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Kids  e.V. an die Gauck-Behörde Juli 2002

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da m. E. die Gauck-Behörde Ihnen unterstellt ist, so möchten ich Ihnen zur Kenntnisnahme unser Schreiben an die Behörde vermitteln. Wir haben sehr große Bedenken, wenn in Behörden allgemein Zeugen Jehovas tätig sind. Es liegt uns nicht daran, diese Personen brotlos zu machen, aber bitte nicht an Stellen wo Datenschutz gewährleistet sein muss. Wir haben in dieser Hinsicht schon Erfahrung dass z. B. eine Sozialarbeiterin Zeugin Jehovas im Jugendamt, der Wachtturmgesellschaft ( WTG ) Akteneinsicht an einem Wochenende in Selters in einem Adoptionsfall, gegeben hat. Wir haben dies damals über das Landesjugendamt Köln mit dem Landesjugendamt in Hessen überprüfen lassen. Dieses wird sicher nicht ein Einzelfall sein und unsere Bedenken in solcher prekären Lage, sind u. E. berechtigt. Aus "Der Wachtturm Sep. 1987" "Eine Zeit zum Reden" Wann?  

Vorsorgliche Maßnahmen: Arbeitgeber können mit Recht erwarten, daß ihre christlichen Arbeitnehmer "volle, gute Treue an den Tag legen", auch was die Schweigepflicht betrifft (Titus 2:9, 10). Wenn man einen Eid ablegen muß, sollte das nicht leichtgenommen werden. Durch einen Eid wird ein Versprechen noch feierlicher und bindender (Psalm 24:4). Und wenn das Berufsgeheimnis zudem gesetzlich geregelt ist, wird die Sache noch ernster. Bevor ein Christ also aus beruflichen oder anderen Gründen einen Eid ablegt oder sich zu Verschwiegenheit verpflichtet, wäre es weise, zu ermitteln, welche Probleme das mit sich bringen könnte, falls ein Konflikt zwischen der Schweigepflicht und den biblischen Verpflichtungen entstünde. Wie sollte man vorgehen, wenn der Patient oder Klient ein Bruder oder eine Schwester ist? Gewöhnlich mag sich ein solches Problem ergeben, wenn man bei einem Arzt, in einem Krankenhaus, an einem Gericht oder bei einem Rechtsanwalt arbeitet. Wir dürfen das Gesetz des Staates nicht außer acht lassen und dürfen auch nicht ignorieren, wie schwerwiegend ein Eid ist, aber Gottes Gesetz ist höchstrangig.

Um dem Problem vorzubauen, haben Brüder, die Rechtsanwälte, Ärzte oder Wirtschaftsprüfer usw. sind, schriftliche Richtlinien festgelegt und die Brüder, die zu einer Konsultation zu ihnen gekommen sind, gebeten, diese durchzulesen, ehe sie ihnen ein Geheimnis anvertrauten. So wird im voraus klargelegt, daß der Bruder oder die Schwester, wenn es sich zeigen sollte, daß eine schwerwiegende Verfehlung vorliegt, ermuntert werden wird, zu den Ältesten der Versammlung zu gehen. Auch wird in den Richtlinien zu verstehen gegeben, daß der Beratende sich verpflichtet fühlen würde, selbst zu den Ältesten zu gehen, falls er oder sie nicht gehen würde. Wie Sie ersehen koennen, Herr Minister Schily gibt eine Vielzahl an Problemen. 

KIDS e.V.

Innenministerium, Minister Otto Schily, Alt-Moabit 101, 10559 Berlin

 

Update: 

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