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Aufbau der
Organisation, Glaubenslehren, ...
Jehovas Zeugen
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In dieser Abhandlung besprochene Themen:
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Übersicht
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Geschichte
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Religiöse Texte
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Aufbau der Organisation
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Überzeugungen zum Blut
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Andere Glaubenslehren
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Praktiken
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Gegnerschaft zur Wachtturm-Gesellschaft
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Copyright-Interessen
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Weiterführende Literatur: Verfolgung in Frankreich
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Quellen
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WWW-Ressourcen
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Jehovas Zeugen leiten ihren Namen ab
von:
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Jehova, eine deutsche Übersetzung des Namens Gottes in
den Hebräischen Schriften.
, eine deutsche Übersetzung des Namens Gottes in
den Hebräischen Schriften.
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Zeugen
ist einem Abschnitt in Jesaja 43:10 (und
ähnlichen Abschnitten) entnommen: „Ihr seid
meine Zeugen, spricht der Herr ...“
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Sie sind eine sehr intensive
Glaubensgemeinschaft, die von ihren Mitgliedern große Hingabe erwartet.
Gegenwärtig haben sie etwa 6 Millionen Verkündiger
und Pioniere in über 75.000 Versammlungen in mehr als 200 Ländern.
Maximal 14 Millionen Menschen (Pioniere, Verkündiger, Anhänger und mögliche
Mitglieder) besuchten 1999 ihr Gedächtnismahl zur Zeit des Passah. In
den USA gibt es fast 1 Million Zeugen, etwa 111.000 in Kanada. 25
In Europa und Russland sind sie weit
verbreitet. J.G. Melton, ein Experte über Religionsgemeinschaften, hat
gesagt: 3 „In jedem europäischen Land sind die
Zeugen Jehovas mit einer Ausnahme die zweitgrößte religiöse Gruppe ...Sie
sind Nummer Zwei in ganz Osteuropa, und sie sind dabei, das auch in Russland
zu werden.“ Es war uns nicht möglich, die Richtigkeit dieser Aussage zu
bestätigen. Der Statistikbericht der Zeugen Jehovas für 1999 zeigt, dass die
Zeugen insgesamt weniger als 2% der Bevölkerung von Curaçao, Guadeloupe,
Martinique, Norfolk Island, St. Eustatius, St. Helena und St. Maarten
ausmachen. 25 Sie bilden weniger als 1% der
Bevölkerung aller anderen Länder der Welt. Zum Beispiel in Ländern mit mehr
als 50 Millionen Einwohnern:
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Land
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Prozentanteil der Zeugen
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Äthiopien
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0,01%
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Argentinien
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0,01%.
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Bangladesh
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0,00008%.
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Brasilien
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0,31%
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Deutschland
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0,20%
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Frankreich
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0,20%
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Großbritannien
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0,21%
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Indien
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0,002%
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Italien
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0,40%
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Japan
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0,18%
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Kanada
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0,36%
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Kolumbien
|
0,25%
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Kongo, Dem. Rep.
|
0,23%
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Mexiko
|
0,54%
|
|
Nigeria
|
0,21%
|
|
Pakistan
|
0,0004%
|
|
Philippinen
|
0,18%
|
|
Russland
|
0,07%
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Thailand
|
0,003%
|
|
Türkei
|
0,002
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Ukraine
|
0,21%
|
|
USA
|
0,36%
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Die Wachtturm-Gesellschaft führt
ihren Ursprung auf Charles Taze Russell (1852-1916) zurück. Nach
Zeiten, in denen er Presbyterianer, Kongregationalist, Skeptiker und
Adventist war, gründete er 1870 in Pennsylvania eine Bibelstudiengruppe. Eine
genaue Untersuchung der Bibel veranlasste die Gruppe, traditionelle
christliche Lehren über das Wesen der Gottheit und die Unsterblichkeit der
Seele abzulehnen.
1880 hatten sich 30 Versammlungen in 7
Bundesstaaten gebildet. Zion's Watch Tower Bible and Tract Society
wurde1884 als Körperschaft gegründet. 1896 lie sie Zion aus ihrem
Namen weg. Nach Russells Tod im Jahre 1916 übernahm der Wachtturm-Anwalt Judge
Joseph Franklin Rutherford das Präsidentenamt. Unter Rutherfords Führung
bekam die Gesellschaft eine zentralere Kontrolle. Seine vielleicht
bekannteste Wendung war: „Millionen jetzt Lebender werden nie sterben.“
Vor dem Ersten Weltkrieg hatte die
Gesellschaft empfohlen, dass sich die Zeugen nicht den bewaffneten
Streitkräften anschließen sollten. Würden sie gezwungen, in die Armee zu
gehen, sollten sie gehen, aber in nicht kämpfender Rolle (z.B. medizinischer
Dienst). 10 Eine Gruppe von Mitgliedern namens Steadfasters
war gegen jede Unterstützung im Ersten Weltkrieg. Später übernahm die
Gesellschaft die Haltung der Steadfasters.
1917 gab es eine Spaltung wegen der Leitung
und Führung der Wachtturm-Organisation. Eine der größten Splittergruppen war
die Dawn Bible Students Association von East Rutherford, New Jersey.
1931 nahm die Organisation die Bezeichnung
Jehovas Zeugen an, um eine Verwechslung mit anderen Bibelforschergruppen
zu vermeiden. Nach Rutherfords Tod im Jahre 1942 wurde Nathan Homer Knorr
zum Präsidenten gewählt. Unter seiner Führung vermehrte die
Wachtturm-Gesellschaft ihre Literaturherausgabe in großem Maße und
veröffentlichte ihre neue Bibelübersetzung, die hauptsächlich von den Zeugen
Jehovas benutzt wird. Auf Knorr folgte Frederick W. Franz (Knorrs
Vizepräsident).
Ihre Weigerung, die Fahne zu grüßen, bei
den Kriegsbemühungen mitzuhelfen, zur Wahl zu gehen usw. bewirkte, dass sie
in einigen Ländern sehr unbeliebt waren. Aufgrund ihrer Nichtteilnahme in den
bewaffneten Streitkräften und in der Rüstungsindustrie wurden die Zeugen
während des Zweiten Weltkrieges sehr verfolgt. Ein sehr großer Prozentsatz
der deutschen Kirchenmitglieder wurden im Naziholocaust umgebracht. Die
Religion wurde 1940 in Kanada verboten (ein Jahr nach dem Eintritt Kanadas in
den Krieg). Kinder wurden aus den Schulen hinausgeworfen; andere Kinder
wurden zu Pflegeeltern gegeben; Mitglieder kamen ins Gefängnis; Männer, die
sich weigerten, in die Armee einzutreten, wurden in Arbeitslager geschickt.
In einigen Ländern sind sie immer noch verboten und in vielen anderen werden
sie heftig verfolgt. Die Wachtturm-Gesellschaft hat sehr zur Bewahrung der
Religionsfreiheit in den USA beigetragen; sie gewann 36 von 45 religiös
begründeten Fällen, die sie zwischen 1938 und 1955 vor den US Supreme Court
brachte. Die Zeugen Jehovas ...
„ … haben durch ihren Kampf um die Bewahrung ihrer Bürgerrechte Signale
für die Demokratie gesetzt, denn in diesem Kampf haben sie viel getan, diese
Rechte für alle Minderheitsgruppen in den USA zu sichern. Wenn sich jemand in
die Rechte irgendeiner Gruppe einmischt, sind die Rechte keiner anderen
Gruppe mehr sicher. Sie haben daher einen deutlichen Beitrag für die
Bewahrung einiger der wertvollsten Dinge in unserer Demokratie geleistet.“ 11
Religiöse
Texte:
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Sie verehren die Bibel als das unfehlbare,
geoffenbarte Wort Gottes. 1961 veröffentlichten sie ihre eigene Version,
die Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift. Sie ist gegenwärtig
(ganz oder in Teilen) in über einem Dutzend Sprachen verfügbar und wird es
bald in 30 sein. Die Übersetzung wurde von einer anonymen Gruppe
angefertigt, die ihr Werk der Wachtturm-Gesellschaft vermachte. Einige
Bibelgelehrte und andere Christen, die keine Zeugen Jehovas sind, haben die
Übersetzung kritisiert und unterstellt, die ursprünglichen hebräischen und
griechischen Texte seien während der Übersetzung verdreht worden, damit sie
besser die Wachtturm-Theologie wiedergeben.
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Sie geben zwei
Halbmonatszeitschriften zur öffentlichen Verbreitung heraus. Eine ist der WACHTTURM,
der eine maximale Verbreitung von 22 Millionen Exemplaren in 129 Sprachen
weltweit hat. Sie verteilen auch die nicht theologisch basierte
Halbmonatszeitschrift Erwachet! mit einer Berbreitung von fast 20
Millionen in 81 Sprachen. Unser Königreichsdienst ist eine monatlich
erscheinende Publikation für den Gebrauch innerhalb der Organisation.
(Gültigkeit der Daten zum 1. Nov.
1998)
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Sie veröffentlichen viele anonym geschriebene
Bücher und ein paar Videos wie:
- Jehovas Zeugen – Verkündiger des
Königreiches Gottes, das
die Kritik an ihren fehlgeschlagenen Vorhersagen anspricht.
- Sollt man an die Dreieinigkeit glauben (1989), das die traditionelle christliche
Vorstellung von einer Dreieinigkeit ablehnt.
- Jehovas Zeugen, die Organisation hinter dem
Namen (1990), ein Video,
das das Leben im Bethel, ihrem Hauptbüro, schildert.
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Aufbau der Organisation
Die Gesellschaft ist wie folgt
organisiert:
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Leitende Körperschaft: Eine Gruppe Gesalbter im Hauptbüro in Brooklyn,
New York. Gegenwärtig besteht sie aus 11 Mitgliedern.
: Eine Gruppe Gesalbter im Hauptbüro in Brooklyn,
New York. Gegenwärtig besteht sie aus 11 Mitgliedern.
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Verkündiger und Pioniere. Das sind Mitglieder beiderlei Geschlechts und allen
Alters, die von Tür zu Tür gehen und versuchen, die Öffentlichkeit zu
bekehren. Hingegebene Vollzeitprediger heißen Allgemeine Pioniere.
Sie verpflichten sich, 840 Stunden pro Jahr zu predigen. Hilfspioniere sind
50 Stunden pro Monat für einen oder mehrere aufeinander folgende Monate
tätig. Sonderpioniere werden aus den Allgemeinen Pionieren
ausgewählt und werden überall dorthin geschickt, wo die Not am größten ist.
Verkündiger gehen
typischerweise
einmal pro Woche von Tür zu Tür, oft an Samstagen. Wenn Verkündiger in
sechs aufeinander folgenden Monaten keine Zeit berichten, werden sie als
untätig betrachtet und erhalten „Hirtenbesuche“, um sie zu ermuntern,
wieder im Dienst tätig zu werden.
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Versammlungen (Königreichssäle genannt): Ernannte
Mitglieder, die Aufseher oder Ältesten, haben jeder eine
besondere Rolle. So leitet z.B. der vorsitzführende Aufseher die
Ältestentreffen. Der Dienstaufseher handhabt den Dienst betreffende
Dinge innerhalb der Versammlung. Dienstamtgehilfen handhaben
verwaltungsmäßige Dinge und unterstützen die Ältesten.
(Königreichssäle genannt): Ernannte
Mitglieder, die Aufseher oder Ältesten, haben jeder eine
besondere Rolle. So leitet z.B. der vorsitzführende Aufseher die
Ältestentreffen. Der Dienstaufseher handhabt den Dienst betreffende
Dinge innerhalb der Versammlung. Dienstamtgehilfen handhaben
verwaltungsmäßige Dinge und unterstützen die Ältesten.
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Kreise sind Gruppen von etwa 20 Versammlungen, denen der
Kreisaufseher dient. Der KA besucht regelmäßig jede Versammlung
zweimal im Jahr für jeweils eine Woche. Kreise organisieren auch
Zweitageskongresse, die zweimal im Jahr abgehalten werden, für ihre
Versammlungen.
sind Gruppen von etwa 20 Versammlungen, denen der
Kreisaufseher dient. Der KA besucht regelmäßig jede Versammlung
zweimal im Jahr für jeweils eine Woche. Kreise organisieren auch
Zweitageskongresse, die zweimal im Jahr abgehalten werden, für ihre
Versammlungen.
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Bezirke bestehen aus vielen Kreisen; in den Vereinigten
Staaten gibt es 22 Bezirke. Der Bezirksaufseher (BA) leitet die Bezirkskongresse,
die einmal im Jahr abgehalten werden. Er besucht auch die Kreiskongresse.
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Eine Anzahl von Bezirken bilden einen
Zweig.
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Eine Anzahl von Zweigen bilden eine Zone.
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Die Weltzentrale ist in
Brooklyn, New York.
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Bluttransfusion:
Sie lehnen Bluttransfusionen ab und lassen nicht zu, dass sie ihren Kindern gegeben
werden. Sie begründen das mit vier Abschnitten aus der Bibel, die das
Zusichnehmen von Blut verbieten:
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1. Mose 9:4
„Aber Fleisch mit ... Blut ... sollst du nicht
essen.“
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3. Mose 17:12-14
„ ... Keine Seele von euch soll Blut essen
... wer immer Blut isst, soll abgeschnitten werden.“
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Apostelgeschichte 15:29
„dass
ihr euch vom Blut enthaltet.“
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Apostelgeschichte 21:25
„ ... von den Heiden ... enthalten sich von
Dingen, die Götzen geopfert wurden, und vom Blut.“"
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Die Wachtturm-Gesellschaft legt das
„Essen“ von Blut in allgemeinster Form aus, damit auch die „Transfusion von Vollblut,
roten Blutkörperchen und Plasma wie von weißen Blutkörperchen und
Blutplättchen“ erfasst ist. Praktisch alle anderen christlichen und jüdischen
Glaubensgruppen glauben, dass sich die Passagen auf Speisevorschriften
beziehen; d.h. auf das tatsächliche Essen von Fleisch, das Blut enthält.
Weil die Zeugen glauben, dass alles Blut,
das den Körper verlässt, vernichtet werden muss, billigen sie es nicht, wenn
jemand sein eigenes Blut für eine spätere Autotransfusion lagern lässt. 24
Kinderschutzdienste mischen sich oft in
die Rechte der Eltern ein und übernehmen die Sorge für kranke
Wachtturm-Kinder, deren Gesundheit oder Leben ohne Bluttransfusion auf dem
Spiel steht. Ein erwachsener Zeuge Jehovas, der willentlich eine
Bluttransfusion annimmt, wird so angesehen, dass er eine Sünde begangen hat
und sein ewiges Leben verwirkt haben mag. Viele Nichtwachtturmquellen
unterstellen, dass die Kirche lehre, alle, die eine Bluttransfusion erhielten
(auch gegen ihren Willen oder in einem Alter oder einer Situation, wo sie
keine Zustimmung erteilen können), würden das ewige Leben verlieren. Das ist
ein Irrtum.
Im Februar 1997 schätzte die American
Medical Association, dass dieser Glaube „dazu geführt hat, dass
Tausende unnötig ihr Leben verloren.“1 Die
Wachtturm-Zeitschrift Erwachet! zeigte einmal Bilder von
Zeugen-Jehovas-Kindern, die das Verbot der Kirche von Bluttransfusionen
befolgten und starben. 2 Es ist natürlich nicht
bekannt, wie viele auch mit einer Transfusion gestorben wären. Ein besonders trauriger
Fall ereignete sich in Großbritannien, als eine Frau nach der Geburt ihres
zweiten Kindes verblutete. 17
Ein ungewöhnlicher Gerichtsfall mit einer
Zeugin und einer Bluttransfusion ereignete sich in Pomona, Kalifornien. Keith
Cook, ein betrunkener Autofahrer, hatte seinen Pickup in ein stehendes Auto
gerammt und es in eine 55-Jährige Frau, Jadine Russell, geschoben. Sie stand
am Straßenrand. Sie war eine Zeugin Jehovas, verweigerte eine Bluttransfusion
und starb im Krankenhaus. Cook wurde nicht der ursprünglichen Anklage wegen
Mordes für schuldig befunden, sondern wegen Totschlags. Die Staatsanwälte
sagten, Cook sei für den Tod verantwortlich, weil er die Verletzungen
verursacht habe. Seine Anwälte argumentierten, die unmittelbare Ursache für
Russells Tod sei ihre Verweigerung einer Bluttransfusion. 18
Innerhalb der Ärztegemeinde scheint eine
bedeutsame Bewegung Bluttransfusionen während Operationen zu minimieren oder
wegzulassen. 20,21,22 Die Gruppe Gemeinschaft
der Zeugen Jehovas zur Reform in der Blutfrage bezeichnet sich selbst
als „verschiedenartige Gruppe von Zeugen aus vielen Ländern, darunter
Älteste und andere Vertreter der Organisation, Mitgliedern von
Krankenhausverbindungskomitees, Ärzten und Angehörigen der allgemeinen
Öffentlichkeit, die freiwillig Zeit und Energie einbringen, um die tragische
und irregeleitete Politik zum Ende zu bringen, die Tausende von Menschenleben
gefordert hat, darunter viele Kinder, und für eine Änderung in der
Wachtturm-Gesellschaft zum Thema Bluttransfusion eintritt.“ 23
Organtransplantationen:
1967 wurde gesagt, Organtransplantationen seien eine Form des Kannibalismus
und daher zu meiden. 12 1980 wurde diese
Entscheidung revidiert, und Transplantationen waren jetzt eine Sache des
eigenen Gewissens. 13 Leider sind zwischen 1967
und 1980 einige Zeugen Jehovas gestorben, weil sie eine mögliche
Transplantation ablehnten.
Knochenmarktransplantationen:
1963 wurde es so angesehen, dass jeder Blutbestandteil ein Nahrungsmittel war
und nicht bei der medizinischen Behandlung
benutzt werden durfte. 15 1978 wurde diese
Entscheidung für bestimmte Blutbestandteile, die bei der Behandlung von
Blutern Verwendung finden, revidiert. 16 1984
wurde erklärt, ob jemand sich eine Knochenmarktransplantationen
geben lasse sei Sache seines eigenen Gewissens. 14
Viele Glaubenslehren der Zeugen Jehovas
(z.B. die Unfehrbarkeit
der Bibel, die Jungfrauengeburt,
dass Jesus sein Leben als Opfer für frühere und noch nciht geborene Menschen
gab, Ablehnung der Scheidung, Homosexualität,
vorehelicher Sex und Abtreibung,
die Macht Satans usw) sind ähnlich denen von fundamentalistischen Christen.
Ausnahmen sind:
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Sie glauben nicht an die
Dreieinigkeit. Statt dessen folgen sie einem strengen Monotheismus, bei
dem:
- Jehova das höchste Wesen ist,
- Jesus der Sohn Gottes ist, eine Schöpfung.
Christus habe ursprünglich in seinem vormenschlichen Stand als
Erzengel Michael gelebt. Später habe er Menschengestalt, wie jeder
andere, angenommen, außer dass er bei der Geburt ohne Sünde war und es
später blieb. Nach der Kreuzigung starb Christus und wurde als
unsichtbares, nichtmaterielles, herrliches Geistgeschöpf auferweckt.
- Der heilige Geist ist kein eigenständiges
Wesen, sondern nur die Methode, wie Gott mit der Welt handelt.
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Das himmlische Königreich
wirkte 1914 mit der unsichtbaren Inthronisierung Christi als König. Es wird
gegenwärtig gehalten von einer kleinen Herde oder Gesalbtenklasse
von etwa 135.400 Personen. Alle wurden nach Jesu Himmelfahrt zu
Pfingsten (33 u.Z.) und während der nachfolgenden Jahrhunderte erwählt. Die
Erwählung der vollständigen Gruppe von 144.000 war 1935 abgeschlossen. Etwa
8.600 leben immer noch auf der Erde. Sie werden die Ewigkeit mit Gott und
Christus als Geistwesen verbringen. Die letztgenannte Zahl nimmt hin und
wieder leicht zu, wenn gesalbte, aber untreue Glieder ersetzt werden.
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Sie lehnen das traditionelle Zeichen
der Christenheit, das Kreuz, ab, weil es heidnischen Ursprungs sei Sie
übersetzen das griechische Wort „stauros“ aus den Christlichen
Schriften mit „Marterpfahl“ und glauben, dass Jesus an einem aufrecht
stehenden Pfahl ohne Querbalken gekreuzigt wurde.
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Christi zweites Kommen war keine
körperliche Rückkehr zur Erde. Es war ein unsichtbares Ereignis im Jahre
1914, wo Satan und Christus in einer himmlischen Schlacht gegeneinander
kämpften. Danach begann Christus im himmlischen Königreich als König der
Könige zu herrschen. Satan wurde auf die Erde hinuntergeworfen. Der Erste
Weltkrieg war ein sichtbares Zeichen, dass Satan auf der Erde war, und der
Anfang der Wehen, die die „letzten Tage dieses Systems der Dinge“ begleiten
würden.
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In sehr naher Zukunft wird die
Schlacht von Harmagedon beginnen. Jesus wird unter Jehovas
göttlichem Zorn Rache an der übrigen Christenheit und den Anhängern anderer
Religionen üben. Die Wachtturm-Gesellschaft bezeichnet andere Religionen
als Babylon die Große, das Weltreich der falschen Religion
(Offenbarung 17). Nach viel Leid, der Auslöschung sehr vieler Menschen und
vielen Unruhen wird die Welt gereinigt. Gottes Königreich, eine
Theokratie, wird für 1000 Jahre auf der Erde errichtet. Das nennt man das Millennium
oder das Neue System der Dinge. Die „anderen Schafe“ (die
Harmagedon-Überlebenden) werden in einem neu geschaffenen Utopia in Frieden
leben. Ihnen werden sich Tote, die auferweckt wurden, weil sie dessen
würdig waren, anschließen.
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Nach den 1000 Jahren des Königreiches
Gottes werden Satan und seine Dämonen für eine kurze Zeit losgelassen. Sie und
die Menschen, die sich ihnen anschließen, werden vernichtet.
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Menschen, die vor Harmagedon sterben,
hören auf zu existieren. Sie verscheiden, und ihr Körper zerfällt und kehrt
zum Staub zurück. Zur Zeit der Auferstehung wird Gott für jeden Gläubigen
einen neuen Leib schaffen. Er wird ihrer früheren Hülle ähnlich sein, aber
ohne die Unvollkommenheiten. Sie werden mit ihrer ursprünglichen
Persönlichkeit und ihren Erinnerungen das Leben wieder aufnehmen.
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Sie leugnen vollständig die
traditionelle christliche Ansicht von einer Hölle. Satan soll die
Vorstellung von einem Höllenfeuer geschaffen haben, um die Menschen gegen
Gott zu wenden. Sie glauben, die Hölle sei das „allgemeine Grab der
Menschheit“, wohin die Menschen gehen, wenn sie sterben. Diese haben
dort kein Bewusstsein. Ungläubige hören beim Tod einfach auf zu existieren.
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Die Erlösung erfordert, dass man
Lehren akzeptieren muss, wie sie von der leitenden Körperschaft aus der
Bibel ausgelegt werden, dass man als Zeuge Jehovas getauft sein muss und
dem Programm von Werken folgen muss, wie es von der leitenden
Körperschaft zurechtgelegt wurde. (Evangelikale Christen leugnen die
Notwendigkeit von Werken, die das dritte Erfordernis impliziert).
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Sie erkennen nur einen Feiertag an:
das Gedächtnismahl zu Jesu Tod zur Zeit des Passah. Obwohl sie
berechnen, dass Jesus am 2. Oktober geboren wurde, wird dieses Datum nicht
gefeiert. Mitglieder, die dabei ertappt werden, wie sie „weltliche“ oder
„heidnische“ Feiertage begehen (wie Weihnachten, Erntedankfest,
Unabhängigkeitstag, Kanadatag, Halloween, usw.), können ausgeschlossen
(exkommuniziert) werden.
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Sie haben keinen Sabbat; sie
betrachten alle Tage als heilig. Sie haben fünf Zusammenkünfte in der
Woche:
- Öffentliche Ansprache gewöhnlich jeden Sonntag, wenn ein Ältester
(oder selten ein Dienstamtgehilfe) eine Ansprache über ein bestimmtes
Thema hält
- Wachtturm-Studium gewöhnlich nach der öffentlichen Ansprache;
es ist eine Lektion auf der Grundlage eines Studienartikels im
aktuellen Wachtturm
- Theokratische Dienstschule gewöhnlich am Abend eines Wochentages.
Redner üben sich im Halten von Ansprachen oder beim Zeugnisgeben
- Dienstversammlung gewöhnlich nach der theokratischen
Dienstschule. Sie beinhaltet eine Schulung in verschiedenen
Diensttätigkeiten. Hin und wieder sprechen Älteste bestimmte Punkte im
Interesse der Versammlung an
- Buchstudium irgendwann während der Woche. Es wird
gründlich ein Abschnitt aus einer Wachtturm-Veröffentlichung studiert.
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Es gibt eine Menge an Fehlinformation
über die Beschränkung des Zugangs zur Bibel durch die
Wachtturm-Gesellschaft. In Wirklichkeit steht es den Mitgliedern frei,
Bibelübersetzungen, Kommentare, Wörterbücher usw. zu benutzen, die von
Nichtwachtturmverlagen herausgegeben werden. Sie werden dazu ermuntert, die
Bibel zu lesen. Jedem Zeugen wird zum Ziel gesetzt, die ganze Bibel in
einem Jahr zu lesen. Sie ermutigen zum Studium der Bibel durch die
Benutzung von Wachtturm-Publikationen als Leitfaden.
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Sie befolgen nur zwei Sakramente:
- Die Taufe: Sie geschieht durch völliges
Untertauchen eines Erwachsenen, nachdem er zum Glauben bekehrt wurde.
- Das Abendmahl: Es geschieht einmal im Jahr
am Gedächtnistag des Todes des Herrn. Nur annähernd 8600 Zeugen Jehovas,
die zu den 144.000 Gesalbten gehören, nehmen tatsächlich am Mahl teil;
die allgemeine Mitgliederschar (früher als Jonadab-Klasse und
heute als große Volksmenge bezeichnet) ist nur als Beobachter
anwesend.
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Sie sehen die Welt als unter der
Kontrolle Satans stehend an. Aus diesem Grund bewerben sie sich nicht für
öffentliche Ämter, grüßen die Fahne nicht, schließen sich nicht den
bewaffneten Streitkräften an und gehen auch nicht wählen.
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Sie sind ganz und gar Nichtrassisten.
Doch in manchen Orten ist man dieser Politik anscheinend nicht gefolgt. 19
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Wie viele konservative
Glaubensgruppen geben sie den Frauen nicht die gleichen Chancen für
Führungsämter. Macht und Autorität in der Familie und der Wachtturm-Gesellschaft
sind nur für Männer reserviert.
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Bewegt durch den Wunsch nach
Selbsterhaltung, sind sie dem Grundsatz der Religionsfreiheit treu und
haben Dutzende von Fällen religiöser Diskriminierung und Verfolgung bis vor
den Supreme Court der USA und durch die Gerichtssysteme in anderen Ländern
gebracht.
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Zur Disziplinierung der Mitglieder
wird eine Vielzahl von Methoden angewandt. Mitglieder können während einer
Zusammenkunft mit den Ältesten privat zurechtgewiesen werden. Vielleicht
wird vor der Versammlung bekannt gegeben, dass jemand zurechtgewiesen wurde
und Reue gezeigt hat. Mitgliedern, die schwerer Verletzungen von
Wachtturm-Lehren und -Praktiken für schuldig befunden werden und die es
ablehnen, zu bereuen, wird die Gemeinschaft entzogen. Ihre
Mitgeschwister müssen ihnen dann ganz aus dem Weg gehen und dürfen keinen
Kontakt mit ihnen haben. Innerhalb einer Familie werden Ausgeschlossene
normal behandelt, außer dass man ihnen zu verstehen gibt, dass man ihre
Handlungsweise missbilligt. In ihrer Anwesenheit wird auch nicht über
kirchliche Dinge gesprochen. Das kann verheerende Auswirkungen auf Personen
haben, deren ganzes religiöses, familiäres und soziales Leben ihre
Grundlage in der [Wachtturm-]Gesellschaft hat. Hin und wieder hat das zu
Selbsttötungen geführt
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Gegen die Gesellschaft hat sich
wegen nur ihr eigener Glaubenssätze, ihrer schweren Kritik an anderen
Glaubensgruppen, ihrer Weigerung, Bluttransfusionen anzunehmen, ihrem Rückzug
aus Bürgerpflichten und ihrer beständigen, erfolglosen Bemühungen, das Datum
von Harmagedon vorauszusagen, viel Kritik gerichtet.
Einige Beispiele für Gegnerschaft sind:
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1913 wurde Russell kritisiert, weil
er Wunderweizen zu überhöhtem Preis verkaufte. Als er mit seinem Saatgut in
einer örtlichen Zeitung lächerlich gemacht wurde, verklagte er die Zeitung und verlor. Zeugen der
Regierung sagten aus, der Weizen sei von minderwertiger Qualität gewesen.
Er zog keinen persönlichen Profit aus den Verkäufen; der Gewinn belief sich
auf 1800 Dollar. Entgegen den Aussagen von Wachtturm-Verleumdern gibt es
keinen Beweis, dass Russell einen Betrug plante. Er schien zu glauben, dass
der Weizen wunderbarer als in Wirklichkeit war.
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Rev. J.J. Ross aus Hamilton, Ontario,
schrieb ein Pamphlet, in dem er Russells Moralvorstellungen und seine
Fähigkeit für den Dienst brandmarkte. Er zitierte falsch aus
Gerichtsprotokollen. Zum Beispiel sagte er, dass Russell behauptet habe, er
könne Griechisch; in Wirklichkeit hatte Russell nur gesagt, er kenne das
griechische Alphabet.
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Die Wachtturm-Übersetzung der Bibel
ist stark kritisiert worden, weil die Bedeutung vieler Schlüsselstellen
durch Einsetzen von Worten wie andere und ein an Stellen, wo
sie die Bedeutung des Verses umkehren, geändert wird. Einige haben
behauptet, das Übersetzungskomitee der Wachtturm-Gesellschaft habe fast
keine Legitimationen gehabt; alle außer einem seien offensichtlich in
Bibelgriechisch und Bibelhebräisch ungeschult gewesen.
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Sie haben den Beginn von Harmagedon für
1914, 1918, 1920, 1925 und 1941 vorhergesagt. Keine dieser Prophezeiungen
hat sich bewahrheitet. Jede fehlgeschlagene Schätzung bewirkte, dass einige
desillusionierte Mitglieder die Organisation verließen.
Die Wachtturm-Gesellschaft
berichtete, dass 1975 der sechstausendste Jahrestag der Erschaffung Adams
im Garten Eden im Jahre 4026 v.u.Z. sei. Das veranlasste einen Großteil der
Wachtturm-Mitglieder, anzunehmen, das Jahr 1975 sei ein wahrscheinlicher
Zeitpunkt für Harmagedon. Die Wachtturm-Gesellschaft scheint wenig
unternommen zu haben, um diese Erwartung zu unterdrücken. Auch dieses Jahr
verging ereignislos.
Einige Mitglieder legten Psalms 90:10
ohne offizielle Wachtturm-Sanktion so aus, als werde die Länge einer
Generation mit 80 Jahren angegeben. Das Jahr 1914 plus 80 Jahre ergibt
1994und so sagten sie voraus, Harmagedon werde etwas um dieses Jahr kommen.
Auch diese Prophezeiung traf, wie so viele auch von
anderen Glaubensgruppen, nicht ein.
Einige Zeugen Jehovas glauben jetzt, das
Ende werde genau 6.000 Jahre nach der Erschaffung Evas kommen. Für dieses
Ereignis kann man kein Datum festlegen, weil die Zeit zwischen der
Erschaffung der Welt und der Erschaffung von Eva unbekannt ist.
Bis vor kurzem lehrte die
Wachtturm-Gesellschaft, Harmagedon werde bald kommen, ehe die letzte
Generation von Zeugen Jehovas, die etwa um die Zeit der Inthronisierung
Christi im Jahre 1914 geboren sei, wegsterbe. Diese Vorstellung von der Generation
von 1914 ist kürzlich aufgegeben worden, wie es in der Ausgabe des Wachtturms
vom 1. November 1995 dargelegt ist. Diese Änderung entfernt präzise Daten
wirkungsvoll aus den prophetischen Vorhersagen der Wachtturm-Gesellschaft.
Sie erwartet das Ende aber immer
noch in naher Zukunft. Aber heute gilt: Sie berechnet keinen Zeitpunkt mehr
dafür.
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Anfang 1997:
Die Wachtturm-Gesellschaft in Norwegen hat bei der Polizei im
Interesse der Watchtower Bible and Tract Society of New York Klage
gegen die Ex-Zeugen Kent Steinhaug und Jan Haugland aus Norwegen eingereicht.
Die Beklagten sollen Kopien des vertraulichen „Ältestenhandbuchs“ namens „Gebt
acht auf euch selbst und auf die ganze Herde“ ins Internet gesetzt haben.
Das Dokument wurde ursprünglich 1977 geschrieben, vor ganz kurzem
aktualisiert und mit einem Copyright von 1991 versehen. Normalerweise wird es
nur an Älteste in gutem Ansehen ausgeliehen. Wenn ein Ältester sein Amt in
der Organisation verliert, muss er das Buch wieder zurückgeben. Seit dem 30.
Juni 1997 ist der Text des Handbuchs verfügbar unter:
Die Polizei ließ die Klage später fallen.
Mitte 1998:
Im Juli 1998 unternahm die Wachtturm-Gesellschaft Schritte gegen A Common
Bond, eine internationale Selbsthilfegruppe für Exzeugen, die schwul, lesbisch,
bisexuell oder transsexuell sind. Sie haben eine Website, GeoCities ist der
Provider. Ein Anwalt der Zeugen beklagte gegenüber
GeoCities, die Website
verletze das Copyright, weil sie ein Foto aus der Wachtturm-Publikation Der
Wachtturm zeige. Das Bild zeigte eine Anzahl gleichgeschlechtlicher
Paare, die sich umarmten. Die logischste Reaktion wäre gewesen, wenn
GeoCities die Bilddateien einfach aus dem Wachtturm-Verzeichnis gelöscht
hätte. Statt dessen wurde fast sofort die gesamte Website geschlossen. Sie
wurde vier Tage später ohne das Foto wiederhergestellt. Webmaster Jim Moon
bemerkte: „Schwule und Lesben, die von den Zeugen Jehovas rausgeworfen wurden, haben ein
besonderes Bedürfnis nach jeder seelischen und geistlichen Unterstützung die
sie erhalten können. Wenn Zeugen Jehovas nicht völlig mit den Lehren der
Sekte und ihren Praktiken übereinstimmen, darunter ein strenges Verbot, auch
nur schwul zu sein, wird ihnen die Gemeinschaft entzogen, eine strenge
Bestrafung. Es läuft auf eine völlige Ächtung hinaus.“
Die offizielle Politik der
Wachtturm-Gesellschaft gegenüber Schwulen und Lesben ist, sie weiterhin
Mitglied sein zu lassen, wenn sie sexuell untätig bleiben. Das bedeutet, dass
sie zölibatär leben müssen. Und weil Jesus sagte, wer jemand anderen begehre,
habe schon Ehebruch in seinem Herzen begangen, müssen Schwule oder Lesben
versuchen, ihren Wunsch, ihr Verlangen, ihre Anziehungskraft, Liebe, sexuelle
Phantasien usw. gegenüber anderen unterdrücken. Homosexuelle Zeugen müssen
sowohl von sexuellen Handlungen wie auch sexuellen Gedanken Abstand nehmen.
Man kann zwar beschließen, zölibatär zu leben, aber es ist ganz unmöglich,
die eigenen Gefühle völlig zu kontrollieren oder auszuschalten. Die Politik
der Zeugen erlegt schwulen oder lesbischen Mitgliedern, die entsprechend den
Gruppenerwartungen zu leben versuchen, eine immense seelische Last auf.
Wie in allen großen Organisationen müssen
jüngere Vertreter die offizielle Politik anwenden. Einige betrachten sogar
zölibatäre Schwule und Lesben als einer Mitgliedschaft unwürdig.
Die Zeugen Jehovas werden von der
französischen Regierung wirtschaftlich
angegriffen.
1. Artikel im JAMA
(The Journal of the American Medical Association), 5. Febr. 1997, Band 277, Nr.5, Seite 425.
2. Erwachet!, 22. Mai 1994.
3. J. Gordon Melton, „Current & Anti-Mormon
Activities in Europe“ eine Darstellung, vorgetragen beim Sunstone
Symposium West, Irvine, Kalifornien, am 30. März 1996.
4. Unser Königreichsdienst, ein monatlich erscheinende interne Wachtturm-Veröffentlichung.
5. Raymond Franz, „Der Gewissenskonflikt“, Claudius,
München [Raymond Franz ist ein ehemaliges Mitglied der leitenden
Körperschaft].
6. Raymond Franz, „Auf der Suche nach christlicher
Freiheit“, als CD-ROM (1997).
7. G.A. Mather & L.A. Nichols, „Dictionary of Cults, Sects,
Religions and the Occult“, Zondervan, Grand Rapids, (1993), Seiten
147-160.
8.
M.James Penton, Apocalypse Delayed, University of Toronto
Press, Toronto, Ontario, (1985).
9. Die folgenden beiden Bücher enthalten einen
Reichtum an Informationen, aber auch viele Ungenauigkeiten:
|
W.A.
Martin, „The Kingdom of the Cults“, Bethany House, Minneapolis,
(1985)
|
|
R. Larson, „Larson's New Book of
Cults“, Tyndale House, Wheaton IL, (1989), Das wahrscheinlich am
wenigsten genaue Buch über kleine Religionsgemeinschaften.
|
10. Artikel
über den Krieg, Zion's Watch Tower, 1. Jan. 1896, Seite 5.
11. C. S. Braden, “These
Also Believe” .
12. Artikel über Organtransplantationen, Watchtower,
15. Nov. 1967.
13. Späterer Artikel über Organtransplantationen, Watchtower,
15. März 1980.
14. Artikel über Knochenmarktransplatationen, Watchtower,
15. Mai 1984.
15. Artikel über Blutbestandteile, Watchtower,
15. Febr. 1963.
16. Artikel über Blutbestandteile für Bluter, Watchtower,
15. Juni
1978.
17. Michael Smith, “Jehovah's
Witness Bleeds To Death After Giving Birth”, The Daily Telegraph (London,
UK), 5. Febr. 1993. Siehe: http://www.rickross.com/reference/Art64.html
18. Aktuelle Zusammenfassung der
Redakteure von Religion
Today, 21. Dez. 1998. Siehe: http://www.religiontoday.com/Archive/NewsSummary/view.cgi?file=19981221.brf.html
19. „African American Issues“ beschreibt aus der Sicht der Schwarzen die
Wachtturm-Haltung zu Rassen. Siehe: http://www.freeminds.org/african/african.htm
20. “No Blood: The
Bloodless Medicine & Surgery Network” befürwortet Alternativen
zu Bluttransfusionen. Siehe: http://www.noblood.com/
21. D.J. Doyle, “The
Bloodless Survey Web Page:Clinical strategies for avoiding and controlling
hemorrhage and anemia without blood transfusion,” in: http://doyle.ibme.utoronto.ca/noblood2.htm
22. A.L. Harris, et. al. “Anesthetic
challenges and considerations presented by the Jehovah's Witness patient,”
in: http://gasnet.med.yale.edu/gta/JehovahsWitness.html
23. Die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas zur Reform
in der Blutfrage befürwortet eine Änderung bei der Wachtturm-Gesellschaft
in Bezug auf Bluttransfusionen. Siehe: http://www.ajwrb.org/
24. “Jehovah's
Witnesses: Witness Position on Therapy,” in: http://www.watchtower.org/library/hb/jw_surgical_ethical.htm
25. “Statistics:
1999 report of Jehovah's Witnesses Worldwide,” in: http://www.watchtower.org/statistics/worldwide_report.htm
Es scheint relat iv wenige von
Zeugen Jehovas betriebene Webseiten zu geben. Die Wachttum-Gesellschaft hat
ihren Mitgliedern offenbar die Teilnahme am Internet verboten (siehe Unser
Königreichsdienst, September 1995).
Es gibt viele von Exzeugen oder
Nichtzeugen betriebene Webseiten. Einige sind humorvoll, andere kritisch, ein
paar direkt paranoid:
|
Watchtower Victims Memorial
ist eine Webseite, „gewidmet dem Andenken der
Zeugen Jehovas und ihrer minderjährigen Kinder, die aufgrund der von der
Wachtturm-Organisation erlassenen Vorschriften starben – die
Bluttransfusionen, Organ- und Hauttransplantationen (1967-1980) und
Impfungen verboten und und davon abrieten, zu Psychiatern und Psychologen
zu gehen – wie auch dem Andenken anderer, deren Tod durch Selbstmord,
Verlassensein usw. are der
Wachtturm-Gesellschaft zuzuschreiben ist.“
Siehe: http://www.abaweb.com/WATCHTOWERvictimsMEMORIAL/
|
|
Free
Minds, Inc in: http://www.freeminds.org/
|
|
The Watchtower Observer
ist eine sehr umfangreiche Seite (über 100
Mbytes), die sich kritisch mit den Zeugen Jehovas auseinandersetzt: http://watchtower.observer.org/
|
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Jesus-Witnesses
ist eine Mailingliste für Ex-Zeugen und andere Interessierte (Christen oder
Nichtchristen). Zu abonnieren bei: caesar@world.std.com
|
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Der
weltliche Webaufsatz: “Giving the Jehovah's Witnesses a Broadside”
ist in: http://www.infidels.org/library/modern/mark_vuletic/jehovahs_witness.html
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|
Joel Elliott hat eine eigene
Homepage, die Auszüge aus seiner Dissertation über die
Wachtturm-Gesellschaft enthält. Siehe: http://www.unc.edu/~elliott/#JWs
|
|
Bethel Antiquarian Books
ist ein Internet-Buchhandel, der auf alte und seltene
Wachtturm-Publikationen spezialisiert ist. Sie gibt einen Katalog und den
gelegentlichen Brief New Acquisitions heraus. Siehe: http://ourworld.compuserve.com/homepages/bethelbooks
|
|
Eine Selbsthilfegruppe für Exzeugen
in: http://www.support4xjws.org/
|
|
„Kathleen“ hat eine Website und eine
E-Mail-Liste, die Exzeugen ermuntern und unterstützen soll. Siehe: http://www.witness-outreach.org/encour.htm
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Copyright © 1996 to 2000 incl.
Verfasst
am: 29. Sept. 1996
Letzte
Aktualisierung: 1. Febr. 2000
Autor:
B.A. Robinson
Verfasst
am: 29. Sept. 1996
Letzte
Aktualisierung: 1. Febr. 2000
Autor:
B.A. Robinson
Verfasst
am: 29. Sept. 1996
Letzte
Aktualisierung: 1. Febr. 2000
Autor:
B.A. Robinson
Letzte
Aktualisierung: 1. Febr. 2000
Autor:
B.A. Robinson
Autor:
B.A. Robinson
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Wiedergabe mit Genehmigung des Copyright-Inhabers, Ontario Consultants
on Religious Tolerance, am 6. Juni 2000 demUSN Chaplain Corps gewährt.
http://www.religioustolerance.org/
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Übersetzung für Kids e.V. Leverkusen
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