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Die Tätigkeit des Informationsdienstes

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von Wolfram Slupina

Habt Ihr schon einmal einen Wasserhahn geöffnet, der eingerostet war und der schon viele Jahre nicht mehr im Gebrauch war? Man kann, wenn man ihn öffnet, ganz gewiss nicht gleich erwarten, daß ein voller klarer Wasserstrahl herauskommt. Vielleicht tröpfelt es erst, und das Wasser mag auch noch braun und rostig aussehen. Als letztes Jahr am 5. Januar der Informationsdienst seine Arbeit aufnahm, war das so ähnlich, und wir haben uns fast mit diesem Wasserhahn vergleichen können. Aber das Wasser ist seitdem viel klarer geworden. Es fließt beständig und hat bereits auch viele Ebenen erreicht; auch durch die tatkräftige Unterstützung der über 360 tätigen Mitarbeiter in jetzt 22 verschiedenen Bereichen.

Die regelmäßige Bewässerung hat bereits 6 verschiedene Ebenen erreicht: zuerst einmal die lokale und überregionale Presse; darin waren die Zeitschriften und Zeitungen, aber auch die Buchverlage eingeschlossen. Dann Rundfunk und Fernsehen. Drittens die Behörden und ihre Vertreter, eingeschlossen auch verschiedene Ministerien. Viertens Schulen, Bibliotheken und Universitäten; in Verbindung damit auch die Kultusministerien der einzelnen Bundesländer. Fünftens wären die Gedenkstätten und Museen zu nennen. Und sechstens die Politiker; und 2 Brüder vom Informationsdienst sind ja auch in der Enquete-Gruppe eingebunden.

Vor einem Jahr tröpfelte der Wasserhahn wirklich noch. Einigen wenigen positiven Artikeln in einem Monat standen eine große Anzahl negativer Artikel gegenüber. Aber nach einem Jahr ständigen Fließens aus dem ursprünglich eingerosteten Wasserhahn ist das Wasser bereits viel klarer und der Wasserstrahl wesentlich voller geworden. Bis zum Ende letzten Jahres konnten wir 565 positive Zeitungsartikel oder Pressemeldungen verzeichnen. Eine Gegenüberstellung mag dies ebenfalls verdeutlichen: Januar letzten Jahres waren 9 positive Artikel zu verzeichnen, Januar diesen Jahres bereits 255. Februar letzten Jahres 8 positive Artikel , Februar diesen Jahres bereits 124, und täglich erhalten wir weitere Meldungen, daß positive Artikel hinzugefügt werden können in den einzelnen Monaten, März letzten Jahres 11 positive Artikel, in diesem Jahr im März in der ersten Woche bereits über 32. Also wir sehen, das Fließen hat doch bereits einen ganz schönen Wasserstrahl angenommen.

Aber um das Wasser ständig klar fließen zu lassen, bemühen wir uns regelmäßig, Pressefreigaben an die einzelnen Redaktionen zu faxen oder durch unsere Mitarbeiter zu überbringen. Das berührt oft verschiedene Themen: zum Beispiel im letzten Jahr das Bezirkskongreßprogramm, dann auch unsere besondere Aktion mit der Nachbarschaftsbroschüre im Oktober letzten Jahres oder Sorgerechtsfälle; dann im November die Videopremiere in Ravensbrück; und wir bereiten auch im Augenblick das Thema Blut vor; daß Jehovas Zeugen ihre Kinder nicht auf der Straße verbluten lassen. Und im Januar haben wir auch eine Pressefreigabe herausgebracht bezüglich unseres Jahresberichtes im letzen Jahr. Wir dachten erst , na ja, vielleicht werden es zwei oder drei Zeitungen aufgreifen. Wir mussten aber feststellen, daß im Januar 49 Zeitungen darüber berichtet haben, im Februar weitere 15, also insgesamt 64 verschiedene Redaktionen gaben dieses Thema aufgegriffen. Zuerst waren wir etwas skeptisch, wie die Freigaben empfangen und verarbeitet werden, aber dann hat uns ein Journalist vom Nassauer Tageblatt auf die Sprünge geholfen. Er hat uns gesagt: "Sehen Sie mal, welch einen großen Stapel wir jeden Tag von dem Bischof von Limburg erhalten, und davon wandert das meiste in den Papierkorb. Wenn Sie mit 2, 3 oder 4 Nachrichten kommen, dann ist das ganz gewiß nicht zuviel."

Allerdings müssen wir ebenfalls sagen, daß sich die Gegner über die intensivierte Tätigkeit nicht freuen und auch nicht über die vermehrt positive Berichterstattung in den Medien. Aber, liebe Brüder und Schwestern, sie haben keine Chance. Sie erkennen nicht, daß Jehova hinter unserem Werk steht. Wie gehen wir nun dagegen vor, um zu vermeiden, daß der Wasserhahn wieder zugedreht wird oder einrostet?

  • Erstens: Durch gezielte Leserbriefe gegen Falschaussagen, entweder von uns oder von unseren Brüdern in den Bereichen oder in den einzelnen Versammlungen.

  • Zweitens: Und das ist sehr wichtig, durch sofortiges Vorsprechen in den jeweiligen Redaktionen, oder durch telefonische Kontaktaufnahme. Vor einiger Zeit erschien eine Falschaussage, eine Falschmeldung über Jehovas Zeugen bei der Deutschen Presseagentur (dpa), und es bedurfte eines ganzen Tages, daß wir viele Telefongespräche führten und auch Faxe geschickt haben, mit ihnen richtig gerechnet haben, auch, auch Brooklyn eingeschaltet haben. Sie haben Druck ausgeübt, auch auf dpa Washington, weil von dort aus die Falschmeldung kam. Am Tagesende war dann eine Berichtigung im Ticker. Am nächsten Tag haben auch andere Zeitungen diese Berichtigung aufgegriffen. Allerdings waren die Meldungen schon bereits in einigen Zeitungen gewesen, und dort haben wir sofort vorgesprochen, unsere Pressemitteilung abgegeben und mit den Leuten geredet und so Schlimmeres verhindern können. Oder vor ein paar Wochen erschien in 5 Zeitungen in Norddeutschland die Nachricht, daß ein Zeuge Jehovas seine Leibliche Schwester niedergestochen hätte. Tatsache war, daß dieser Tamile überhaupt kein Zeuge Jehovas war. Er hat auch keinen Kontakt mit Zeugen Jehovas, ist noch nicht einmal interessiert. Allerdings seine leibliche Schwester ist eine geistige Schwester, eine Zeugin Jehovas. Es ging dabei gar nicht um eine religiöse Auseinandersetzung. Wir haben sofort in den Redaktionen vorgesprochen. Es kam heraus, daß 3 Zeitungen sofort einen Widerruf brachten in gleicher Größe auch auf der gleichen Seite. Und in den anderen beiden Zeitungen wurde innerhalb eines Artikels die Falschdarstellung dementiert und unsere Meinung veröffentlicht. Allerdings eine erst, nachdem wir Druck gemacht haben, und wir auch rechtliche Schritte angekündigt haben. Und hier müssen wir sagen, daß wirklich unsere Rechtsabteilung sehr gut mit uns zusammenarbeitet und uns in dieser Hinsicht eine große Hilfe ist.

  • Drittens: ist unser Video zu nennen, und das hat natürlich unsere Pressearbeit sehr verstärkt und intensiviert. Die Videopremiere in Ravensbrück am 6. November letzten Jahres hat bewirkt, verbunden mit einer Pressekonferenz, daß die Nachricht in 100 verschiedenen Zeitungen in ganz Deutschland veröffentlicht wurde. Auch konnte eine positive Radiosendung verzeichnet werden. Und diese Videopremiere war ja verbunden mit unserer Ausstellung. Seit Ravensbrück haben bisher 113 verschiedene solcher Vorführungen stattgefunden, davon 29 begleitet von unserer Ausstellung. Und diese Videovorführungen und die Ausstellungen haben bereits über 22 000 Personen besucht. Bei manchen Veranstaltungen, so berichten uns die Brüder, waren 15 bis 50% Interessierte anwesend. Von einem Kreisteil wird berichtet, daß 700 Zuschauer anwesend waren, davon 100 Personen des öffentlichen Lebens, 36 positive Artikel hat es gegeben. Oder nehmen wir unsere Ausstellung, die im Kongreßsaal in Glauchau stattgefunden hat und 2 ½ Wochen dauerte. Sie wurde gut besucht und war begleitet von Videoshows jeden Tag, von unserem neuen Video und auch das englische Video Purple Trianlge. Mehr als 10 850 Besucher waren anwesend, haben diese Vorführungen besucht, und davon sehr viele Schulklassen, Es kamen Politiker zu den einzelnen Videovorführungen, Bürgermeister, Kulturdezernenten, Historiker, und zum Teil wurden sie auch in die Programme mit eingebunden, so daß eine positive Berichterstattung gewährleistet wurde. Über diese 113 Veranstaltungen haben 390 verschiedene Zeitungsartikel berichtet, 10 Radiosendungen, 18 Fernsehberichte, 12 Pressekonferenzen fanden statt. 55 weitere solcher Vorführungen sind noch in Planung. Unsre Ausstellung ist so frequentiert, daß sie jetzt verdreifacht werden muß. Bis nächstes Jahr Februar ist sie bereits ausgebucht. Viele Gedenkstätten sind an uns herangetreten, die eine ähnliche Aufführung haben möchten wie in Ravensbrück.

Weiterhin betreuen wir auch unsrer Brüder in Rußland, Österreich, in der Schweiz. Mitte Mai haben wir eine Videopremiere für das russische Video in Moskau, die wir auch unterstützen. Im Juni geht die Ausstellung nach Österreich, und auch hier geben wir Unterstützung.

Das Fernsehen stellt noch ein gewisses Problem dar. Gestern waren wir wieder im Fernsehen und am Sonntag ebenfalls. Aber auch hier machen wir Fortschritte. Wir können sagen, daß bereits in 6 offenen Fernsehkanälen unser Video gesendet wurde. Oftmals mehrmals täglich. Dies unter anderem z.B. in Braunschweig und Hannover. Ein Bruder betreut das Kabelfernsehnetz einer Gemeinde von etwa 3 500 Einwohnern im Süden Deutschlands. Mit ihrer Einwilligung sehen jetzt diese Einwohner regelmäßig alle Videofilme der Gesellschaft.

Nun, wir haben auch Fortschritte in den Schulen gemacht, und auch dort haben wir ein Programm vorbereitet. Das betrifft auch unsere Einwirkung auf die Kultusministerien. Außerdem können wir sagen, daß ein weiterer Film läuft, und zwar von Weltmenschen herausgegeben, sehr positiv. "Fürchtet euch nicht!" ist das Thema; der Film ist von Stefanie Krug und Fritz Poppenberg. Die deutsche Uraufführung findet am 26. April in Berlin statt, und auch hier sind wir unterstützend tätig.

Dann ist vor etwa 2 Wochen, nicht ganz 2 Wochen, ein großer Kabelfernsehkanal an uns herangetreten (Kabelfernsehsender). Er betreut 50 Kanäle, und sie haben festgestellt, daß die Deutschen hier im allgemeinen lieber Informationen haben möchten als Spielfilme. Deswegen bestücken sie 20 davon mit Spielfilmen, 30 sollten Infokanäle sein, und 3 oder 4 sollen auch religiöse Themen regelmäßig aufgreifen. Da Marktanalysen ergeben haben, daß an unserer Religionsgemeinschaft Interesse besteht, hat der Medienberater uns jetzt das Angebot gemacht, daß er kostenlos für uns Sendezeiten einplanen möchte. Das würde bedeuten, daß wir demnächst auch Sendungen bestreiten, aufzeichnen und anfertigen müssen.

Jehova hat bestimmt zur richtigen Zeit veranlaßt, daß der eingerostete Wasserhahn wieder flottgemacht wurde, und die Brüder und Schwestern in den Versammlungen und Bereichen sind voll motiviert. Ein Bruder schrieb uns kürzlich: "Der neu eingerichtete Informationsdienst ist wirklich eine segensreiche Einrichtung. Für mich persönlich eine Erinnerung an die ersten Einsätze und an die Liebe zu Jehova heute und zu Beginn meiner theokratischen Tätigkeit vor über 43 Jahren."

Nun, liebe Brüder, wir wollten euch heute durch diesen kurzen Bericht folgendes mitteilen: Der Wasserhahn läuft wieder, und er läuft besser als je zuvor. Bestimmt ist es ein Ansporn für uns, von hier aus unsere Brüder auch weiterhin zu unterstützen, und dies zur Ehre Jehovas.

Wie unwissend muss ein Zeuge Jehovas sein, um das zu glauben? (Kommentar von KIDS e.V.)

 

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