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Geistig geächtet

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von S. Tubbs, Redakteurin

Was ihre Kinder und sechs Millionen Menschen auf der Erde betrifft, so ist Shirley Jackson so gut wie tot und ist es schon seit sieben Jahren. 

1995 haben die Zeugen Jehovas Jackson, Pflegedienstangestellte und Kindermädchen, die in St. Petersburg, Florida, lebt, "die Gemeinschaft entzogen", sie also exkommuniziert. Ein Gemeinschaftsentzug ist bei den Zeugen die schärfste Strafe, reserviert für Personen, die den religiösen Lehren nicht gehorchen und nicht bereuen.

Den Zeugen wird gesagt, sie sollen die Ausgeschlossenen, die, wenn Harmagedon kommt, mit Sicherheit sterben werden, sofort ächten. Die Zeugen müssen auf der Straße an ihnen vorbeigehen, ohne sie zu grüßen. Von Söhnen, Töchtern, Müttern und Vätern wird erwartet, den Kontakt mit ihren Verwandten abzubrechen, wovon es Ausnahmen nur bei familiären Dingen und in Notfällen gibt.

"Egal, was sie dir sagen, du wirst immer meine Tochter sein, und ich werde dich immer lieben", schrieb Jackson kürzlich in einem Brief an ihre Tochter, jedoch vergebens. Statt Familien zu stärken, sagt Jackson, reißen die Zeugen sie auseinander.

Der Gemeinschaftsentzug ist bei Außenstehenden, die die Zeugen nur als Leute kennen, die am Samstagmorgen Zeitschriften verteilen, wenig bekannt. Doch ein Skandal in der Religionsgemeinschaft hat die Tür zu ihren Kernglaubenssätzen und ihrem Wirken geöffnet.

In den vergangenen Monaten wurden wenigstens drei Zeugen ausgeschlossen, nachdem sie in "Dateline NBC" über die Art und Weise sprachen, wie Kirchenführer mutmaßlichen Kindesmissbrauch behandeln. Die Aktion machte landesweit Schlagzeilen und spornte ehemalige Zeugen weltweit dazu an, sich mit ihren Geschichten zu melden.

Jehovas Zeugen glauben, ein Gemeinschaftsentzug sei ein Akt der Liebe und ziele darauf ab, Sünder anzuspornen, ihre Handlungsweise zu ändern, so dass sie schließlich den Antrag stellen können, wieder in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen zu werden.

Die Sanktion gründet sich auf 1. Korinther 5, eine Stelle, die den Zeugen gebietet, "den bösen Menschen aus eurer Mitte zu entfernen", und ist notwendig, sagt J. R. Brown, Sprecher der Zeugen in Amerika, die "moralische Lauterkeit und Reinheit" der Religionsgemeinschaft in einer verderbten Welt zu bewahren, die bald von Jehova Gott vernichtet werde.

Älteste der Zeugen Jehovas - alle sind Männer - sind das Gegenstück zu Geistlichen in anderen Religionen. Obwohl sie keine Bezahlung erhalten, übernehmen sie Verantwortungen wie das Lehren in Bibelstunden und das Weitergeben der Vorschriften der Religionsgemeinschaft. Sie untersuchen auch Zeugen, die beschuldigt werden, Sünden gegen andere Zeugen begangen zu haben. In einigen dieser Fälle wird nicht die Polizei gerufen.

Zu den Hauptaufgaben der Ältesten gehört der Dienst in kleinen Rechtskomitees, die Geständnisse hören und entscheiden, ob ein Vergehen einen Gemeinschaftsentzug erfordert.

Exkommunikationen werden in der Versammlung bekannt gegeben, aber die Ältesten sagen nicht, warum jemand hinausgeworfen wurde. Die Zeugen können nur aus einer langen Liste von Vergehen raten, die vom Rauchen von Zigaretten bis zum Totschlag reicht. Homosexualität, Hurerei, Trunkenheit, Verleumdung, Betrug, Glücksspiele, Abtrünnigkeit, Wutanfälle, Gewalt und Ehebruch sind weitere.

Mit der Bekanntgabe der Exkommunikation müssen die Mitglieder diese Person ächten. Wenn sie das nicht tun, riskieren auch sie einen Gemeinschaftsentzug. Die Furcht vor einem Gemeinschaftsentzug ist für viele Zeugen packend. Weil sie glauben, dass nur die Zeugen vor dem Tod gerettet werden, haben viele keinen Umgang mit Nichtzeugen. 

Ein Gemeinschaftsentzug bedeutet den Verlust des Freundeskreises, ganz zu schweigen von Familienangehörigen, die im Glauben bleiben.

Älteste entziehen pro Jahr 50.000 bis 60.000 Zeugen auf der ganzen Welt die Gemeinschaft, sagt Brown.

"Was uns betrifft, so kommt das nicht selten vor", sagte er. 

Jackson, 54, war fast 20 Jahre eine Zeugin gewesen, als ihr Zweifel kamen.

1993, sagt sie, habe ihr Mann seine Sachen zusammengepackt und sie verlassen, als sie und ihre Kinder schliefen. Sie sagt, er sei gewalttätig gewesen und sie habe beschlossen, sich von ihm scheiden zu lassen. Aber Zeugen erzählten ihr, die einzige biblische Rechtfertigung für eine Scheidung sei Ehebruch, den sie ihm nicht nachweisen konnte.

Jackson stand bei den Zeugen auch deshalb auf schwankendem Grund, weil sie enge Freundinnen hatte, die nicht der Glaubensgemeinschaft angehörten, so ihre Worte. In Interviews sagen Jackson und mehrere andere, die Zeugen dürften keinen Umgang mit Nichtzeugen haben, es sei denn, sie versuchten, sie zu bekehren.

Brown, der Sprecher der Zeugen, sagt, das stimme nicht, obwohl unterschiedliche Interessen solche Beziehungen manchmal schwierig machen.

Nachdem ihr Mann sie verlassen hatte, ging Jackson weiterhin fünf Mal pro Woche in den Königreichssaal und verbrachte jeden Monat 10 Stunden im Dienst von Tür zu Tür, aber sie empfand sich nicht als sehr geistig gesinnt. Eines Tages, während sie von Tür zu Tür ging, erwähnte Jackson gegenüber einer anderen Zeugin: "Wenn ich in einen Königreichssaal gehe, habe ich nicht das Gefühl, als sei Gott dort gegenwärtig."

Sie wurde Mitte der 1990er Jahre noch mehr ernüchtert, als Älteste nach ihren Worten ihren Verdacht abtaten, ein Mitzeuge missbrauche seine 8-Jähige Tochter sexuell. Niemand rief die Polizei.

Aber die Justizbehörden befassten sich schließlich mit der Sache, und das Mädchen wurde in einer Wohnung voller Müll angetroffen. Es hatte ein Ketchupsandwich gegessen, um den Hunger zu stillen, sagt Jackson. Einige Monate später wurde Kenneth Donald Weaver verhaftet und 1995 wegen sexueller Handlungen an einem Kind unter öffentliche Aufsicht gestellt. Weaver, der ein ausgedehntes Vorstrafenregister hat, sitzt jetzt im Gefängnis.

Jackson wankte im Glauben und beschloss, den jährlichen Kongress der Zeugen nicht zu besuchen. 

Ihre Tochter war verärgert und meldete es den Ältesten. Sie kamen auf einen Besuch in ihre Wohnung. Sie hatten Anschuldigungen gegen sie, sagt Jackson:. Sie hatten Anschuldigungen gegen sie, sagt Jackson: 

Eine Beschuldigung war, sie habe in Bezug auf Kindesmissbrauch "ihre Stimme gegen einen Bruder erhoben", sagt sie. Man habe ihr gesagt, sie dürfe keinen Umgang mehr mit ihren Freundinnen, die keine Zeugen sind, haben. Und irgend jemand hatte ihnen erzählt, was sie über ihre Empfindung gesagt hatte, Gott sei nicht im Königreichssaal gegenwärtig.

Die Ältesten sagten ihr, sie habe 24 Stunden Zeit, sich zu ändern, sagt Jackson. Sie weigerte sich und wurde ausgeschlossen, ihr Name wurde vor der Versammlung bekannt gegeben. Sie war nicht anwesend. 

Damals war ihre Tochter 17 Jahre alt. Sie zog aus, zu einer anderen Zeugin, hat seither nicht mit Jackson gesprochen und ist nun verheiratet und lebt in Alabama.

Zwei der drei Söhne von Jackson sind ebenfalls Zeugen und sprechen nicht mit ihr, sagt sie.

Wie bei der katholischen Kirche haben Fälle von Kindesmissbrauch das innere Wirken der Zeugen Jehovas sichtbar werden lassen. Ein Fall in Kentucky veranlasste den früheren Ältesten William Bowen, zu beginnen, Fragen zu stellen.

Im Mittelpunkt der Fälle steht die Regel mit den zwei Zeugen. Die Zeugen halten sich streng an ihre Bibel, die Neue-Welt-Übersetzung. Die Übersetzung wird herausgegeben von der Watch Tower Bible and Tract Society, der gemeinnützigen Organisation in Brooklyn, New York, die als Zentrale und Aufsicht für die Zeugen tätig ist.

5. Mose 19:15: "Kein einzelner Zeuge sollte sich gegen einen Mann hinsichtlich irgendeines Vergehens oder irgendeiner Sünde erheben, im Falle irgendeiner Sünde, die er begehen mag. Auf die Aussage zweier Zeugen oder auf die Aussage dreier Zeugen sollte die Sache feststehen."

Soweit es die Wachtturm-Gesellschaft betrifft, bedeutet das, dass Zeugen nichts gegen jemanden unternehmen können, wenn nicht mindestens zwei Personen die Tat bestätigen können.

Diesen Maßstab kann man in Fällen von Kindesmisshandlung nur schwer einhalten, wo oft nur das Opfer und der Täter zusammen sind.

Vor etwa zwei Jahren begann Bowen zu argwöhnen, dass ein Mitältester in seiner Versammlung nahe Paducah seine Tochter missbrauchte. Als Bowen Akten der Zeugen durchsah, fand er, dass der Älteste zuvor schon einmal angeklagt war, jemand anderen sexuell belästigt zu haben. Bowen sagt, er habe weitere Beweise erhalten, das die Tochter vielleicht auch belästigt wurde.

Er hielt sich an die Vorschriften der Zeugen und rief die Rechtsabteilung der Wachtturm-Gesellschaft in Brooklyn wegen Rates an. Die Abteilung ist mit Anwälten besetzt, die Zeugen Jehovas sind.

Als Bowen die Situation beschrieb, hat man ihm nach seinen Worten gesagt, man könne da nichts tun - der Mann habe die Tat abgestritten, und so habe es nicht genug Augenzeugen gegeben. Er solle die Sache "in Jehovas Hand belassen".

Andere ehemalige Zeugen im ganzen Land, die als Älteste dienten, haben seitdem über ähnliche Erfahrungen berichtet.

Angewidert trat Bowen als Ältester zurück und gründete eine gemeinnützige Organisation und eine Website für Zeugen, die Opfer sexueller Belästigung waren.

Tausende loggten sich in seine "Silentlambs"-Seite ein, sagt er. Viele erzählten Geschichten, wo Älteste nicht geglaubt hatten, dass ein Missbrauch stattfand.

Bowen, 45, ging mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit. Er und mehrere weitere Zeugen wirkten in "Dateline NBC" mit. Eine Frau, Barbara Anderson, hatte in der Forschungsabteilung der Wachtturm-Gesellschaft gearbeitet und machte sich Sorgen, weil die Organisation Missbrauchsfällen nicht nachging.

Bowen machte geltend, Tippgeber hätten ihm erzählt, die Organisation führe eine Datenbank mit den Namen von 23.000 des Missbrauchs Beschuldigten.

Brown, der Sprecher der Zeugen, wollte nicht über einzelne Fälle sprechen, machte sich aber über Beschuldigungen lustig, die Zeugen schützten Kinderschänder. Ja, die Zeugen würden an die Regel mit den zwei Augenzeugen glauben, sagt er, aber das sei nicht der einzige Weg, einen Täter zu erwischen.

"Man kann nicht sagen, wir würden nichts unternehmen, wenn es keine zwei Zeugen gibt", sagt Brown. Nach seinen Worten müssen die Zeugen nicht zuerst zu den Ältesten gehen, ehe sie die weltlichen Behörden rufen. Den Opfern und ihren Angehörigen stehe es frei, nach Belieben die Polizei zu rufen, sagt er, obwohl einige das nicht tun. 

Die Untersuchungen der Ältesten gingen Hand in Hand mit dem, was Zeugen manchmal das "Gesetz des Cäsars" nennen, sagt Brown. "Wir befassen uns nicht mit Kriminalität wie dieser, sondern wir befassen uns mit der Sünde."

Die Wachtturm-Gesellschaft führe Berichte über Personen, die der sexuellen Belästigung beschuldigt wurden, aber die Anzahl in der Datenbank sei weitaus geringer als 23.000, sagte er, lehnte es aber ab, eine genaue Zahl zu nennen. 

Wachtturm-Funktionäre greifen auf die Datenbank zurück, um sicherzustellen, dass jemand, gegen den eine glaubwürdige Anschuldigung wegen Belästigung erhoben wurde, keine Ämter bekleiden. Und wenn jemand in getrennten Vorfällen beschuldigt werde, sagte Brown, hätten Wachtturm-Vertreter einen Bericht über seine Vorgeschichte, und könnten sich die Sache genauer ansehen. 

Nachdem im Mai Dateline gesendet wurde, wurde Bowen, Anderson und Andersons Mann die Gemeinschaft entzogen. Ein Ehepaar, das sagte, ihre Tochter sei von einem Zeugen missbraucht worden, wurde auch mit einer Exkommunikation bedroht

Die heutige Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft begann als kleine Gruppe von Bibelforschern nahe Pittsburgh und wurde 1884 als Körperschaft eingetragen. Damals gingen etwa 50 Gläubige ganztägig von Tür zu Tür und verbreiteten ihren Glauben. 

Sie hatten in den folgenden Jahren große Erfolge, Menschen davon zu überzeugen, dass das Ende der Welt, Harmagedon, vor der Tür stehe und dass nur die Zeugen Jehovas überleben würden. 

Die Zeugen glauben nicht an eine Feuerhölle. Nichtzeugen werden beim Ende einfach getötet. Die überwiegende Mehrzahl der Zeugen wird für immer auf der Erde leben, die, wenn sie einmal von dem Bösen, das von einer Gesellschaft von Nichtgläubigen bewahrt wird, gereinigt wird, zu einem Paradies werden wird. Eine auserwählte Gruppe von Zeugen - 144.000, um genau zu sein - wird mit Jesus Christus im Himmel leben. Die wird, gestützt auf einen Abschnitt im Buch der Offenbarung, "die himmlische Hoffnung" genannt. 

Die leitende Körperschaft der Religionsgemeinschaft und eine Belegschaft anderer Zeugen betreiben eine riesige und gut organisierte religiöses Basis mit einer Rechtsabteilung und Verlags- und Druckeinrichtungen, die die Zeugenliteratur und Bibeln über den ganzen Erdball verschicken. 

Die Wachtturm-Gesellschaft führt detaillierte Berichte über die Zahl der Stunden, die jeder Zeuge von Tür zu Tür geht, die Zahl der abgeschlossenen Heimbibelstudien, und Berichte über Personen, die ausgeschlossen wurden. 

Die leitende Körperschaft setzt auch Regeln fest, nach denen die Zeugen leben müssen, von denen sie sagt, sie basierten auf der Bibel. Zeugen können unter anderen Einschränkungen nicht zur Wahl gehen, keine Bluttransfusionen erhalten oder die Fahne grüßen. 

Nicht einmal das Ehebett liegt außerhalb des Betätigungsfeldes der Wachtturm-Gesellschaft. 

Brown sagte, die Zeugen glauben, dass die sexuelle Betätigung zwischen Männern und Frauen dem "normalen Lauf der Dinge" folgen sollte. "Wir meinen, Oral- oder Analverkehr geht darüber hinaus." 

Paaren werde vor der Ehe oft entsprechender Rat gegeben, sagte Brown. Schuldgeplagte Zeugen seien schon vor Rechtskomitees gegangen, um eigenwilligen Sex mit ihren Partnern zu bekennen. 

Im 20. Jahrhundert verkündete die Wachtturm-Gesellschaft mehrmals, dass Harmagedon kommen werde. Die Organisation wuchs, als Leute sich als Zeugen taufen ließen, in der Hoffnung, sich der einzig "wahren" Religion anzuschließen, ehe es zu spät wäre. 

Joseph F. Rutherford, ein früherer Wachtturm-Präsident, war überzeugt, dass 1925 das gekennzeichnete Jahr wäre, in dem die Vorväter Abraham, Isaak und Jakob auf die Erde zurückkehren würden. Rutherford ließ in Kalifornien eine große Villa bauen, damit sie einen Ort zum Leben hätten. Die Villa wurde später verkauft. 

Jahrzehnte vergingen. Dann erklärten die Zeugen, das Ende käme im Jahre 1975. Einige verkauften ihre Häuser, packten zusammen, machten sich auf den Weg und gingen von Tür zu Tür, um so viele Leute anzuwerben, wie sie konnten. Junge Erwachsene weigerten sich, aufs College zu gehen. Paar verschoben ihren Kinderwunsch. 

Diane Gholson aus Spring Hill war unter denen, die Harmagedon erwarteten. 1974 schrieb sie fiebrig Briefe an die Verwandten ihres Mannes, die Baptisten waren, und bat sie, Zeugen zu werden, ehe es zu spät sei. 

"Als es nicht kam, sagte mein Mann: ‚Vielleicht haben sie sich um ein Jahr vertan'", sagte sie. 

Sie warteten. Und warteten. 

1980 sagte Gholson, sie hätten genug. 1982 gehörten sie zu einer Gruppe von Zeugen, die an einem Marsch zur Wachtturm-Zentrale teilnahmen. Sie erhoben die Beschuldigung, die Wachtturm-Führer seien nichts anderes als "falsche Propheten".

Gholson wurde ausgeschlossen. 

Shirley Jackson, die für den Fall, dass das Ende käme, 1974 getauft wurde, schwankte jedoch nicht. Sie akzeptierte die Wachtturm-Erklärung, das "Licht" aus Gottes Wort werde immer heller. 

Brown sagt, ein Gemeinschaftsentzug sporne Übeltäter an, wieder in die Religionsgemeinschaft zurückzukommen. Wer einen Wiederaufnahmeantrag stellen will, kann das tun, aber er muss sich an Vorschriften der Zeugen halten. Sie dürfen den Königreichssaal betreten, werden aber von den anderen Versammlungsteilnehmern ignoriert, bis sie wieder in den Glauben aufgenommen werden. 

Jedes Jahr, sagte Brown, würden 30.000 bis 40.000 Personen wieder aufgenommen, sie haben "das geistige Bewusstsein wiedererlangt". 

Jackson geht jetzt zu der Kirche der Glad Tidings Assembly of God in St. Petersburg. Sie ist dort glücklich und sagt, sie könne an diesem heiligen Ort Gottes Gegenwart spüren. Es tut ihr leid, dass sie je geglaubt hat, was die Zeugen sie gelehrt haben 

Nur ihr jüngstes Kind, ein 17-Jähriger Sohn, wurde nicht als Zeuge getauft. Er lebt bei Frau Jackson und ihrem neuen Mann. 

"Es tut weh", sagte Jackson über ihre zerbrochene Familie. "Aber ich bin nicht verbittert. Ich möchte Menschen helfen, die dies durchmachen."

Times-Rechercheurin Cathy Wos arbeitete an diesem Bericht mit.

Übersetzung für Kids e.V. Leverkusen

 

Update: 

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