23.720
Insiderquellen enthüllen:
23.720 und so fort …Kinderschänder in den Akten im Hauptbüro in Patterson,
N.Y. Es wird auf diese Seite verwiesen:
In den letzten beiden Wochen sind verschiedene Quellen an mich herangetreten, die behaupten, sie hätten Kontakt mit einem Insider, der die Zahl von 23.720 Kinderschändern in den Akten in Patterson, N.Y., recherchierte und entdeckte. Das ist das Hauptbüro der Dienst- und der Rechtsabteilung der Watchtower Bible and Tract Society, die alle Zeugen Jehovas weltweit vertritt. Es ist interessant, die mit dieser Zahl in Verbindung stehende Verästelung zu sehen. Wenn in einer Versammlung ein Pädophiler entdeckt wird, ernennt die Ältestenschaft zwei Älteste aus ihren Reihen, die die Anschuldigung untersuchen, um zu sehen, ob sie Bestand hat. Wird die Behauptung bei der Untersuchung bestätigt, ernennt die örtliche Ältestenschaft zwei aus ihren Reihen, die die Rechtsabteilung der Wachtturm-Gesellschaft anrufen, um die Angelegenheit zu berichten. Während des Anrufes füllt die Wachtturm-Rechtsabteilung ein computerisiertes Formular in Frage-und-Antwort-Form aus. Alle Einzelheiten der Angelegenheit werden festgehalten, darunter das Geburtsdatum des Pädophilen, was passiert ist, das Alter der Kinder, wo sie berührt wurden, wann sie berührt wurden, wie oft usw. Diese ganzen Einzelheiten werden in den Wachtturm-Computer eingegeben, um dort dauerhaft zu verbleiben, und jederzeit bei einem künftigen Vergehen abgerufen. Am Ende des ein- oder zweistündigen Interviews setzt die Wachtturm-Rechtsabteilung einen Wachtturm-Anwalt ans Telefon. Er soll entscheiden, ob in dem Bundesstaat, in dem die Ältesten leben, die Pflicht besteht, Anzeige zu erstatten. Wenn das der Fall ist, wird der Anwalt die Ältesten auffordern, die Eltern zu bitten, Anzeige zu erstatten. Wenn die Eltern das nicht tun, sind die Ältesten verpflichtet, es zu tun. Und was ist, wenn es sich um einen der 36 Bundesstaaten handelt, wo eine Anzeige keine Pflicht ist? Dann sagt der Wachtturm-Anwalt: "Brüder, ihr habt eure Pflicht erfüllt." Und in den meisten Fällen wird dann keine Anzeige erstattet. Dann führt der Bruder aus der Wachtturm-Rechtsabteilung eine Reihe von Briefen an die Ältestenschaften zu Kindesmissbrauch an, die sich die Ältesten noch einmal ansehen sollten, und gibt Anweisungen, wenn sich bei der verdächtigten Person neue Entwicklungen zeigen, möge man diesen Bericht oder das Geburtsdatum des Kinderschänders als Bezugspunkt nehmen. Wenn sich neue Entwicklungen zeigen, das heißt, wenn weitere Kinder belästigt werden, sollen sich die Ältesten einfach wieder melden, und dann kann die Wachtturm-Rechtsabteilung den Fall leicht hervorholen und um die neuen Informationen ergänzen.
Die Zahl 23.720 ist gelinde gesagt bedeutsam. Anscheinend ist das die Zahl allein für die USA. Wenn das stimmt, dann bedeutet das, dass jeder zweiundvierzigste Zeuge Jehovas als Kinderschänder in den Akten der Wachtturm-Gesellschaft steht. Hochgerechnet auf die ganze Organisation bekommt man einen von jeweils zweihundertsechzig Zeugen als Kinderschänder in den Akten der Wachtturm-Gesellschaft. Glaubt ihr, die Katholiken haben auch nur annähernd ein solches Zahlenverhältnis? Was einen noch mehr ernüchtert: Wie viele werden erst gar nicht gemeldet? Wenn die beiden Ältesten, die die Sache untersuchen, nicht in der Lage sind, sie aus dem Munde von "zwei oder drei Zeugen" festzustellen, berichten sie dann etwas nach Patterson, N.Y.? In einem Brief an alle Ältestenschaften in Großbritannien vom 1. Juni 2001 heißt es:
Es gibt jedoch viele weitere Situationen in Verbindung mit Kindesmissbrauch. Beispielsweise mag es nur einen Augenzeugen geben und der Bruder streitet die Beschuldigung ab. (5. Mose 19:15; Johannes 8:17) Oder ein Kleinkind wird von jemandem missbraucht, der selbst noch minderjährig oder am Anfang seiner Teenagerjahre ist. In diesen und ähnlichen Fällen erfolgt kein Eintrag in die Kinderschutzliste. Die Information sollte vielmehr wie unten beschrieben in einem versiegelten Umschlag in den vertraulichen Unterlagen der Versammlung aufbewahrt werden. Wenn solche Personen umziehen, sollte das Dienstkomitee der Versammlung einen Brief an die Rechtsabteilung der Gesellschaft schreiben und um Rat bitten, ob die Einzelheiten an die neue Versammlung weitergegeben werden sollten.
Das weist darauf hin, dass die Ortsversammlung die Information bei sich behält, und nur, wenn der beschuldigte Kinderschänder umzieht, zieht man in Erwägung, sich mit der Wachtturm-Rechtsabteilung auszutauschen oder die neue Versammlung zu warnen. Gehören diese Personen zu den 23.720 Kinderschändern in den Akten? Wenn nicht, wäre die logische Schlussfolgerung, dass es weit mehr als die 23.720 in den Unterlagen erfassten Kinderschänder gibt, die entweder gestanden haben oder aus dem Munde von "zwei oder drei Zeugen" bestimmt wurden. Wenn man die weltweit 93.154 Versammlungen in Berechnung zieht, dann wäre die konservativste Schätzung, dass es einen Kinderschänder in jeder vierten dieser Versammlungen gibt. Überträgt man das auf die Vereinigten Staaten mit ihren 11.582 Versammlungen, erhält man zwei Kinderschänder pro Versammlung, wieder nur auf der Zahl von 23.720 basierend. Glaubt ihr, Jehovas Zeugen haben ein Problem mit Kinderschändern? Glaubt ihr, die Katholiken hätten ein solches Problem auch nur in annähernd großem Maße? Wie viele nicht angezeigte Kinderschänder wirken in der Organisation und müssen noch entlarvt werden?
Diese Zahl wird nur in glaubwürdiger Weise so zunehmen, wie die Wachtturm-Politik ein
"Pädophilenparadies" schafft, wo Kinder einer Gefahr von Personen ausgesetzt werden, von der die Versammlung nichts weiß. Ich frage mich, wenn das FBI wüsste, dass es solche Unterlagen gibt, wie würde es die Archivierung solcher verbrecherischer Tätigkeit ansehen, die in der Mehrzahl nicht einmal strafverfolgt wird? Könnte das amerikanische Rechtssystem die Strafverfolgung mehrerer Tausend Pädophiler bei den Zeugen Jehovas handhaben? Diese Fragen, wie auch eine Menge nicht erwähnter Fragen, werden zu einem Faktor werden, wenn die Wachtturm-Gesellschaft damit hervorkommt, wie viele der mutmaßlichen 23.720 Verbrecher durch die Wachtturm-Politik geschützt werden.
Übersetzung für Kids e.V., Leverkusen