Home Presse Sonstiges Gästebuch Wir Kontakt

 

 

 

Supreme Court berät über örtliche Genehmigungen für Haus-zu-Haus-Werbung

zurück

WASHINGTON (CNN) -- Der U.S. Supreme Court beriet Dienstag über die Verfassungsmäßigkeit einer örtlichen Verfügung, nach der sich Religionsgemeinschaften und andere Organisationen für die Haus-zu-Haus-Werbung Genehmigungen geben lassen müssen. 

Die Kirche der Jehovas Zeugen klagte gegen das kleine Dorf Stratton in Ohio, das eine Verfügung erließ, nach der jede Haus-zu-Haus-Werbung ohne Genehmigung verboten ist. Jehovas Zeugen legen Bibelstellen so aus, dass sie von Haus zu Haus gehen müssen, um das Evangelium zu predigen. Anwälte der Kirche machen geltend, dass Jehovas Zeugen keine Genehmigung brauchen, um ihren, so die Kirche, Auftrag zu erfüllen, mit der Religion an die Türen anderer Menschen zu kommen.

Mormonen und andere Religionsorganisationen, die ihre Botschaft öffentlich verbreiten, haben die gerichtliche Ablehnung der Verfügung als Verstoß gegen den Ersten Verfassungszusatz zu den Freiheitsrechten unterstützt. Die American Civil Liberties Union unterstützt die Zeugen Jehovas gleichfalls. 

Stratton, eine Gemeinde von 300 Einwohnern, sagt, die Genehmigung gebe der Stadt die Gelegenheit, Tätigkeiten unter Kontrolle zu halten, die die Hausbewohner stören oder belästigen könnten. Kommunalvereinigungen wie die National League of Cities und auch der Bundesstaat Ohio sind auf der Seite von Stratton. 

Der Supreme Court stand in der Vergangenheit immer auf der Seite der Zeugen Jehovas, die häufig Klagen gegen Einschränkungen eingereicht haben, von denen sie glauben, dass sie gegen die Praktiken ihrer Kirche gerichtet sind. Auch wenn das Gericht sich am Dienstag hauptsächlich mit religiöser Werbung befasste, wurden auch die Rechte anderer Besucher an den Türen von den Richtern betrachtet. Das Urteil wird für Ende Juni erwartet. Der Supreme Court wird vermutlich im Juli über den Antrag der Kirche zu einem Urteil eines Bundesgerichts entscheiden, das die Genehmigungsvorschriften als gerecht bezeichnete. 

Das Gericht hat bereits entschieden, dass die Verfassung den Menschen das Recht gibt, anonym religiöse Streitschriften zu verteilen, und ein Urteil im Sinne der Kirche würde für diesen Fall das Recht auf anonyme Tätigkeit von Haus zu Haus für jede Sache bestätigen. Die Verfügung in Stratton fordert, dass im Voraus eine Genehmigung zu beantragen sei, wenn man von Haus zu Haus Werbung betreibt. Das trifft zu auf Vertreter und Schulgruppen, die Süßigkeiten verkaufen, oder auf politische Kandidaten, die sich vorstellen wollen. Der Werber muss die Genehmigung jedem Hausbewohner auf Verlangen vorzeigen.

Übersetzung für Kids e.V., Leverkusen

 

Update: 

©  2002 Kids e.V.