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Nächstenliebe
"Daran
werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn
ihr Liebe unter euch habt." [Joh 13,35]
Die
Zeugen Jehovas stellen sich selbst immer wieder gern
ins positive Licht. Um dies noch zu untermauern werden
spezielle Broschüren und Traktate gedruckt, die sich
über die Themen Freundlichkeit, Nächsten-liebe und
Anständigkeit, um nur einige der Themen anzuschneiden,
beschäftigen.
Die
neueste Broschüre..." Jehovas Zeugen Menschen aus
der Nachbarschaft; Wer sind sie?" setzt hier neue
Akzente. Auf der Seite 3 wird über 1.) Herrn W. Hirsch
und S. Speidel berichtet die für Ihren Glauben als
Zeugen Jehovas im 3. Reich hingerichtet wurden.
Hiernach wird über 2.) Frau Helene Schreiber
berichtet, die das Bundesverdienstkreuz erhielt. Sie
hat sich um einen geistig Behinderten 20 Jahre lang
selbstlos und unter großen Einsatz gekümmert. Zuletzt
wird auf ein Ereignis der Nächsten-liebe hingewiesen,
das besagt, daß sich 3.) Zeugen Jehovas zwei Neustädter
Bürger gegenüber am Grenzübergang nach der Ukraine
als "rettende Engel" erwiesen. Allerdings
wird auf die tatsächliche Hilfe nicht genauer
eingegangen. Ein Zitat aus der Heilbronner Stimme, vom
23 Sep. 82 lautet dann so....
"Unglücklich
wirken die Zeugen Jehovas trotz aller strengen Regeln
nicht". Im Gegenteil. Junge wie alte Bibelforscher
machen einen ungewöhnlich fröhlichen und
ausgeglichenen Eindruck. Wer ihre Versammlung besucht,
wird feststellen, daß der Saal voller ist als viele
Kirchen. Sämtliche Altersklassen sind vertreten. ...
Vor dem Singen, Predigen und Beten schwirrt alles
durcheinander. Eine unbe-schreibliche Freude scheint
von jedem einzelnen auszugehen. Während der
Ver-sammlung macht jeder aktiv mit ... Obwohl die
Zeugen Jehovas jemanden, der nicht dazugehört,
freundlich in ihrer Mitte aufnehmen, hat man das Gefühl,
in einer anderen Welt zu sein."
Zeugen
Jehovas sprechen gerne davon, daß sie sich schon in
einem geistigen Paradies befinden, und in Anbetracht
der vorherigen Ausführungen ist das wohl auch so...,
oder? Ich möchte zuerst einmal die 3 verschiedenen
Beispiele aufgreifen:
- Unbestritten, es gab
viele Zeugen Jehovas im zweiten Weltkrieg, die sich
lieber erschießen/enthaupten ließen, insbesondere
durch die "Durchhalteparolen" der
Organisation gestärkt. Leider zeigt der Bericht
nicht die größere Gruppe der Zeugen Jehovas die
mit dem 3. Reich gelaufen und marschiert sind. Die
sogar ihre eigenen Glaubensbrüder verraten haben,
nur um sich gewisse Vorteile zu erhaschen. Kein
Zweifel, dies war eine schwere Zeit, und ich möchte
nie jemanden verurteilen, der sich von dem einen
Joch der "Zeugen Religion" ins andere Joch
der "Nazis" begeben hat. Auch die volle
Beteiligung im ersten Weltkrieg, mit dem Segen der
Wachtturm Gesellschaft bleibt gern unerwähnt. Außerdem
waren auch viele andere christlich orientierte
Menschen oder politisch andersdenkende Menschen
verfolgt worden, die ohne indoktrinierte
Verhaltensmuster und Versammlungsinterne
Konsequenzen durch eine leitende Körperschaft
diesen Weg des Widerstandes mit allen Folgen
gegangen sind.
- Es gibt sicherlich
Tausende von Menschen weltweit die ohne Religion
sehr opferbereit sind. Aber auch in den großen
Religionen gibt es Menschen die sogar ihr gesamtes
Leben Gott und den Nächsten weihen ohne jemals so
etwas wie Eigentum besitzen zu können. Dieser Stand
ist uns als Nonne oder Mönch allen bekannt. Eine
wirklich sichtbare Gruppe, die auch als solche
wirklich praktiziert. Ist eine solche Gruppe unter
den Zeugen Jehovas bekannt, die sich selbst doch als
die einzig wahren Christen bezeichnen. Die gemäß
ihrer Überzeugung die Nächstenliebe schlechthin zu
praktizieren in aller Munde nur positiv erscheinen dürften.
Ist dem wirklich so?
- Ein sehr fragwürdiges
Beispiel an Nächstenliebe. Wie und wodurch die
Zeugen Jehovas in diesem Außnahmebeispiel wirklich
helfend zur Hand standen, hierüber läßt sich
leider nur spekulieren. In welcher Fernsehsendung
und in welchen Zeitungsbericht wurden
Hilfsorganisationen wie z.B. "Zeugen
Jehovas" im Einsatz, oder Hilfswerk der "Z.J."
irgendwo gesehen. Jeder Insider weiß, daß hierfür
weder Gelder noch organisatorische Vorbereitungen
getroffen wurden, noch werden.
Leider
wird hier versucht ein Bild zu zeichnen, daß es so
nicht gibt. Kein Zeuge Jehovas würde in der
Versammlung oder auf öffentlichen Kongressen, ja noch
nicht einmal in einer kleinen Gruppe von Zeugen z.B.
bei einer sogenannten Buchstudiengruppe über seine
Probleme bezüglich seiner Zweifel über die
Bibelauslegung, kritische Bemerkungen über die
Organisation oder Mitverbundenen nennen, oder in
irgendeiner Form sich anmerken lassen, daß ihm vieles
zuwider ist.
Es wird
ihm ja auch immer wieder suggeriert, immer und überall,
besonders dort, wo dich Menschen sehen oder hören könnten,
nur das beste Bild zu geben. Immer wieder wird gerne
die Sauberkeit nach den Kongressen als Highlight
genannt, mit der man das angemietete Stadion an die
Betreiber zurück gibt. Man ist peinlich darauf
bedacht, nach außen ein Bild von einem Paradies zu
geben, doch wehe man schaut hinter die goldene Fassade.
[Matt. 23,27]
Für
die seinigen Sorgen
Unter dieser Überschrift wird in der Anfang erwähnten
Broschüre auf Seite 15 folgendes gesagt:
"Die liebevolle Fürsorge unter Jehovas Zeugen ist
daran zu erkennen, wie für betagte Mitgläubige, die
viele Jahre mit der Organisation zusammengearbeitet
haben, gesorgt wird. In 1. Timotheus 5:8 wird Christen
eine schwere Pflicht auferlegt, die Jehovas Zeugen
ernst nehmen: "Bestimmt hat jemand, der für die
Seinigen und besonders für seine Hausgenossen nicht
sorgt, den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein
Ungläubiger." Angehörige einer
Religionsgemeinschaft, in der viele bereit waren, in
Hitlers Konzentrationslagern für ihren Glauben zu
sterben, empfinden es nicht als Zumutung, für die
Ihrigen zu sorgen.
Personen,
die sich hauptamtlich den Aufgaben der
Glaubensgemeinschaft widmen und von ihr wirtschaftlich
unterhalten werden, werden als Sondervollzeitdiener
bezeichnet. Wenn jemand aus dem Sondervollzeitdienst
ausscheidet, wird er gemäß den gesetzlichen
Bestimmungen in der Rentenversicherung nachversichert*.
Diese Regelung kam nicht durch einen Gerichtsbeschluß
zustande, wie schon irrtümlich behauptet wurde. (Zitatende)
Man
merke.... "nur Personen die mit der Organisation
viele Jahre zusammengearbeitet haben, kommen in den
Genuß einer Fürsorge. Was ist mit denen, die z.B.
nicht in den Druckereien der Gesellschaft tätig waren,
und auch kein Sondervollzeitdiener waren?? Was ist mit
dem normalen Mitläufer, der brav die Versammlungen und
Kongresse besucht. Was ist mit den Kindern und
Familien, mit den dortigen Alten, Behinderten. Wer kümmert
sich um deren Belange, Sorgen und Nöte??
In der
Realität - ....niemand!! Es gibt bei den Zeugen keine
Vollzeitdiener für die Belange der Mitläufer. Es gibt
keine Innendiensthelfer, es wird nur auf das Predigen
und Jüngermachen wert gelegt. Diese Aufgabe des
Predigen, aber eben nur diese, ist wohlgeordnet und bis
ins kleinste durchorganisiert. Die, die schon zur
Gemeinschaft der Zeugen gehören, die haben gefälligst
zu funktionieren, sprich das Werk des Jüngermachens
(verteilen der Druckerzeugnisse ect.pp.) zu betreiben.
Fällt unter diesem Leistungsdruck jemand um, so wird
zwar versucht, ihm in der sogenannten geistigen
Gesundung durch erneutes Durchkauen von Bibelstellen,
Wachtturmpublikationen und "gutgemeinte"
Ratschläge durch Älteste in die Reihen der aktiven
Verkündiger zurückzubekommen. Gelingt dies allerdings
nicht, wird der Mitläufer auf kurze Zeit gesehen
ausgebremst, fallengelassen und als unbrauchbar gegenüber
den aktiven Mitstreitern dargestellt.
Insbesondere
ältere Mitläufer und Familien haben oft zu leiden, da
Sie den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. In dem
realen Paradies der Zeugen ist nun mal kein Platz für
die Belange der Menschen. Alles ist unter der
Theokratie organisiert. Für Menschen anderer
Religionen, oder für die, die nichts mit den Zeugen
Jehovas zu tun haben möchten, für die ist sowieso die
Vernichtung so gut wie sicher. Also, warum sollte die
Organisation an diese Menschen Interesse zeigen, zumal
Ihrer Ansicht nach es jetzt nur noch darum geht
"Menschen guten Willens" zu finden.
*Außerdem,
das erst Renten nachversichert werden, ist schon sehr
bedenklich. Warum nicht von Anfang an, mit dem Eintritt
im Sonderdienst die Beiträge an den gesetzlichen
Rentenversicherer abführen. Könnte es sein, daß die
Leitung der Zeugen vielleicht davon ausgeht, daß die
Person vor Rentenbeginn versterben könnte, so das
keine Beiträge fällig werden, oder die Hoffnung
hegen, diese Personen billig und einfach in den
sogenannten Wachtturmfarmen mit durchzufüttern?
Außerdem
ist diese Regelung der Nachversicherung nur durch
ehemalige Sonderpioniere/Zeugen und dem Engagement von
Frau Birlenberg die über Bonn in Berlin, mit den
internen Versicherungsverträgen der WTG mitgeholfen
hat, die Sache ins ins Rollen zu bringen.. In dem
Schreiben der BFA an Frau Birlenberg, hat u.a. die WTG
ausgesagt, Zitat Beginn. "Wie die Vertreter der
Gesellschaft versicherten, ist ihnen dies erst vor
kurzem (Oktober / November 1991 bewußt geworden. In
der Vergangenheit sei die Gesellschaft ihrer
Nachversicherungspflicht aus Unkenntnis noch nie
nachgekommen". Zitat Ende. Die
Wachtturmgesellschaft hat nach Rücksprache mit den
eigenen Juristen und dem gesetzlichen Rentenversicherer
diese für die Organisation unangenehme Regelung
zugestimmt, da keine Aussicht bestand, einen Prozeß,
gegen den Rentenversicherungsträger zu gewinnen.
Diese
Worte sind zuverlässig und wahr
Seite 29, in derselben Broschüre...Jehovas Zeugen begrüßen
verantwortungsbewußten Journalismus, sie sind gern
bereit, zu erklären, was sie wirklich glauben.
Was
verstehen Zeugen unter verantwortungsbewußten
Journalismus? Sicherlich eine wohlfällige Kritik die
schwierige Themen außen vorläßt. Die auf keine Fälle
die Organisation in Mißkredit bringt. Das dem so ist,
möchte ich noch belegen.
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