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Außen- und Innenbild der Zeugen Jehovas

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von Ste-ph-an@gmx.de

"Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt." [Joh 13,35]

Die Zeugen Jehovas stellen sich selbst immer wieder gern ins postive Licht. Um dies noch zu untermauern werden spezielle Broschüren und Traktate gedruckt, die sich über die Themen Freundlichkeit, Nächsten-liebe und Anständigkeit, um nur einige der Themen anzuschneiden, beschäftigen.

Die neueste Broschüre..." Jehovas Zeugen Menschen aus der Nachbarschaft; Wer sind sie?" setzt hier neue Akzente.

Auf der Seite 3 wird über

  •  Herrn W. Hirsch und S. Speidel berichtet die für Ihren Glauben als Zeugen Jehovas im 3. Reich hingerichtet wurden.

Hiernach wird über

  •  Frau Helene Schrei-ber berichtet, die das Bundesverdienst-kreuz erhielt. Sie hat sich um einen geistig Behinderten 20 Jahre lang selbstlos und unter großen Einsatz gekümmert.

Zuletzt wird auf ein Ereignis der Nächsten-liebe hingewiesen, das besagt, daß sich 

  • Zeugen Jehovas zwei Neustädter Bürger gegenüber am Grenzübergang nach der Ukraine als "rettende Engel" erwiesen. Allerdings wird auf die tatsächliche Hilfe nicht genauer eingegangen.

Ein Zitat aus der Heilbronner Stimme, vom 23 Sep. 82 lautet dann so....

"Unglücklich wirken die Zeugen Jehovas trotz aller strengen Regeln nicht". Im Gegenteil. Junge wie alte Bibelforscher machen einen ungewöhnlich fröhlichen und ausgeglichenen Eindruck. Wer ihre Versammlung besucht, wird feststellen, daß der Saal voller ist als viele Kirchen. Sämtliche Altersklassen sind vertreten. ... Vor dem Singen, Predigen und Beten schwirrt alles durcheinander. Eine unbeschreibliche Freude scheint von jedem einzelnen auszugehen. Während der Versammlung macht jeder aktiv mit ... Obwohl die Zeugen Jehovas jemanden, der nicht dazugehört, freundlich in ihrer Mitte aufnehmen, hat man das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein."

Zeugen Jehovas sprechen gerne davon, daß sie sich schon in einem geistigen Paradies befinden, und in Anbetracht der vorherigen Ausführungen ist das wohl auch so..., oder?

Ich möchte zuerst einmal die 3 verschiedenen Beispiele aufgreifen.

  1. Unbestritten, es gab viele Zeugen Jehovas im zweiten Weltkrieg, die sich lieber erschießen/enthaupten ließen, insbesondere durch die "Durchhalteparolen" der Organisation gestärkt.

    Leider zeigt der Bericht nicht die größere Gruppe der Zeugen Jehovas die mit dem 3. Reich gelaufen und marschiert sind. Die sogar ihre eigenen Glaubensbrüder verraten haben, nur um sich gewisse Vorteile zu erhaschen. Kein Zweifel, dies war eine schwere Zeit, und ich möchte nie jemanden verurteilen, der sich von dem einen Joch der "Zeugen Religion" ins andere Joch der "Nazis" begeben hat.

    Auch die volle Beteiligung im ersten Weltkrieg, mit dem Segen der Wachtturm Gesellschaft bleibt gern unerwähnt.

    Außerdem waren auch viele andere christlich orientierte Menschen oder politisch andersdenkende Menschen verfolgt worden, die ohne indoktrinierte Verhaltensmuster und Versammlungsinterne Konsequenzen durch eine leitende Körperschaft diesen Weg des Widerstandes mit allen Folgen gegangen sind.

     

  2. Es gibt sicherlich Tausende von Menschen weltweit die ohne Religion sehr opferbereit sind. Aber auch in den großen Religionen gibt es Menschen die sogar ihr gesamtes Leben Gott und den Nächsten weihen ohne jemals so etwas wie Eigentum besitzen zu können.

    Dieser Stand ist uns als Nonne oder Mönch allen bekannt. Eine wirklich sichtbare Gruppe, die auch als solche wirklich praktiziert. Ist eine solche Gruppe unter den Zeugen Jehovas bekannt, die sich selbst doch als die einzig wahren Christen bezeichnen.

    Die gemäß ihrer Überzeugung die Nächstenliebe schlechthin zu praktizieren in aller Munde nur positiv erscheinen dürften. Ist dem wirklich so?

     

  3. Ein sehr fragwürdiges Beispiel an Nächstenliebe. Wie und wodurch die Zeugen Jehovas in diesem Ausnahmebeispiel wirklich helfend zur Hand standen, hierüber lässt sich leider nur spekulieren.

In welcher Fernsehsendung und in welchen Zeitungsbericht wurden Hilfsorganisationen wie z.B. "Zeugen Jehovas" im Einsatz, oder Hilfswerk der "Z.J." irgendwo gesehen. Jeder Insider weiß, daß hierfür weder Gelder noch organisatorische Vorbereitungen getroffen wurden, noch werden.

Leider wird hier versucht ein Bild zu zeichnen, daß es so nicht gibt. Kein Zeuge Jehovas würde in der Versammlung oder auf öffentlichen Kongressen, ja noch nicht einmal in einer kleinen Gruppe von Zeugen z.B. bei einer sogenannten Buchstudiengruppe über seine Probleme bezüglich seiner Zweifel über die Bibelauslegung, kritische Bemerkungen über die Organisation oder Mitverbundenen nennen, oder in irgendeiner Form sich anmerken lassen, daß ihm vieles zuwider ist.

Es wird ihm ja auch immer wieder suggeriert, immer und überall, besonders dort, wo dich Menschen sehen oder hören könnten, nur das beste Bild zu geben. Immer wieder wird gerne die Sauberkeit nach den Kongressen als Highlight genannt, mit der man das angemietete Stadion an die Betreiber zurück gibt. Man ist peinlich darauf bedacht, nach außen ein Bild von einem Paradies zu geben, doch wehe man schaut hinter die goldene Fassade.

[Matt. 23,27]

Für die Seinigen sorgen

Unter dieser Überschrift wird in der Anfang erwähnten Broschüre auf Seite 15 folgendes gesagt:

"Die liebevolle Fürsorge unter Jehovas Zeugen ist daran zu erkennen, wie für betagte Mitgläubige, die viele Jahre mit der Organisation zusammengearbeitet haben, gesorgt wird. In 1. Timotheus 5:8 wird Christen eine schwere Pflicht auferlegt, die Jehovas Zeugen ernst nehmen: "Bestimmt hat jemand, der für die Seinigen und besonders für seine Hausgenossen nicht sorgt, den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger." Angehörige einer Religionsgemeinschaft, in der viele bereit waren, in Hitlers Konzentrationslagern für ihren Glauben zu sterben, empfinden es nicht als Zumutung, für die Ihrigen zu sorgen.

Personen, die sich hauptamtlich den Aufgaben der Glaubensgemeinschaft widmen und von ihr wirtschaftlich unterhalten werden, werden als Sondervollzeitdiener bezeichnet. Wenn jemand aus dem Sondervollzeitdienst ausscheidet, wird er gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in der Rentenversicherung nachversichert*. Diese Regelung kam nicht durch einen Gerichtsbeschluß zustande, wie schon irrtümlich behauptet wurde. (Zitatende)

Man merke.... "nur Personen die mit der Organisation viele Jahre zusammen-gearbeitet haben, kommen in den Genuß einer Fürsorge. Was ist mit denen, die z.B. nicht in den Druckereien der Gesellschaft tätig waren, und auch kein Sondervollzeitdiener waren??

Was ist mit dem normalen Mitläufer, der brav die Versammlungen und Kongresse besucht. Was ist mit den Kindern und Familien, mit den dortigen Alten, Behinderten. Wer kümmert sich um deren Belange, Sorgen und Nöte??

In der Realität - ....niemand!! Es gibt bei den Zeugen keine Vollzeitdiener für die Belange der Mitläufer. Es gibt keine Innendiensthelfer, es wird nur auf das Predigen und Jüngermachen wert gelegt. Diese Aufgabe des Predigen, aber eben nur diese, ist wohlgeordnet und bis ins kleinste durchorganisiert. Die, die schon zur Gemeinschaft der Zeugen gehören, die haben gefälligst zu funktionieren, sprich das Werk des Jüngermachens (verteilen der Druckerzeugnisse ect.pp.) zu betreiben.

Fällt unter diesem Leistungsdruck jemand um, so wird zwar versucht, ihm in der sogenannten geistigen Gesundung durch erneutes Durchkauen von Bibelstellen, Wachtturmpublikationen und "gutgemeinte" Ratschläge durch Älteste in die Reihen der aktiven Verkündiger zurückzubekommen. Gelingt dies allerdings nicht, wird der Mitläufer auf kurze Zeit gesehen ausgebremst, fallengelassen und als un-brauchbar gegenüber den aktiven Mitstreitern dargestellt.

Insbesondere ältere Mitläufer und Familien haben oft zu leiden, da Sie den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind.

In dem realen Paradies der Zeugen ist nun mal kein Platz für die Belange der Menschen. Alles ist unter der Theokratie organisiert. Für Menschen anderer Religionen, oder für die, die nichts mit den Zeugen Jehovas zu tun haben möchten, für die ist sowieso die Vernichtung so gut wie sicher. Also, warum sollte die Organisation an diese Menschen Interesse zeigen, zumal Ihrer Ansicht nach es jetzt nur noch darum geht "Menschen guten Willens" zu finden.

*Außerdem, das erst Renten nachversichert werden, ist schon sehr bedenklich. Warum nicht von Anfang an, mit dem Eintritt im Sonderdienst die Beiträge an den gesetzlichen Rentenversicherer abführen. Könnte es sein, daß die Leitung der Zeugen vielleicht davon ausgeht, daß die Person vor Rentenbeginn versterben könnte, so das keine Beiträge fällig werden, oder die Hoffnung hegen, diese Personen billig und einfach in den sogenannten Wachtturmfarmen mit durchzufüttern?

Außerdem ist diese Regelung der Nachversicherung nur durch ehemalige Sonderpioniere/Zeugen und dem Engagement von Frau Birlenberg die über Bonn in Berlin,

mit den internen Versicherungsverträgen der WTG mitgeholfen hat, die Sache ins ins Rollen zu bringen.. In dem Schreiben der BFA an Frau Birlenberg, hat u.a. die WTG ausgesagt, Zitat Beginn. "Wie die Vertreter der Gesellschaft versicherten, ist ihnen dies erst vor kurzem (Oktober / November 1991 bewußt geworden. In der Vergangenheit sei die Gesellschaft ihrer Nachversicherungspflicht aus Unkenntnis noch nie nachgekommen". Zitat Ende. Die Wachtturmgesellschaft hat nach Rücksprache mit den eigenen Juristen und dem gesetzlichen Rentenversicherer diese für die Organisation unangenehme Regelung zugestimmt, da keine Aussicht bestand, einen Prozeß, gegen den Rentenversicherungsträger zu gewinnen.

Diese Worte sind zuverlässig und wahr

Seite 29, in derselben Broschüre...

Jehovas Zeugen begrüßen verantwortungsbewußten Journalismus, sie sind gern bereit, zu erklären, was sie wirklich glauben

Was verstehen Zeugen unter verantwortungsbewußten Journalismus? Sicherlich eine wohlfällige Kritik die schwierige Themen außen vorläßt. Die auf keine Fälle die Organisation in Mißkredit bringt. Das dem so ist, möchte ich noch kurz belegen.

Zitate

Über das Internet...

"...Chat-Foren sind regelrechte Zeitverschwendung. Von all dem sollte man sich ganz fernhalten!"
Quelle...Erwachet vom 8.1.98 Seite 12

Über Abtrünnige...

"Wahre Christen teilen Jehovas Empfindungen gegenüber Abtrünnigen; sie möchten gar nicht wissen, was für Vorstellungen diese vertreten. Im Gegenteil, sie empfinden Ekel gegenüber denjenigen, die sich zu Gottes Feinden gemacht haben."
Der Wachtturm vom 1.10.1993

Über die Ältesten...

"Im westlichen Teil unseres Landes haben einige Ältestenschaften damit Probleme, weil sie aufgrund der Gesetze eigene Vereine sind, und sie meinen, wir sind ja etwas. Sie sind vom theokratischen Prinzip gar nichts."
WT-Vertreter Fabian anläßlich einer Ältesten-Versammlung in Berlin

Über die Juden...

"Viele Ihrer Leiden haben sie sich durch ihre Geschäftemacherei und ihr rebellisches Handeln zugezogen."
Gott bleibt wahrhaftig, 1946, Seite 224 1.Auflage

Über den Bau von Königreichssälen...

"Achtet auch bitte darauf, keine Aufträge an Firmen zu vergeben. Unser neues Buch sagt, es sollten keine Fremden eingeschaltet werden.
WT Bauleiter Westphal anläßlich einer Ältesten-Versammlung in Berlin

Über das Verhältnis zu Medien...

"Wir dürfen Pressevertretern kein Vertrauen schenken. Sie können nichts für uns tun. Wir brauchen sie nicht. Wir lassen auch Fernsehübertragungen platzen, wenn es darauf ankommt, wenn man nicht die Bedingungen erfüllt, die wir stellen."
WT Bauleiter Westphal anläßlich einer Ältesten-Versammlung in Berlin

Über andere Religionen...

"Anhänger bestimmter Religionen sind sehr empfindlich, was Versuche angeht, sie von ihrem Glauben abzubringen."
Königreichsdienst vom Februar 1998, USA-Ausgabe

 

Update: 

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