehen, was da los war. Dann kamen wir zu 107 und 124, dort wurde es wirklich laut. Ich bin sicher, alle Leute in der Zentrale und die Hausmeister wussten, als wir heranmarschierten. Als ich näher kam, erkannte ich, dass ich vergessen hatte, wie laut es vor dem Gebäude Nr. 25 war. Ich war so glücklich, als Jeannie vorschlug, dass wir uns ein Megafon holten, es war wirklich griffbereit, um zur Menge zu sprechen. Als wir dort ankamen, wurden ein paar weitere Lieder gesungen, um sie aufzuwecken. Mehrere bemerkten, wie verschiedene Leute aus dem Fenster guckten und versuchten, zu verbergen, dass sie heraussahen. Es war eine surreale Szene, 125 Missbrauchsüberlebende lächelten und lachten und kamen zusammen, um einander zu unterstützen. Es stimmt, es gab ein paar Wütende, aber wichtiger war, dass jeder fühlte, dass er unterstützt wurde und man sich um ihn sorgte, etwas, das nur wenige von der Wachtturm-Gesellschaft erhalten, wenn es um Missbrauch geht. Als wir ankamen, sangen sie: J. R. Brown muss eingebuchtet werden!! Keine schweigenden Lämmer mehr!! Sie sahen aus den Fenstern, und als wir zurücksahen oder winkten, verschwanden sie.

Ich begann das Programm nach folgendem Drehbuch:

Eröffnungserklärung:

Bill Bowen: Heute ergeht ein Weckruf an die Männer und Frauen, die hinter diesen Mauern arbeiten. 21 Monate lang haben wir gesagt, dass etwas falsch ist und Kinder geschützt werden müssen. 21 Monate lang haben sie gesagt, dass nichts falsch ist und es euch nicht gibt. Heute sind wir hier, um zu sagen, dass es uns gibt, dass eure Politik Kindern schadet. Erkennt das Problem und entschuldigt euch bei denen, denen durch die Wachtturm-Politik Schaden zugefügt wurde. Bei diesem Marsch geht es um den Schutz der Kinder, es geht darum, den Schutz von Kindervergewaltigern zu entlarven, es geht um eine Religion, die eine Bewegung unterdrückt, deren einziges Ziel und deren Absicht es ist, Missbrauchsopfern unter den Zeugen Jehovas zu unterstützen und zur Heilung zu ermutigen.

Da die leitende Körperschaft Rechtskomitees in dem Versuch ernennt, "ihre Brüder zu schlagen" (Matth. 24:39), damit sie ruhig sind, geht es hier wirklich ganz um die Opfer. Sie werden nicht zum Schweigen geschlagen, sie werden keine Zeugenbeeinflussung durch Kirchentribunale mehr zulassen, die sie daran hindern sollen, zu reden, heute ist euer Tag: Die schweigenden Lämmer schweigen nicht mehr. Heute brüllen die Lämmer und werden es weiter tun, bis Jehovas Zeugen aufhören mit ihrer Politik des Schutzes von Kindervergewaltigern und des Verweigerns des Schutzes von Mitgliedern durch das Führen geheimer Datenbanken mit Kinderschändern in Gebäuden wie diesem. 

Es ist die leitende Körperschaft, die zum Schweigen gebracht wird, es sind ihre Handlanger, die in Form von milliardenschweren Prozessen für die Geschädigten diese Stufen hinab und durch die Türen des amerikanischen Justizsystems geschleift werden, weil sie sich nicht entschieden auf die Seite der Kinder stellten. 

Was kommt euch in den Sinn, wenn ihr definiert, was ein Held ist? Ein Held ist nicht der größte Mensch, der stärkste oder der am besten aussehende. Ein Held ist jemand mit dem Mut, angesichts überwältigender Übermacht etwas zu unternehmen, um jemandem zu helfen, der in Not ist. Welche bessere Weise gibt es, die zu beschreiben, die zusammen mit Silentlambs im Interesse des Schutzes der Kinder aufgestanden sind. Als ihr euch mit eurem Missbrauch meldetet, hat man euch Lügner genannt, als ihr versuchtet, andere zu warnen, hat man euch zum Schweigen gebracht, als ihr versuchtet,, vor Gericht Gerechtigkeit zu erlangen, haben euch die Brüder und Schwestern in den Rücken gestoßen. Und doch sind wir heute geehrt, unter wahren Helden zu sein, Leuten mit genug Mut, alles im Interesse des Schutzes der Kinder zu opfern. Die Wachtturm-Gesellschaft hat euch dafür bestraft, heute möchte Silentlambs ein neues Programm einführen, um Helden einen Preis zu verleihen, die für Kinder aufstehen. Er nennt sich Silentlambs-"Mutpreis". Eure Namen werden auf der Website von Silentlambs als Helden erscheinen, die trotz der Übermacht die Ehre und die Lauterkeit hatten, zu tun, was richtig war. Wir werden alle Vierteljahr weiter diesen Preis denen zuerkennen, die das Silentlambs-Direktorium bestimmt. Heute haben wir die ersten zwölf "Mutpreise", die auf den Stufen derer verliehen werden, die euch dafür bestraften, dass ihr getan habt, was recht ist. Wir sind stolz, Helden anzuerkennen und ein Beispiel für Jehovas Zeugen zu setzen, damit sie sehen, wie sie die behandeln sollten, die für Kinder aufstehen. 

(Applaus)

Die erste Empfängerin ist eine der ersten, die zu den Medien ging und den schrecklichen Missbrauch offenbarte, den sie als Kind erlitt. Ihre Bemühung öffnete den Weg für viele weitere Missbrauchsüberlebende, die Stimme zu erheben und schließlich erhört zu werden. Sie machte ein ausführliches Interview mit Dateline, aber das alles landete auf dem Boden des Schendieraums. Heute bin ich glücklich und sehr geehrt, Cory Pandelo als erste Empfängerin des Silentlambs-"Mutpreises" zu nennen. 

(Applaus)

Alle: Corie!! Corie!! Corie!!! 

Corie nimmt ihren Preis an und wird umarmt, sie ist zu überwältigt, um etwas zu sagen, aber sie sagt allen Anwesenden Danke. Sie erhält einen schönen Applaus. 

Bill Bowen: Die nächste, die ich gerne ankündigen würde, ging in die landesweiten Medien, erhob die Stimme, und als sie mit ihrem Missbrauch hervorkam, hat man ihr gesagt, man würde ihr die Gemeinschaft entziehen. Dann ging sie zur Polizei und zeigte den Schänder an. Als sie vor Gericht ging, um eine Aussage über den entsetzlichen Missbrauch zu machen, den sie von vier bis dreizehn erlitt, saßen ihre Mitzeugen auf der Seite des Kinderschänders im Gerichtssaal und schützten ihn und sandten ihr sogar Morddrohungen, weil sie aufgestanden war und einen Kinderschänder angezeigt hatte. Heute sind wir sehr geehrt, Erica Garza als nächste Empfängerin des Silentlambs-"Mutpreises" zu nennen. 

Alle: Erica!! Erica!! Erica!! 

Erica steht auf und sagt ein paar Worte, wie sie für das aufstand, was recht ist, und erhält Umarmungen und einen schönen Applaus. 

Bill Bowen: Die nächste Empfängerin des Silentlambs-"Mutpreises" war nicht in der Lage, heute hier zu sein. Sie hat in den letzten beiden Wochen vor Gericht über die Wachtturm-Politik, die ihr Leben zerstört hat, ausgesagt. Als die die letzten beiden Wochen vor Gericht war, versuchte die Wachtturm-Hierarchie, an die einhundert Zeugen Jehovas zu bekommen, die aus verschiedenen Versammlungen in Toronto herbeigerufen wurden, die auf ihrer Seite im Gerichtssaal ihr gegenüber sitzen sollten. Und doch trat sie vor und sagte aus. Heute wird dieser Gerichtsfall in Kanada, wo das Verfahren stattfand, entschieden. Und so bin ich sehr geehrt, Victoria Boer den nächsten Silentlambs-"Mutpreis" in Abwesenheit zu überreichen. 

Alle: Victoria!! Victoria!! 

Ein weiterer schöner Applaus für Vicky.

Bill Bowen: Die nächste wurde auch in Dateline gebracht, und es wurde über den Kinderschänder gesprochen, von dem sie wusste, dass er 17 kleine Mädchen belästigt hatte. Er bleibt ein Zeuge Jehovas in gutem Ansehen, auch wenn er im Gefängnis sitzt. Doch als sie versuchte, andere Mitglieder ihrer Versammlung vor dem zu waren, was da passiert war, entzogen ihr die Ältesten die Gemeinschaft, weil sie versucht hatte, die Kinder zu schützen. Und so bin ich sehr geehrt, Laurie Fitzwater den vierten Silentlambs-"Mutpreis" zu überreichen. 

Alle: Laurie!! Laurie!! Laurie!!! 

Laurie war ziemlich überrascht und trat hervor, um zu sagen: Mein Schwiegervater vergewaltigte 17 Kinder – so ein Brief vom Kreisaufseher. Wenn er aus dem Gefängnis kommt, wird er in gutem Ansehen in die Versammlung zurückkehren, weil er weiterhin die Beschuldigungen abstreitet. Als ich versuchte, anderen in der Versammlung davon zu erzählen, kamen die Ältesten mir nach und sagten, ich hätte eine schlechte Einstellung und ich sei eine Gefahr für die Versammlung. Man hat mir die Gemeinschaft entzogen, weil ich versucht habe, ihre Kinder zu schützen.

Bill Bowen: Nicht alle, die den Mutpreis erhalten, sind notwendigerweise Missbrauchsopfer, aber sie treten vor und stehen für sie auf. Die nächste hier in der Reihe saß zusammen mit Erica auf der anderen Seite des Gerichtssaales, als die Zeugen sie dreckig ansahen und schlecht behandelten, aber sie war eine Freundin, die Erica beistand. Sie kam zurück in den Gerichtssaal, als dieser Mann noch einmal schuldig gesprochen wurde, und sie sagte für Erica aus und berichtete von dem Ausmaß des Missbrauchs, und wie er sich auf ihr Leben ausgewirkt hatte. Für ihren Mut, vorzutreten und ein Missbrauchsopfer zu schützen und ihm beizustehen, bin ich sehr glücklich, Sherry Galvez als nächster Empfängerin den Silentlambs-"Mutpreis" zu überreichen. 

Sherry: Ich wurde als Kind belästigt, zusammen mit meinen Brüdern, die heute nicht hier sein können, und ich halte Lämmer für sie. Dies ist eine üble, böse Politik, die Leben zerstören kann. Sie schadet weiterhin ungezählten Tausenden. Die in Ablehnung leben. Heute brüllen die Lämmer!! 

Alle: (Schöner Applaus) Sherry!! Sherry!! Sherry!! 

Bill Bowen: Die Wachtturm-Gesellschaft schüchtert alle ein, die Missbrauch erleiden. Die nächste Empfängerin hatte Angst, als sie mit mir sprach, ihr eigenes Telefon zu benutzen – Angst davor, was die Organisation ihr antun würde. Jetzt, wo sie seit über zwei Jahren mit dem Fortschritt der Silentlambs-Organisation zu tun hat, habe ich gesehen, wie sie sowohl persönlich als auch geistig gewachsen ist. Sie ist jemand, die mutig vorgetreten ist und nicht nur vor Gericht die Stimme für Missbrauchsopfer erhoben, sondern auch über ihren eigenen Missbrauch gesprochen hat und vor kurzem furchtlos zu den Medien gegangen ist und mit ihnen Verbindung aufgenommen hat. Sie hat ausgezeichnet ausgedrückt, wie die Wachtturm-Politik so vielen schadet und es nötig ist, die Kinder zu schützen. Die nächste, die diesen Preis erhält, ist Pat Garza. 

Pat ist vor Gefühlen überwältigt und bekommt eine lange Umarmung, Sie sagt ein paar Worte der Wertschätzung. Ein schöner Applaus.

Bill Bowen: Der nächste Silentlambs-"Mutpreis" geht an ein Elternpaar, dass ihrer Tochter beistand und es ihr möglich machte, stark zu sein und aufzustehen. Sie unterstützten sie, als sie zu den Medien ging, um über diese Dinge befragt zu werden. Sie sind furchtlos für das aufgestanden, was recht ist, und für ihren Mut wurde ihnen die Gemeinschaft entzogen. Die nächsten Empfänger des Silentlambs-"Mutpreises" sind Carl und Barbara Pandello. 

Sie werden durch einen schönen Applaus begrüßt, und dass spricht Barbara zuerst.

Barbara Pandelo: Man hat uns gesagt, dass wir die Einzigen sind, und wenn wir etwas sagen, würden wir Schande auf Jehovas Namen bringen. Herauszufinden, dass es so viele Leute wie uns gibt, ist so ermutigend, und für die anderen Kinder hier zu sein, ist eine Ehre. Danke, es ist eine Ehre für mich, hier zu sein. 

Carl Pandelo: Wenn man als Zeuge Jehovas aufwächst, ist ein Gemeinschaftsentzug wahrscheinlich das Entsetzlichste, aber in Wirklichkeit ist es eine Ehre, ausgeschlossen zu werden, weil man abtrünnig ist und steht und weiß, was falsch ist und was recht ist. Ich und meine Frau sind wirklich stolz, ausgeschlossen zu sein, weil wir die Stimme erhoben haben, wir haben keine Angst vor ihnen. Danke. 

[Ein weiterer schöner Applaus)

Bill Bowen: Die nächste, der ich gerne den Silentlambs-"Mutpreis" übergeben möchte, ist jemand, die selbst missbraucht wurde. Als sie nach Gerechtigkeit zu streben versuchte, als sie ihrer Tochter half, wurde sie mit dem Gemeinschaftsentzug bedroht, weil sie versuchte, die Versammlung vor dem Mann zu warnen, der ihre Tochter belästigte. Als sie zu den Ältesten gingen, hat man ihnen gesagt, sie sollten still sein, man drohte mit dem Gemeinschaftsentzug, und weil sie heute hier ist, schließen die Ältesten sie vielleicht noch aus. Sie half vielen von euch, heute hier zu sein. Sie ist Leiterin der örtlichen Abteilung von Silentlambs, ihr Name ist Jeanne Kraus. 

Jeannie Kraus: Meine Tochter wurde von meinem Mann belästigt, und als ich zu den Ältesten ging, sagten sie, das sei ein Missverständnis, weil wir keine zwei Augenzeugen hatten. Die Ältesten befahlen mir und meiner Tochter, still zu sein, und weigerten sich, uns zu erlauben, andere in der Versammlung zu warnen. Ich bin glücklich, dass ich in der Lage bin, jetzt die Stimme zu erheben und diesen Preis wertzuschätzen. 

Bill Bowen: Der nächste Preis geht an ein weiteres Ehepaar, das in der Missbrauchsfrage aufstand und als Folge schrecklich bestraft wurde. Als die Frau in Dateline erschien und die Wahrheit über die Vertuschungen erzählte, stand sie Rechtskomitees gegenüber, und als ihr Mann nach 43 Jahren einfach als Ältester zurücktrat, um gegen den Missbrauch zu protestieren, wurde ihm innerhalb von zwei Wochen die Gemeinschaft entzogen. Für ihre mutigen Bemühungen, für das aufzustehen, was recht ist, bin ich geehrt, Joe und Barbara Anderson den Silentlambs-"Mutpreis" zu überreichen. 

Joe Anderson: Wenn ich dies (meint den Preis) mit zu dem Gebäude (zeigt auf Gebäude Nr. 25) hinübernehme, glaubt ihr, die würden mich wieder zu einem Zeugen machen? Ich bezweifle das und würde es auch nicht annehmen. Die Politik hat Tausenden von Kindern geschadet, und sie handeln, als sei nichts falsch, sie wissen, dass es falsch ist, und sie setzen Kinder vorsätzlich einer Gefahr aus. Sie sollten fürchten, was der Schöpfer denkt, der sie für ihre Taten zur Rechenschaft ziehen wird. 

Barbara Anderson: Ich habe zehn Jahre lang genau in diesem Gebäude hinter uns gearbeitet, drei Jahre lang war ich in der Schreibabteilung, zwei von diesen drei Jahren wusste ich von dem Ausmaß des Missbrauchs. Die letzten zehn Jahre lang habe ich versucht, einen Weg zu finden, das bekannt zu machen und die Kinder zu schützen. Kinder von Zeugen Jehovas sind nicht sicher, und es ist einfach wunderbar, euch heute hier vereint zu sehen, wie ihr für das einsteht, was recht ist. Es ist schändlich, Jehovas Zeugen und ihre Kinder dadurch in Gefahr zu bringen, wie sie biblische Verfügungen benutzen, für jede Belästigung zwei Zeugen haben zu müssen. Wir lieben unsere Kinder, ja, wir lieben unsere Kinder mehr, als wir die Wachtturm-Gesellschaft lieben. 

(Schöner Applaus)

Bill Bowen: Die letzte Empfängerin des Silentlambs-"Mutpreises" ist jemand, die ich sehr gut kenne. Als ich erstmals mit diesem Thema Missbrauch herauskam, wurde ihr gesagt, alles, was sie zu tun hätten, wäre einfach, mich zu verlassen, und sie würden zusammen mit meinen Kindern geschützt und man würde sich ihrer annehmen. Sie hat das abgelehnt, und das Ergebnis war, dass sie lächerlich gemacht wurde – wie es bei denen üblich ist, die in dieser Organisation für Kinder aufstehen. Die nächste Empfängerin des Silentlambs-"Mutpreises" ist also Sheila Bowen. 

Alle: (Applaus) Sheila!! Sheila!! Sheila!! 

Bill Bowen: Ich denke, das veranschaulicht für jeden, dass schweigende Lämmer aus allenTeilen des Lebens kommen, und Missbrauchsopfer wissen, dass sie sie unterstützen und mit dem Mut hinter ihnen stehen, zu sagen: Seid nicht still und lasst sie wissen, dass sie die Stimme erheben können. Euch, die ihr hier bei diesem Marsch seid, die ihr euch bemüht, dies den Medien vorzustellen, die ihr einfach auch nur das Silentlambs-T-Shirt tragt, mag es als etwas Kleines erscheinen, und doch werden sich diese kleinen Dinge vervielfachen und vervielfachen und vervielfachen, bis die Wachtturm-Gesellschaft gezwungen ist, die Realität zu sehen und ihre Politik zu ändern. Danke für alle eure Bemühungen, und wir haben Wertschätzung für euren Mut und dafür, wie ihr so vielen geholfen habt, keine schweigenden Lämmer mehr zu sein. Wenn ihr jemanden für den Silentlambs-"Mutpreis" nominieren möchtet, schickt eine E-Mail oder einen Brief an Silentlambs.

Bill Bowen: Wir haben hier ein paar freundliche Unterstützer aus dem Gebiet von New York, die mehrere Gruppen vertreten, die Missbrauchsüberlebende unterstützen. Möchtet ihr sie heute hier willkommen heißen? Die erste, die ich gerne bitten möchte, zu sprechen, ist Tina Alfono. Tina, mein Gedächtnis ist nicht gut, Sie müssen ihnen den Namen Ihrer Gruppe nennen. Ich möchte gerne, dass Tina zuerst heraufkommt, und dann hören wir David Carillo von SNAP, und der Dritte ist Van Dugo von Child Protection Advocates. 

(Applaus)

Tina Alfano: Danke, dass Sie heute alle hierher gekommen sind. Ich weiß, dass es für einige von Ihnen schwer war, ob Sie heute kommen wollten oder nicht. Wir unterstützen Sie also wegen Ihrer Stärke und Ihrem Mut und sind glücklich, Sie hier zu sehen. Ich heiße Tina Alfano, und ich bin die Präsidentin und Gründerin von Keep-Our-Children-Safe.com. Ich kam heute hierher, um alle schweigenden Lämmer zu unterstützen. Heute SCHWEIGEN SIE NICHT MEHR! Jedes Kind zählt. Wir werden uns stark und fest dem Kindesmissbrauch entgegenstellen. Wir werden in unserer Not vereint sein und siegen. 

Kinder haben Rechte. Kinder sollten bessere Gesetze haben, um sie zu schützen. In der Wildnis gibt es mehr Gesetze zum Schutz der Tiere, als wir Gesetze haben, um unsere Kinder zu schützen. Irgendwie haben wir versagt, unsere Kinder zu schützen. Aber wir können und müssen eine Änderung vornehmen, um dieses Übel zu berichtigen. Wo sind unsere Gesetzgeber? Wo sind unsere Kongressabgeordneten und unsere Senatoren? Heute mögen Sie fragen, wann wird dies alles enden? Wir müssen jeden zur Rechenschaft ziehen, der Kinder missbraucht, egal WER ER IST! 

Und an die Wachtturm-Gesellschaft: Sie haben die Macht, Ihre Politik zu ändern. Die Macht, das Leben Tausender Ihrer Kinder zu ändern. Ich weiß, Sie WERDEN Ihr Bestes tun, sie zu ändern, weil es Gottes Wille ist. Und Gott hat uns heute hier alle versammelt, zu einer Kundgebung für eine Änderung, um zu sagen: Keine toten Kinder mehr, keine missbrauchten Kinder mehr, KEINE STUMMEN KINDER MEHR! 

Ihnen allen noch einmal meinen Dank, dass Sie zu diesem Geschichte schreibenden Marsch gekommen sind. Heute haben wir bereits etwas bewirkt. Gott segne Sie alle heute hier, undmöge heute der Anfang eines besseren Lebens für Sie und Ihre Kinder sein. 

(Applaus)

Bill Bowen: Als nächsten möchten wir gerne David Cerulli von SNAP, vom Netzwerk der Missbrauchsüberlebenden von Priestern, hören.

(Applaus)

David Cerulli: Danke für die Einladung. Ich bin ein Überlebender. Als 14-Jähriger Junge wurde ich von einem Priester einer Kirche in Allentown, Pennsylvania, wiederholt vergewaltigt und anal missbraucht. Ich war unfähig, mich mit 14 Jahren gegen die Macht des Preisters und der Kirche zu wehren. Dank der Hilfe meiner Familie und wunderbarer Menschen auf meinem Wege, und seit Neuem von SNAP, kann ich sagen, dass ich die Sache überlebt habe. 

Viele andere Opfer sind nicht so glücklich. Sie versuchen, den Schmerz mit Alkohol und Drogen und im Selbstmord zu betäuben. Diese Tragödie geht täglich weiter. SNAP gibt es, um Opfern zu helfen, zu Überlebenden zu werden. Wir möchten keine weiteren Opfer mehr auf dem Wege verlieren. Wir haben monatliche Selbsthilfegruppentreffen, und diesen Sonntag haben wir eine Kundgebung vor der St. Patrick’s-Kathedrale von 9:00 Uhr morgens bis 13:00. Sie sind alle eingeladen. Ich hoffe, Sie können kommen. Ich möchte Ihnen für die Einladung danken, dafür, dass ich heute sprechen darf, ich denke, Sie machen eine wunderbare Arbeit, machen Sie weiter damit! 

(Applaus)

Bill Bowen: Wir haben Wertschätzung für die besondere Bemühung, die David unternahm, um hier zu sein. Er hat sich von der Arbeit freigenommen, um heute hier zu sein, und er ist hier, um uns als Missbrauchsüberlebende zu unterstützen. Wir haben große Wertschätzung dafür, dass er diese Reise unternommen hat. Danke, David! 

(Applaus)

Der nächste, den ich gerne sprechen lassen möchte, ist Dan Dugo von Child Protection Advocates. 

(Applaus)

Dan Dugo: Ich denke, es ist rührend und schön zu sehen, dass Sie alle heute hierher aus verschiedenen Versammlungen, aus verschiedenen Religionen, auch aus keiner Religion, zusammenkommen, einfach um hier zu stehen und die Sache zu unterstützen. Ich neige zu der Annahme, dass die Menschen etwas über das größere Bild sprechen müssen, über die Politik hinter den Dingen, das ist etwas, das ich berühren möchte. Ich denke, dass Thema Geistliche, die Kinder sexuell missbrauchen, ist ein Thema der Sicherheit der Kinder und kein religiöses Thema, hinter dem sich diese Leute verstecken. 

Alle Religionsführer wie auch Politiker haben die moralische und die Bürgerpflicht, Kinder unter ihre Obhut zu nehmen. Obwohl unser Land mitten in einer Krise von Kindern steckt, die von Geistlichen wie auch anderen Mitgliedern der Gesellschaft belästigt und vergewaltigt werden, erklärte Senator Bruno, der Mehrheitsführer des Bundesstaates New York, öffentlich, das Gesetz, dass es zur Pflicht mache, dass Geistliche Anzeige erstatten, sei eben jetzt nicht besonders wichtig. Und was unseren Obersten, den Gouverneur Pataki, angeht: Es ist nett, ihm zuzusehen, wie er auf Bühnen steht und Preise entgegennimmt, aber was tut er wirklich, um Kinder zu schützen? Es ist an der Zeit, dass er die Politik beiseite schiebt und seine Arbeit macht. Wenn Pataki ein Gesetz auf seinem Schreibtisch haben wollte, das Geistliche verpflichtet, Anzeige zu erstatten, oder dass die Verjährungsfrist verlängert wird, dann hätte er das Gesetz innerhalb von Wochen auf seinem Schreibtisch. Aber weil er versucht, wiedergewählt zu werden, werden das Wohl, die Sicherheit und die Gesundheit schutzloser Kinder nach hinten gerückt. Gott bewahre, dass er ein Gesetz erlässt, das einige Katholiken oder eine katholische Gruppe verärgert, von denen er Stimmen verliert. 

Politiker opfern die Kinder um ihrer Stimmen willen. Wir werden das nicht hinnehmen, und ich bitte auch die Gesellschaft, aufzutreten und nein zu sagen, auch sie wird es nicht hinnehmen. Ich weiß nicht viel über Politik, aber ich bin gezwungen, sehr schnell zu lernen, und was ich sehe, widert mich an. Ich denke auch, dass die Bundes- und die bundesstaatlichen Behörden alle Religionsorganisationen untersuchen sollten, die sich zu vertuschen bemühen und die Justiz behindern. 

(Applaus)

Bill Bowen: Danke, Dan, Tina, und David, dass Sie heute hier bei uns waren. (Applaus) Als nächstes haben wir hier eine Rechtsanwältin bei uns. Es ist Kimberly Norris aus der Gegend von Dallas, Texas. Und sie möchte heute hier etwas ankündigen. 

Kim Norris: Hallo, ich bin Kim Norris aus FORT WORTH, Texas! Ich habe hier die erste von zahllosen Klageschriften in der Hand, die meine Kanzlei und mit uns verbundene Anwälte in 50 Bundessaaten einreichen werden – heute eine in Oregon für ein Opfer aus einer Versammlung der Zeugen Jehovas, das drei Millionen Dollar Schmerzensgeld fordert. Dies ist eine von vielen, prüfen Sie unsere Website, wir werden sie im weiteren immer auf dem laufenden halten. SIE SOLLEN SIE BEKOMMEN! 

(Applaus)

Bill Bowen: Dies ist der letzte Teil des Programms, und an dieser Stelle haben verschiedene Missbrauchsüberlebende gesagt, sie würden gerne ein paar Worte sagen. Ich möchte euch bitten, euch kurz zu fassen, weil wir eine große Gruppe haben und die wertvolle Zeit dieser of Polizeibeamten hier beanspruchen. Wenn also jemand vortreten möchte, denkt daran, haltet das Megafon nah an den Mund, dann dürft ihr gerne ein paar Worte sagen. 

Die erste ist Barbara Carr aus Michigan. Brenda, Entschuldigung. 

Brenda Carr: Ich bin selbst kein Opfer, aber ich spreche für ein opfer aus Winnipeg, Kanada, die heute nicht hier sein konnte und deren Familie durch den Schutz Pädophiler in der Wachtturm-Versammlung zerstört wurde. Sie bat mich, ein Gedicht vorzulesen, das sie schrieb. Es trägt den Titel "Ich bin eine Stimme aus der Vergangenheit". 

Ich bin eine Stimme aus der Vergangenheit, verlassen, abgewiesen und ausgestoßen. 

Ein Kind von 12 Jahren, ganz allein, missbraucht und behandelt wie ein Verbrecher. 

Beschämt und zum Schweigen gebracht durch die, denen ich vertraute,

Ich sterbe allein, deprimiert und alleingelassen. 

Ich bin eine Stimme aus der Vergangenheit, verlassen, abgewiesen und ausgestoßen.

Ein Kind von 5 Jahren, missbraucht von Brüdern,

Niemand hört meine Schreie, allein und voller Angst, 

Mein Leben ein Chaos, Drogen und Alkohol, um mit dem Stress fertig zu werden. 

Ich bin eine Stimme aus der Vergangenheit, verlassen, abgewiesen und ausgestoßen.

Missbraucht als Kind, dann wieder als Frau, kein Mitleid habe ich bei euch gefunden. 

Ich behaltet die Schänder in euren Mauern,

Aber ihr hört nie den **Ruf. 

Ich bin eine Stimme aus der Zukunft, von all denen, die ihr Sünder nennt, 

Hört mir zu, wie ich erkläre, damit ihr alle zuhört, ihr wart **. 

Hört von den Unschuldigen.

Gott sagt es, also tut es! 

Gezeichnet Lee Marsh 

(Applaus)

Bill Bowen: Danke, Brenda, als nächsten möchte ich Dorian Baker bitten, heraufzukommen und etwas vorzulesen, das von einer Missbrauchsüberlebenden geschrieben wurde, die nicht hier sein konnte, und sie bat darum, dies heute mitzuteilen. 

(Applaus)

Dorian: Ich möchte mit der Erklärung beginnen, dass ich geehrt bin, in eurer Gesellschaft zu sein, obwohl ich selbst nicht hier sein konnte. Viele von euch kennen mich als "ein Lamm". Ich bin Opfer sexuellen Missbrauchs durch zwei Älteste, einer davon mein Vater. Einer ist ein geständiger Kinderschänder, der sein Verhalten sowohl vor Gericht als auch bei Rechtskomitees zugegeben hat. Die betreffenden Ältesten haben nichts unternommen, und er ist immer noch aktiv in der Versammlung und passt auf die Kleinkinder von Schwestern bei deren Studien auf. Er ist auch regelmäßig mit meinen eigenen Kindern in Kontakt, entgegen einem Gerichtsbeschluss, denselben Gerichtsbeschluss, den ich respektiere, indem ich heute nicht hier bin. 

Hätte jemand das vor dreißig Jahren getan, gäbe es dieses Lamm nicht. Wie viele Lämmer werden nächstes Mal da sein? Welchen Preis werden Kinder zahlen? Was ist genug? EINER ist einer zu viel! An alle, die die falsche Politik dieser Organisation unterstützen: Ihr könnt die Schreie der Unschuldigen und der Gläubigen zum Schweigen bringen, aber ihr werdet niemals uns, die Überlebenden, zum Schweigen bringen. Wir gehen nicht weg! Wir werden nicht verschwinden! Wir bitten nur darum, dass ihr unseren Reihen nicht noch weitere hinzufügt. Ihr könnt unseren Geist lähmen und auf unserer Unschuld herumtreten, aber ihr könnt das Feuer, das angefacht wurde, nicht zum Löschen bringen. Wahrheit und Recht werden gewinnen. Ihr könnt uns als tot ansehen und uns ächten, aber ihr könnt unseren Geist nicht töten, er ist FREI! 

(Applaus)

Bill Bowen: Vielen Dank, möchte noch jemand vortreten und sprechen? 

Hier ist Mike Pence aus Arizona. 

Mike Pence: Vielen Dank. Erst möchte ich den 16 oder so Personen im Internet danken, von denen ich die meisten nicht kannte und nie kennen werde, die die Reise bezahlten, dass ich heute hier bei euch sein kann. Also meinen Dank an sie alle. 

Als ich zuerst mit dem Schreiben anfing, nach dem 11. September, beschloss ich, Schriftsteller werden zu wollen, und als ich zuerst zu schreiben begann, erkannte ich, dass ich über das schreiben musste, was mit Bill Bowen und Silentlambs vor sich ging. Und als ich einige Artikel nachforschte, kam heraus, dass meine eigenen Kinder missbraucht worden waren. Sie hatten den Mut, vorzutreten, und so möchte ich ihren Mut begrüßen. Mein neuer Anwalt hat mich ermächtigt zu sagen, dass der vorsitzführende Aufseher der Versammlung von Orland, Pennsylvania, der Mann ist, von dem unsere Kinder behaupteten, dass er sie missbraucht habe, und wir werden nicht ruhen, bis dieses Individuum vor Gericht steht. 

Schließlich möchte ich diesem Mann für den Mut danken, vorzutreten und die Opfer in seinem eigenen Leben zu bringen, von denen ich weiß, dass er sie bringen musste, weil ihn das für genügend Stunden an sein Telefon band, und ich bin sicher, einige andere Leute mussten das auch tun. Danke also an Bill und seine Familie für die Opfer, die sie brachten, und euch allen Danke, dass ihr Missbrauchsopfer wie meine Kinder unterstützt. 

(Applaus)

Bill Bowen: Danke, Mike, als nächste hören wir Barbara Lees aus Illinois. 

Barbara Lees: Ich bin so stolz, bei euch allen hier zu sein, ich möchte nur sehr deutlich machen, wenn die Ältestenschaft einer Versammlung beschließt, sie stünden über dem Gesetz, dann schaden sie so vielen Menschen, indem sie einen Pädophilen in die Welt hinausschicken und die Behörden nicht warnen, nicht die Versammlung warnen, nicht die Familien in der Versammlung warnen. Wir hätten gerne die Möglichkeit, zu entscheiden, ob unsere Kinder bei einem Pädophilen sind und wir uns mit Bestrafung drohen lassen, weil wir nicht von Haus zu Haus mit ihm gehen. Es ist wirklich wichtig, dass sie erkennen, dass sie das den Behörden melden müssen. Ich kenne eine Situation, wo die Ältesten beschlossen, sie konnten mit einem bestimmten Pädophilen nicht fertig werden. Sie entließen ihn, er wurde Kinderligatrainer, gab viele Opfer zu, ging ins Gefängnis, kam heraus, ging in einen anderen Königreichssaal, wurde wieder geschnappt, es wurde vertuscht, und bis heute bleibt er ein Zeuge Jehovas in gutem Ansehen. Das muss aufhören, die Leute müssen Verantwortung übernehmen und unsere Kinder schützen.

(Applaus) 

Bill Bowen: Danke, Barbara, und hier ist jetzt Charles Riley aus New York. 

Charles Riley: Ich möchte nur sagen, dass ich hier bin, weil ich sagen möchte, dass ich alle hier unterstütze, und ich wollte auch sagen, dass ich hier zur Unterstützung meiner Nichte in Kalifornien bin, weil sie 1984 bei drei verschiedenen Gelegenheiten von einem unserer Brüder in der Versammlung in Tujunga, Kalifornien, missbraucht wurde. Und als meine Schwester zu den Ältesten ging, um die Sache richtigzustellen, weigerten sie sich, etwas zu unternehmen, sie schickte einen Brief an die leitende Körperschaft, und sie schrieben ihr zurück, dass sie nicht vorhatten, sich in die Sache einzumischen. Und dieser Bruder … dieser so genannte Bruder … ging in eine andere Versammlung und belästigte zwei andere junge Frauen. 

Ich bin zu ihrer Unterstützung hier, und ich wollte auch sagen: Ich war sieben Jahre lang Ältester. Und ich weiß wirklich, dass sie die Ältesten anwiesen, bei Kindesmissbrauch NICHT zur Polizei zu gehen. Und ich wollte auch erwähnen, dass von allen von der Wachtturm-Gesellschaft ernannten Mitgliedern der leitenden Körperschaft Theodore Jaracz der Hauptübeltäter ist. Er ist der Hauptübeltäter; er muss bezahlen. Und wir werden nicht aufhören, bis Gerechtigkeit geschehen ist für alle unsere Kinder und für uns alle, die wir von dieser Organisation missbraucht wurden. 

(Applaus)

Bill Bowen: Danke, Charles für deine Bemerkungen,. Die nächste ist Debra. 

Debra: Es ist spannend, heute hier zu sein. Ein Ältester, mein Onkel, belästigte mich, als ich damals in North Carolina 14 Jahre alt war. Normalerweise lebe ich auf Staten Island, New York. Er reiste nach Tennessee weiter, wo ihm wegen Belästigung vieler junger Mädchen die Gemeinschaft entzogen wurde. Er hatte viele schamlose Affären. Ich wurde gewarnt, wenn ich meiner lieben Tante etwas sagte, wäre ich tot. Weniger als ein Jahr später starb sie auf mysteriöse Weise, nachdem ihr 6-Jähriger Sohn sich ebenfalls auf mysteriöse Weise in North Carolina erhängte. "Steve" gehört nun zum gesalbten Überrest der Zeugen Jehovas. 

(Applaus)

Bill Bowen: Danke, Debra, und jetzt werden wir Pat Garza hören.

Pat Garza: Ich bin Pat Garza, und ich bin hier, um zu sagen, dass ich von Theodore Jaracz vergewaltigt wurde, als ich ein kleines Mädchen war, in Los Angeles, er war damals dort Bezirksaufseher. Es gibt zwei Jungen; ihre Initialen sind "M.D." und "M.W.", wenn man sie finden könnte, könnten sie meine Behauptungen bestätigen – wenn ich sie finden könnte, sie sind älter als ich, sie waren dabei, sie waren Zeugen! Man jagte uns Angst ein und brachte uns zum Schweigen! Wir durften nicht reden. Mein Leben wurde bedroht, und meine Brüder wurden bedroht, man würde sie umbringen, wenn ich reden würde. 

Und als ich begann, mich an den Missbrauch zu erinnern, wurde ich in der Versammlung entsetzlich misshandelt, und ich schrieb an die Wachtturm-Gesellschaft und bettelte um Hilfe. Ich habe die Briefe bei mir, die euch die Namen von zehn der Ältesten zeigen, die mich verletzten, und sie sagten mir, sie könnten keine meiner gestellten Fragen beantworten, noch könnten sie etwas zu den Umständen, die ich in der Versammlung beschrieb, bemerken. 

Schließlich kam ich wegen dem, was mir die Ältesten angetan haben, mit einer Krise in die Notfallstation ins Krankenhaus. Und dort war ich dann monatelang, weil ich nirgendwohin gehen konnte, ich war wohnungslos. Sie warfen mich auf die Straße, ich war mittellos und behindert, wegen der Rückblenden, die ich hatte, konnte ich nicht arbeiten. Und ich endete auf der Straße, und ich habe eine Fotokopie des Briefes bei mir, den die Ältesten, die gesamte Ältestenschaft, mir schickte, es stehen alle Namen darauf. Es heißt darin, dass sie die Wachtturm-Gesellschaft hier in New York anriefen und fragten, wie sie mir helfen könnten, und sie schickten mir eine Liste von Obdachlosenunterkünften, und ich habe diese Liste, eine davon war Parkside Projects auf der Skid Row in Portland, Oregon. Zwei davon waren Kirchen in Beaverton, Oregon, und das andere war der CVJM. Die Demütigung, die ich empfand, war fast unglaublich. Ich starb fast, als ich den Brief von diesen Ältesten erhielt, und ich hörte fast zu beten auf. 

Die Wachtturm-Gesellschaft ist als Block zwischen Kindern und eurem Gott gestanden. Alles, was sie tun, ist, den Glauben eines Menschen zu zerstören, ihm das Selbstwertgefühl zu nehmen und ihn glauben machen, Gott liebe uns nicht. Und ich bin hier, um zu sagen, dass Er uns doch liebt, und zu denen, die Opfer satanischen Ritualmissbrauchs in dieser Organisation sind, sage ich: Es ist Zeit, diese Ältesten und Ted Jaracz zu bekämpfen. 

Es ist sicher, jetzt herauszukommen, und ihr könnt kommen und reden, und ich bitte jeden, der "M.D" und "M.W." kennt – ich würde ihre Namen sagen, aber aus Vertraulichkeitsgründen offenbare ich sie nicht, aber Silentlambs weiß, wer "M.D." und "M.W." waren –, würdet ihr bitte Silentlambs auf 1-877-WTABUSE anrufen? Bitte tretet vor und seid meine Zeugen. 

Sie bringen Pädophilie in diese Organisation, sie zerstören Kinder wegen Sex, und das ist, was sie mit mir getan haben, die Jungen waren da, um mich auf den Sex mit Ted Jaracz vorzubereiten! Sie waren da, um mich dazubehalten und mich abzusondern, so dass ich mich nicht an ihn erinnern könnte. 

Bill Bowen: Danke, Pat, dass du vorgetreten bist, Danke euch allen, dass ihr die Stimme erhebt und Missbrauchsüberlebende unterstützt. Jetzt würde ich gerne versuchen, dem Wachtturm die Lämmer zu übergeben.

(Bowen geht über die Straße und prüft die Türen, sie sind alle völlig verriegelt. Dann geht er an die Türsprechanlage und bittet darum, über dieses Treffen mit der leitenden Körperschaft mit einem Vertreter zu sprechen. Sie schalten die Sprechanlage ab und antworten nicht. In diesem Augenblick kommt ein Wachtturm-Vertreter mit jemandem von den Medien heraus. Bowen spricht ihn an und wird ignoriert, Bowen fragt: "Werdet ihr diese Lämmer als Geschenk von Missbrauchsüberlebenden annehmen? Der Wachtturm-Vertreter wendet sich um, um hineinzugehen, und Bowen wirft das Lamm, und es trifft ihn am Kopf, als er weggeht. Bowen wendet sich zur Gruppe und sagt: "Sie ignorieren uns heute ebenso, wie sie den Schrei aller Missbrauchsüberlebenden in der Organisation ignorieren."

ALLE: Lasst ihn hinein! Lasst ihn hinein! Lasst ihn hinein! Wovor habt ihr Angst? Wovor habt ihr Angst? Wovor habt ihr Angst? 

Bill Bowen: Alle gehen zurück auf die andere Straßenseite, kommt hierher zurück. Kommt auf diese Seite zurück. 

(Die Zentrale lehnt eine Annahme der Übergabe ab und bestreitet den Missbrauchsüberlebenden das Recht, dies zu tun, als sie die Polizei holt, um jeden wegen Müllabladens anzuklagen, der Lämmer an der Tür hinterlässt. Die Teilnehmer hinterließen Hunderte von Lämmern auf der der Eingangstür gegenüberliegenden Straßenseite in einen Kettenzaun gesteckt, so wie die Erinnerungsstücke an Ground Zero der Katastrophe vom 11. September.)

Wir danken euch für euer Opfer und die freundliche Unterstützung, weil ihr euch bemüht habt, hier zu sein. In Hesekiel gibt es eine interessante Schriftstelle bezüglich der Hirten in alter Zeit. Es heißt: "Die Erkrankten habt ihr nicht gestärkt, und das Leidende habt ihr nicht geheilt, und das Gebrochene habt ihr nicht verbunden, und das Versprengte habt ihr nicht zurückgebracht, und das Verlorene habt ihr nicht zu finden gesucht, sondern mit Härte habt ihr sie untertan gehalten, ja tyrannisch." [Anm.d.Übers.: Hesekiel 34:4] Die leitende Körperschaft muss aufwachen und erkennen, dass Gott heute keine Tyrannen duldet, wie er auch in biblischer Zeit keine Tyrannen duldete. Während wir also "auf Jehova warten", folgen wir dem Lauf des Hesekiel und erheben die Stimme, um die Geringen zu schützen. 

Danke für eure Tapferkeit, danke, dass ihr für Gerechtigkeit einsteht, danke, dass ihr beweist, dass ihr keine schweigenden Lämmer mehr seid.

Ich möchte alle Anwesenden zu einem Essen in einem nahen Restaurant einladen,

wir danken euch für euer Opfer und die freundliche Unterstützung, weil ihr euch bemüht habt, hier zu sein. 

Wir gehen zum Essen in ein Restaurant, das ganz in der Nähe ist, leicht zu Fuß zu erreichen. Und ich lade alle, die gerne dabei sein möchten, dazu ein. Damit werden wir also schließen, und jetzt können diese freundlichen Polizeibeamten wieder ihres Weges gehen. Wir danken ihnen für ihre freundlichen Bemühungen, uns hier heute zu schützen. Gehen wir alle jetzt also in diese Richtung, und Jeanne Kraus wird uns zeigen, wo das ist. 

ALLE: Danke an die New Yorker Polizei!

Bill Bowen: Damit ist der Silentlambs-Marsch beendet.

Danach trafen wir uns um 17:00 Uhr in einem örtlichen Restaurant, es waren etwa 70, die kommen konnten. Es war etwa so, als ob sich eine große Gruppe von Zeugen Jehovas nach einem Kongress treffen würde, allerdings besser. Alle lachten und hatten erbauliche Gespräche darüber, wie verkommen die Wachtturm-Gesellschaft heute handelte. Es gab viele Umarmungen und Glückwünsche für das große Opfer, das so viele bringen mussten, um hier zu sein. Wir sprachen etwa zwei Stunden lang, der Geschäftsführer war sehr freundlich und unterstützte unsere Sache ganz. Als wir gingen, gab ich allen Kellnern auf ihre Bitte hin ein Silentlambs-T-Shirt. Es war ein mächtiger Tag, es war ein Tag, an dem wir die Macht an uns nahmen, die die Wachtturm-Politik geraubt hatte. Ich glaube, jeder Teilnehmer wird sich für den Rest seines Lebens an diesen Tag als einen Wendepunkt zum Besseren erinnern. Die Wachtturm-Gesellschaft machte sich zum Narren, als sie Missbrauchsüberlebende vor den Medien und der übrigen Welt mit Verachtung behandelte. Wo war das Mitleid? Wo war die Demut? Wo war die Entschuldigung? Wo war ein Jota an Freundlichkeit? Genau die Eigenschaften, die hochgehalten werden, dass alle Mitglieder sie befolgen, wurden vor den Kindern ignoriert, die sie durch ihre Politik geschädigt haben. War das Boshaftigkeit oder Schwäche?

Silentlambs war aufgrund der freundlichen Unterstützung von Leuten, die für die Reisekosten spendeten, in der Lage, 12 Missbrauchsüberlebenden zu helfen, anwesend zu sein. Die Kosten beliefen sich auf etwa 5.000 Dollar für den Marsch, und sie wären ohne die freundliche Unterstützung so vieler nicht möglich gewesen. Ich erinnere mich an eine Spende von 5 Dollar von einer Missbrauchsüberlebenden, es war alles, was sie tun konnte, und es erinnerte mich an das Beispiel des Scherfleins der Witwe. Sie gab alles, was sie konnte, und ihre Gabe war Teil des Gesamten, das das alles ermöglichte. Die Wertschätzung aller, die kommen konnten, war jeden Cent wert.

Es war ein guter Tag, und es ist die Hoffnung aller schweigenden Lämmer, dass es der Beginn vieler weiterer sein wird, wie wir die unterstützen, die leiden, und gegen die aufstehen, die die Schwachen tyrannisieren.

Übersetzung für Kids e.V., Leverkusen

 

Update: 15.12.2002

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