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Barbara Anderson, Versammlung der ZJ in Manchester

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Sehr geehrte Herren, 

Ich habe Ihren Brief vom 9. Mai 2002, in dem sie offenbar keine meiner Fragen beantworten, erhalten. Mir sind ein paar sehr wichtige Erklärungen in Ihrem Brief aufgefallen. Zuerst bemerkten wir, dass die Ältesten bei einer Anhörung vor einem Rechtskomitee durch "wenigstens zwei oder drei Zeugen" feststellen müssen, dass sie (Frau Anderson) "die schwerwiegenden Verbrechen, derer sie beschuldigt wird, begangen hat." Frau Anderson war sich keiner schwerwiegenden Sünde, derer sie angeklagt wird, bewusst - außer ein paar allgemein gehaltener Anschuldigungen, sie sei abtrünnig oder habe mit Abtrünnigen Kontakt aufgenommen. Am vergangenen Freitag (10. Mai 2002, 15:00 Uhr) wurde kein Zeuge für die allgemeinen Anklagen und sicher auch kein Beweis präsentiert für das, was J. R. Brown als "andere Sünden, die in keinem Bezug zur Dateline-Sendung stehen", die aber offensichtlich zu alledem führte, bezeichnet.

Weitere Erklärungen, die J. R. Brown gegenüber den Medien abgegeben hat, zeigen, dass er bis noch vor wenigen Tagen vor Frau Andersons Anhörung am vergangenen Freitag nicht wusste, wer die Personen seien, die in Dateline auftreten sollten. Mit diesem Schreiben weisen wir Sie darauf hin, dass wir dokumentieren können, dass diese Erklärung von Ihnen nicht stimmt, von der wir zu diesem Zeitpunkt annehmen müssen, dass sie sie wissentlich abgegeben haben. In Ihrem Schreiben hieß es auch, die Ältesten der Versammlung von Frau Anderson würden sich der Sache annehmen. Wie wir die Sache sehen, haben sie diese Anhörung aufgrund einer Anweisung aus New York anberaumt. Stimmt das, oder nicht? 

Deshalb soll dieses Schreiben als Mitteilung dienen, dass wir glauben, dass Frau Anderson durch die Anschuldigung, sie habe eine "schwere Sünde" begangen, die nicht in Verbindung mit dem Dateline-Interview steht, verleumdet wird. Denn dies würde sicherlich jeden zu dem Glauben führen, sie habe persönliche schwere Sünden gegen die Gesetze Gottes begangen, und Raum für wilde Spekulationen geben, was für eine unmoralische Person sie sein mag. Es unterstellt auch, dass die Kirche über bestimmte Informationen über schwerwiegende Sünden verfügt, und wir streiten solche Anschuldigungen energisch ab und weisen noch einmal darauf hin, dass dafür bei der Anhörung keine Beweise vorgelegt wurden. 

Daher müssen wir von Ihnen fordern, dass Sie sich sofort öffentlich entschuldigen und einen Brief an Frau Anderson schreiben, in dem sie rehabilitiert wird. Wir erwarten, dass er innerhalb der nächsten fünf (5) Tage in allen Zeitungen mit Verbindung zu Associates Press veröffentlicht wird. Andernfalls werden wir gerichtliche Schritte gegen Sie unternehmen. Das mag dann leider auch die Ältesten der Versammlung von Frau Anderson betreffen, die offensichtlich dem Diktat der Wachtturm-Gesellschaft gefolgt sind und diese Rechtskomiteesitzung nicht entgegen den vorherigen Erklärungen von Herrn Brown gegenüber der Presse anberaumten, was zeigt, dass sie die Quelle der Anschuldigungen sind. Ich möchte zu diesem Zeitpunkt noch einmal betonen, dass sie sich sofort öffentlich bei Frau Anderson entschuldigen müssen und das Rehabilitationsschreiben sofort veröffentlichen. 

Dieses Schreiben erinnert Sie auch daran, dass Frau Anderson weder von ihrem Glauben an Gott noch von den Geboten der Bibel abgefallen ist und nicht vorhat, sich einen Gemeinschaftsentzug gefallen zu lassen oder von selbst die Gemeinschaft zu verlassen. Sie macht sich große Sorgen über das Wohl der Kirche und die Probleme, die auftreten werden, wenn sich die Politik der Kirche in Bezug auf das Anzeigen von sexueller Belästigung und Missbrauch nicht ändert, so dass sie mit den zuständigen Gesetzen über kriminelles Verhalten übereinstimmt, aber nicht auf die Pflicht zu einer Anzeige von Kindesmissbrauch nach dem Gesetz des Bundesstaates Tennessee beschränkt ist. 

Mit Kopie dieses Schreibens unterrichte ich die Ältesten über Frau Andersons Haltung in dieser Sache. Ich habe zwar aus Höflichkeit gegenüber Frau Anderson und den Ältesten nicht vor, die Rechtskomiteesitzung zu besuchen, aber ich werde nicht abseits stehen, während Frau Andersons persönliche Rechte verletzt werden und sie dafür geächtet wird, dass sie den Geboten Gottes und den Erfordernissen des Bundesstaates und des Bundes folgt. Sie glaubt, dass die Kirche Cäsars Dinge Cäsar bezahlen sollte, und Cäsars Dinge schließen ausdrücklich eine Anzeige bei mutmaßlichem Kindesmissbrauch und sexueller Belästigung bei den zuständigen Justizbehörden des Bundesstaates ein. 

Ich erwarte Ihre übliche, sofortige und höfliche Antwort auf diesen Brief und hoffe, dass Sie Frau Anderson, die viele Jahre lang eine gute und loyale Unterstützerin der Kirche gewesen ist, sofort und öffentlich rehabilitieren. 

JERRE M. HOOD

Übersetzung für Kids e.V., Leverkusen 

 

Update: 

©  2002 Kids e.V.