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Jehovas
Zeuge muß Schweigepflicht brechen
In seinem
Buch "Das Reich, das nicht kam" geht Joseph
Wilting auf Konfrontationskurs gegen die Zeugen Jehovas
Nachdem
er 40 Jahre aktiv und Aufseher bei den Zeugen Jehovas
war, setzt sich Joseph Wilting aus Langesund heftig mit
der Bewegung auseinander. Er behauptet, daß Zeugen,
die z. B. in einer Arztpraxis oder in einem
Rechtsanwaltsbüro angestellt sind, dem Versammlungsältesten
Auskünfte geben müssen, die der Schweigepflicht
unterliegen. Verbrechen wie Inzest werden der Polizei
normalerweise nicht gemeldet. Wilting weiß von 30
Zeugen, die Selbstmord begangen haben. Niels Petersen,
Koordinator in der Bewegung, weist das kategorisch zurück.
30
Selbstmorde unter den Zeugen
-
Aus
meinen Bekanntenkreis kenne ich 30 Menschen, die als
Folge ihrer Erlebnisse bei den Z.J. Selbstmord
begangen haben.
-
Z.J.
melden den Behörden nicht Inzest. Verstöße gegen
das Betäubungsmittelgesetz und andere Straftaten.
-
Ein
Zeuge, der Angestellter in einem Rechtsanwaltsbüro
ist, ist verpflichtet, Angaben die der
Schweigepflicht unterliegen, an den Ältesten der
Versammlung weiterzugeben.
Dies
sagt der Verfasser und Exzeuge Joseph Wilting (60) in
Langesund. Unter den Z.J. in Norwegen ist Wilting kein
Unbekannter, 40 Jahre lang war er Mitglied. Die letzten
30 Jahre als Aufseher und Ältester in Versammlungen
von Ostland. In diesen Tagen erscheint sein Buch
"Das Reich, das nicht kam." Hier benutzt
Wilting ungefähr 300 dichtbeschriebene Seiten für
eine Generalabrechnung gegen die Ideologie einer in der
Welt am meisten umstrittenen religiösen Bewegung.
Wilting
zeigt die falschen Lehren und Fehldeutungen über die
Endzeit und andere vitale Glaubensfragen anhand von
exakten Zitaten aus der WT Literatur mit großer
Genauigkeit auf.
Das
erste Mal
Es ist
das erste Mal, daß ein jetzt lebender Exzeuge in
Skandinavien ein Buch über seine Erlebnisse innerhalb
der geschlossenen Organisation geschrieben hat.
Er ist
im Fernsehen aufgetreten, um seine Geschichte zu erzählen.
Repräsentanten von der WT Gesellschaft haben sich
konsequent geweigert, diesen Exzeugen für eine
Aussprache zu treffen.
Amanuensis
(akadem. Titel) Reidar Hvalvik von der Gemeindefakultät
und gleichzeitig Experte zu Fragen über J.Z. hat mit
vielen Exzeugen gesprochen, die die Haupteindrücke in
Wiltings Buch bestätigen. Er sagt, wenn es um die
einzelnen Beispiele gehe, habe er nicht genügend
interne Kenntnisse, um sich zu äußern. Aber die Auskünfte
verwundern ihn nicht, weil Mitglieder wegen unerfüllbarer
Forderungen oft einem starken Druck ausgesetzt werden.
Wilting
übt schonungslose Kritik an der Organisation:
-
Ich
klage die Gesellschaft der Z..J. an,
unverantwortlich zu sein und daß sie mich zum
Richter und Henker gemacht hat. Viele Jahre hindurch
war ich Mitglied im Rechtskomitee, welches Verfahren
durchgeführt hatte. Das Schicksal von vielen
hunderttausenden Mitgliedern in der ganzen Welt wird
von Menschen bestimmt, die überhaupt keine
Berechtigung haben, um eine solche Arbeit auszuführen.
-
In
Verfahren von sexuellem Charakter erinnere ich mich
an Fälle, wo die "Sünder" einen völligen
Nervenzusammenbruch erlitten haben. Häufig,
besonders wenn Frauen angeklagt waren, wollten
"Richter", die immer männlich waren,
jedes einzelne Detail ausgebreitet haben. Wenn der
"Angeklagte schuldig befunden wird, ist das
Urteil immer unantastbar. Unter den Zeugen und auch
nahen Familienmitgliedern wird der Verurteilte als
tot behandelt und befunden. Niemand kann oder will
denjenigen grüßen, sprechen oder etwas mit ihm zu
tun haben. Wilting hat das selber sehr deutlich gespürt.
Er hat 55 Familienmitglieder "verloren",
nachdem er selbst, seine Frau und seine vier Kinder
ausgetreten sind.
Schweigen über Inzest
Joseph
Wilting berichtete der Aftenposten, daß die Behörden
nicht informiert werden sollten, wenn die Sekte
schwerwiegende Verbrechen wie Inzest,
Narkotikaverbrechen oder anderes aufdeckte. Schmutzige
Wäsche sollte nicht in der Öffentlichkeit gewaschen
werden.
Jetzt
folgt seine zweite Anklage gegen die Gesellschaft:
-
Ich
klage die Gesellschaft an, weil sie mich gelehrt hat
zu lügen und Gesetze zu brechen. Wilting begründet
dies so: Wir wurden aufgefordert, gegenüber allen
Menschen zu lügen, außer den Ältesten. Die WT
Gesellschaft hat einen eigenen Namen dafür:
"Theokratische Kriegsführung". Konkret
bedeutet das, daß die Gesellschaft meint, es sei
passend, die Wahrheit über Gottes Feinde zu
verbergen, und dies betrifft auch eventuelle
Gerichtsverfahren, weil der WT sagt, daß man Gott
mehr gehorchen solle als Menschen - und Gottes Wort
kommt von dem Hauptbüro der Organisation in
Brooklyn in New York.
- Wenn ein Z.J. bei
einem Rechtsanwalt oder Arzt beschäftigt ist, muß
er seine Schweigepfliöcht brechen und vertrauliche
Informationen, die "Sünden" eines anderen
Mitgliedes betreffen. Am die örtliche Versammlung
der Z.J. bekannt geben. Ob das bedeutet, daß der
Zeuge seine Arbeit verliert oder dem Arzt oder
Rechtsanwalt unermesslicher Schaden zugefügt wird,
ist uninteressant für die WT- Gesellschaft. Die
Gesetze der ZJ stehen nämlich über denen der
Landesgesetze. Z.J. sind ein Staat im Staate.
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