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Russells Zuneigung
zur Freimaurerei
Der okkult-esoterische
Hintergrund
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Wenn man
okkult-esoterische Anhaltspunkte in der WT-Ideologie finden
will, muß man in die Gründerzeit der WTG zurückgehen und die
Weltanschauung ihres Gründers erforschen. Seine Verbindungen
zum Zionismus und damit zum Judentum führten ihn zweifellos
auch in die Gesellschaft von Loge und Freimaurerei Von daher
stellt sich die Frage: War Russell selbst Freimaurer? Ist in
seinen Schriften und Reden freimaurerisches Gedankengut
erkennbar? Sind von seinen Verbindungen zur Freimaurerei
struktuelle Merkmale in der WTO zu erkennen? Prinzipiell ja.
Strukturen sind erkennbar in dem Streben nach Weltherrschaft
ohne christliche Basis, im Sinne von Gerechtigkeit, Frieden und
Einheit. Das sind typische freimaurerisches Prinzipien. Die
ersten Zusammenkünfte der "Ersten Bibelforscher" in
Schottland fanden in Freimaurersälen statt. Darüber schreibt
das "Jahrbuch der ZJ" von 1973, Seite 89, selbst.
Verbindungen zwischen Freimaurern und "Internationalen
Ernsten Bibelforschern" werden auch im Kapitel des zweibändigen
Werkes "Occult Theokrasy", einem allgemeinen
amerikanischen Wörterbuch, aufgezeigt. Auf den Seiten 539-540
sind die "Ernsten Bibelforscher", ihre Ziele und
Weltanschauung beschrieben. Im Anhang dieses Werkes wird auf
Seite 737 Ch. T. Russell unter der Nummer 539 als Freimaurer
aufgeführt.
Die Übersetzung
lautet:
Die Bewegung der
I. B. F. wurde von C. T. R. vornehmlich mit dem Ziel gegründet,
die untere Mittelklasse der Intelligenz der christlichen
Gemeinschaften anzusprechen, also zum Beispiel bestimmte Büroarbeiter,
Lehrer, Dienstpersonal und Personen, die mit direkten Formen der
Propaganda nicht erreichbar waren. Die Bewegung hatte auch großen
Einfluß auf die Negerschaft. 1879 gründete Russell den
"Wachtturm", dessen alleiniger Herausgeber er war. Die
Lehren der Russelliten und ihre Schlußfolgerungen werden willkürlich
gezogen und als endgültig hingestellt und erklären, aus der
Bibel heraus zu beweisen, daß alle christlichen Kirchen böse
und korrupt sind, daß die Heidenzeit 1914 endete, und daß die
Juden von nun an über die ganze Erde herrschen sollten. In
Russells Lehren wird auch sorgfältig ein okkultes Dogma
entwickelt, welches angeblich auf biblischen Voraussetzungen
beruhen soll.
Die römisch-katholische
Kirche wird verdammt, von Rom spricht man nur in echt
esoterischer freimaurerischer Art als Babylon. Der Papst und
seine gesamte Priesterschaft werden zu Bevollmächtigten des
Antichristen gerechnet, die nach der bekannten freimaurerischen
Formel von Albert Pike, Mazzini und anderen der Vernichtung
geweiht sind.
Weiterhin wird
uns mit biblischer Autorität in einer Interpretation von
Offenbarung 2, 24 gesagt, dies bedeute, daß "Satan"
ein Name ist, der auf Rom (insofern) angewandt werden kann (als)
er ihre Eigenschaften beschreibt (aus: Das vollendete Geheimnis,
S. 43).
Die
protestantische Episcopal-Kirche und andere christliche Kirchen
sind in Russells sehr bildhafter Sprache die "Hurentöchter
der römischen Kirche" und "haben Hurerei
getrieben". Russell interpretiert diese Ausdrücke als
Vereinigung von Kirche und Staat, dem sich die Juden in aller
Welt so erbittert widersetzen.
Diese Kirchen
kommen nach Meinung des vielbeschäftigten Autors nicht besser
weg.
Er sagt uns
voraus, daß unter der Herrschaft der alten Würdenträger (der
jüdische Sanhedrin) die Heiden, die dann noch an Christus
glauben, Christi Herrschaft als eine unsichtbare anerkennen
werden. Gleichzeitig unterwerfen sie sich als Christen all der Mühsal,
welche diese jüdischen Fürsten ihnen auferlegen werden.
Bruder Russell
macht uns wenig Hoffnung für die Zeit der Drangsal, die nun über
uns kommt, denn auf Seite 122 des Buches "Das vollendete
Geheimnis" zerstört er jegliche Hoffnung, die wir noch bezüglich
wohltätiger Gesellschaften (Bruderschaften ) Hegen könnten,
mit folgendem Satz: "Da die Schwierigkeiten immer größer
werden, werden die Menschen der Gesellschaft (Freimaurerei,
Oddfellowship, Gewerkschaften, Treuhandgesellschaften und alle
weltlichen und kirchlichen Gesellschaften) und in den Bergen der
Erde (Regierungen) suchen."
Die Veröffentlichungen
der IBF-Vereinigung sind interessante Proben politischer
Propaganda, und sie sind scheinbar gut geeignet, potentielle
Tendenzen des Aufbegehrens unter solchen Mitgliedern der
christlichen Gemeinschaften zu unterdrücken, die gegen die
Rolle, die ihnen in diesem jüdischen Superstaat zugeteilt würde,
protestieren könnten.
Das gegenwärtige
Haupt der Bewegung ist John Rutherford.
So weit das
Kapitel "Russelliten".
Russells
Weltanschauung hatte beachtliche Parallelen in der Mystik der
Freimaurerei. Zum Beispiel: die "Pyramidenlehre".
Hierin erklärt Russell Jesus Christus als den
"Haupteckstein" nämlich die Pyramidenspitze und die
gesamte Pyramide als die Gemeinde Jesu. Die Pyramide ist
typisches Logensymbol. Eine ausführliche Darlegung der
Pyramidensymbolik findet sich in "Schriftstudien".
Band 3. Seite 295-346.
Die Kapitelüberschrift
ist schon bedeutsam: "Das Zeugnis des Stein-Zeugen und
Propheten Gottes, der großen Pyramide in Ägypten."
Wurde diese
"Erkenntnis" nun allen Menschen zuteil? Nein. Nur die
"Eingeweihten" sollten es wissen. Das waren in erster
Linie etwa 1 000 freimaurerische Freunde, die in einer Broschüre
von dem "Geheimnis" der Pyramide erfuhren und alle
"Ernsten Bibelforscher". Die damaligen Ernsten
Bibelforscher wurden zu Esoterikern, zu "Glaubenden"
einer Idee, die sie selbst nicht richtig einschätzen konnten.
Sie wurden durch diese mystische Lehre "vereinnahmt".
Ein abschließender
Nachweis über Russells freimaurerisches Denken ist der Vortrag
"Der Tempel Gottes".
Etwa um 1911-1913
wurde er ebenfalls in einem Gebäude der Freimaurer vor einer
Versammlung Internationaler Bibelstudenten gehalten. Es war eine
allegorische oder mystische Umdeutung des "Tempels
Gottes".
Die Ansprache
umfaßt eine Vielzahl von Seiten. Sie kann daher nur
auszugsweise wiedergegeben werden.
- Die "Tempelsprache" Ch.
T. Russells
Übersetzt aus:
Souvenir - International Bibelstudents Convention Report 1913.
Der Einleitungstext war 1. Korinther 3, 17. Eine erste Frage,
die Russell an seine Zuhörer richtete, lautete:
Verstehen unsere
freimaurerischen Freunde etwas vom Tempel und auch etwas davon,
Tempelritter zu sein? Ich freue mich, daß ich diese besondere
Gelegenheit habe, einiges über einige Dinge zu sagen, in denen
wir mit unseren freimaurerischen Freunden übereinstimmen, weil
wir uns hier in einem Gebäude befinden, das der Freimaurerei
geweiht ist, und wir sind auch Freimaurer. Ich bin ein freier
Freimaurer. Ich bin ein freier und anerkannter Freimaurer; wenn
ich das in voller Länge ausführen darf, weil es das ist, was
unsere freimaurerischen Freunde sagen wollen, daß sie freie und
anerkannte Freimaurer sind. Tatsächlich sind einige meiner
besten Freunde Freimaurer. Und so kommt es, wenn wir zu unseren
freimaurerischen Freunden über den Tempel und seine Bedeutung
sprechen und darüber, gute Freimaurer zu sein, und über die
große Pyramide, die das eigentliche Symbol ist, das sie benützen
und darüber, was die große Pyramide bedeutet, so sind unsere
freimaurerischen Freunde erstaunt ... Wir werden heute
nachmittag nicht über die große Pyramide sprechen. Wir werden
über freie und anerkannte Freimaurerei sprechen - die biblische
Freimaurerei, meine lieben Freunde ... Der große Meister
unseres hohen Ordens der freien und anerkannten Freimaurerei,
der Herr Jesus Christus, legte das Fundament all dessen ... Er
hat die Grundlage (Fundament) für hohes und anerkanntes
Maurerhandwerk (Freimaurerei) und alles, was sich darauf
bezieht, gelegt. Er gründete einen großartigen Orden, dem wir
angehören, den Orden der freien und anerkannten Freimaurerei
... Der Tempel ist im Prozeß des Aufbaus, glauben wir ... nein,
nur das Fundament wurde gelegt, und hier haben wir das wahre
Bild der Pyramide; daß das wahre Fundament im Himmel gelegt
wurde ... Der oberste Stein, Jesus, wurde zuerst gelegt. Meinst
du, daß die Gemeinde des Herrn ein geheimer Orden ist? Ja, sie
ist es ... Erkannte die Welt den großen Freimaurer, als er hier
war? Nein ... Als du in die Loge des Herrn Jesus Christus kamst,
um in seinen Orden einzutreten, bekamst du Anrecht auf alle
Insignien und auf alles, was dem Orden gehört ...
Soviel über die
allegorischen Verquickungen von WT-Ideologie und Freimaurerei.
Wie würden Christen auf solche Darlegungen reagieren, wenn von
einem Evangelisten der "Tempel der Freimaurer"
umgedeutet würde auf den Tempel Gottes"? Freimaurische
Mystik und Esoterik sind mit dem Christentum unvereinbar. Daß
Russell den "Tempel Gottes" allegorisch auf den
"Tempel der Freimaurer" umzudeuten wagte, sollte den
ZJ zu denken geben. Es ging uns in diesem Kapitel darum, die
Thesen und Botschaften der ZJ als freimaurerische Ideologie zu
verdeutlichen. Darüber hinaus sollte verstanden werden, daß
die heutige WT-Botschaft vom "Herrschenden Königreich
1914", eine rein okkultesoterische Parole ist, die auf der
Grundlage der "Russelllschen "Pyramidenlehre"
beruht. Sie hat daher mit der biblisch christlichen Botschaft
von Gottes Königreich nichts zu tun. Unter diesen Aspekten
verfolgt die WTO nun ihr großes Ziel: Als "die mächtigen
Nation" die Erde in Besitz zu nehmen. Dann wird es eine
vereinte "Menschheitsfamilie" geben. Sie ist schon am
Entstehen. Zitat: "Nein, eine vereinte Menschheitsfamilie
ist kein Traum" (WT. 15.6.84, S. 19). Gerade dieser Begriff
"Menschheitsfamilie" ist ein typischer Begriff der
Freimaurer. In "Appell an alle", Verlag und
Schriftenmission der Evangelischen Gesellschaft für
Deutschland, Wuppertal, Seite 10 heißt es: "Wir fragen:
Ist die "Menschheitsfamilie das Volk Gottes?" Bei der
Suche nach der Herkunft, Inhalt und Verbindung des Gedankens
""Menschheitsfamilie" stießen wir auf folgende
Zusammenhänge: 1. Menschheitsfamilie - entscheidender Begriff
bei Freimaurern und Illuminaten. Das müßte uns zu denken
geben.
Spiritistischer Einfluß durch J.
Grebers Schriften und Lehren
Johannes Greber war
als katholischer Dorfpfarrer tätig und bekam 1923 mit dem
Spiritismus Kontakt. 1929 reiste er nach Amerika aus und gründete
dort eine spiritualistische Gemeinde. Im Jahre 1932 gab er ein Buch
heraus mit dem Titel: "Der Verkehr mit der Geisterwelt Gottes -
seine Gesetze und sein Zweck". Die Unterzeile wies darauf hin,
daß es sich hierbei um "Selbsterlebnisse eines katholischen
Geistlichen" handelte. Mittels seiner Praktiken als Spiritist
"übersetzte" er das Neue Testament. Er ließ sich hierbei
von seiner Frau, die ein Geistermedium war, leiten. Andererseits
bekam er in Zweifelsfragen betreffs der "richtigen" Übersetzung
in großen, leuchtenden Buchstaben die "Lösungen"
angezeigt (siehe Vorwort zum Neuen Testament, Ausgabe 1936, J.
Greber)
Waren diese Tatsachen der WTG
bekannt?
Die WTG kannte die
Schriften und wußte von den spiritistischen Methoden, mit denen
J. Greber arbeitete. Mindestens seit dem Jahre 1955 war der
WT-Leitung J. Greber ein Begriff. In der bekannten WT-Broschüre
"Was sagt die Heilige Schrift über ein Weiterleben nach dem
Tod?" (edit. 1955) heißt es auf Seite 89:
Es überrascht uns
daher nicht, daß ein gewisser Johannes Greber, ein früherer
katholischer Geistlicher, Spiritist geworden ist und ein Buch veröffentlicht
hat unter dem Titel "Verkehr mit der Geisterwelt, ihr Gesetz
und ihr Zweck". In seinem Vorwort gibt er die typisch falsche
Erklärung ab: "Das bedeutendste spiritistische Buch ist die
Bibel."
In einer Ausführung
zu seiner Übersetzung des Neuen Testaments sagt Johannes Greber:
" ...dann kam der Tag, an dem ich ungewollt den ersten
Schritt auf dem Weg zur Verbindung mit der Geisterwelt
tat..." Unter diesem Eindruck suchte Gerber seiner Übersetzung
des Neuen Testaments eine ganz spiritistische Note zu geben (Der
WT, 1.5.1956, S. 271).
Der Schußsatz
hierzu lautet:
Ganz offenbar
halfen jene Geister, an die Expriester Greber glaubte, ihm bei
seiner Übersetzung
In welchen WT-Schriften wurde J.
Greber zur Unterstützung der Lehrmeinung zitiert?
- -WT-Broschüre "Das
Wort" -von wem spricht Johannes? (S. 5)
In dieser
Schrift versucht die WTG den Nachweis zu bringen, daß
Johannes 1, 1 "...und Gott war das Wort" wie folgt
zu übersetzen sei: "...und das Wort war ein Gott."
Die Broschüre führt als vorbildliche Textübersetzung tatsächlich
J. Greber an und stellt fest: "Ähnlich lautet der Text
auch in der Übersetzung eines ehemals römisch-katholischen
Priesters: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei
Gott und das Wort war ein Gott." Zusätzlich weist die Fußnote
auf das "Neue Testament" Gebers hin und bemerkt, es
sei eine Übersetzung aus den ältesten Manuskripten (wobei
die spiritistischen Praktiken unerwähnt bleiben). Es muß uns
zu denken geben, daß die WTG wider besseres Wissen J. Greber
heranzieht, um ihre Lehre bezüglich des Textes in Johannes 1,
1 zu stützen. Erklärte sie nicht in den oben erwähnten
Schriften, auf welche Weise J. Greber sein "Neues
Testament" übersetzt hatte?
- -"Vergewissert euch aller
Dinge"(S. 119)
Diese
Hilfsmittel zum Predigen wurde 1974 in Deutsch veröffentlicht.
Wiederum werden die "Methoden Grebers"
geflissentlich übersehen. Unter der Überschrift:
"Moderne Übersetzungen und griechische Grammatik zeigen,
was gemeint ist" wird J.Grebers "Neues
Testament" von 1937 zitiert. Wir erinnern daran, daß die
WTG längst vor Drucklegung dieser Schrift wußte, daß sie
sich durch ihre Darlegung mit den spiritistischen Praktiken
Grebers liiert. Sie scheut sich nicht, um ihrer Lehrmeinung
willen, sich auf die Übersetzung J. Grebers zu beziehen, die
da lautet: "...und das Wort war ein Gott." Dieselbe
Version wird in der italienischen Ausgabe des
"Vergewissert euch" (S. 478), wiedergegeben.
- "Hilfe zum Selbstverständnis
der Bibel" (deutsch, S. 465)
Dieses
Nachschlagewerk führt das "Neue Testament" von
Greber an, um einen "Nachweis" richtiger Übersetzung
von Matthäus 27, 52.53 zu bringen. Es geht um das Thema
"Mitauferweckung" der Toten nach der Auferweckung
Jesu. Sowohl obiges Nachschlagewerk, als auch die NW-Übersetzung,
hat die Greberschen Texte sinngemäß übernommen. Die gleiche
Darlegung befindet sich in der englischen Ausgabe des obigen
Werkes auf Seite 1 134, Ausgabe 1969. Zudem wird auch in
diesem Werk, Seite 1 669 unter "The Word As A
Title", nochmals J. Grebers Übersetzung von Johannes 1,
1 zitiert.
Stellungnahme der WTG zu J. Greber
und seinem "Neuen Testament"
In der WT-Ausgabe
vom 1.Juli 1983, Seite 31 muß die WTG Stellung beziehen zum Thema
J. Greber. In dem Kommentar gibt sie nun eine Erklärung darüber
ab, warum sie in den letzten Jahren in den WT-Ausgaben nicht mehr
J. Greber zitiert hätte., Sie behauptet bezüglich des
"Neuen Testaments" von Greber:
Diese Übersetzung
wurde gelegentlich zitiert, um die Wiedergabe von Matthäus
27,52.53 und Johannes 1, 1 in der "Neuen Welt Übersetzung"
und in anderen maßgeblichen Übersetzungen zu stützen.
Auszüge aus dem Buch von Erich Brüning
1990
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