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Das
Buch "Kinder"
Im Jahre
1941 veröffentlichte die Wachtturmgesellschaft das
Buch "Kinder". Darüber heißt es in dem
neusten Werk der Wachtturmgesellschaft. "Jehovas
Zeugen- Verkündiger des Königreiches Gottes" auf
der Seite 86:
"Eine
rührende Szene auf dem Kongreß trug sich am Sonntag,
den 10. August, dem "Tag der Kinder", zu. Als
das Vormittagsprogramm begann, hatten sich 15 000
Kinder und Jugendliche " im Alter von 5 bis 18
Jahren " in der Stadionmitte direkt vor der Bühne
versammelt sowie auf reservierten Plätzen auf einem
riesigen Campingplatz, wo eine weitere Menschenmenge
zuhörte. Als Bruder Rutherford, damals Anfang 70, die
Bühne betrat, jubelten und klatschten die Kinder. Er
winkte mit seinem Taschentuch, und die Kinder winkten
zurück. Dann sprach er mit klarer, freundlicher Stimme
zur gesamten Zuhörerschaft über das Thema
"Kinder des Königs". Nachdem er über eine
Stunde zu allen Anwesenden geredet hatte, wandte er
sich an die Kinder in den reservierten Sektoren.
"Ihr
alle . . . Kinder", sagte er und schaute auf die
strahlenden Gesichter vor sich, die ihr euch bereit
erklärt habt, den Willen Gottes zu tun, und die ihr
eure Stellung auf der Seite der theokratischen
Herrschaft unter Christus Jesus bezogen habt und die
ihr Gott und seinem König gehorchen wollt, steht bitte
auf!" Die Kinder erhoben sich wie e i n Mann.
"Seht", rief der Redner voller Freude,
"mehr als 15 000 neue Zeugen für das Königreich!"
Stürmischer Beifall brach los. "Ihr alle, die ihr
euer möglichstes tun werdet, anderen von Gottes Königreich
und den damit verbundenen Segnungen zu erzählen, sagt
bitte ja!" Darauf ertönte ein donnerndes
"Ja!"
Als Höhepunkt
verkündete Bruder Rutherford die Freigabe des neuen
Buches Kinder, was mit Freudenrufen und gewaltigem
Applaus aufgenommen wurde. Danach beteiligte sich der
Redner, ein hochgewachsener Mann, an der Verteilung
kostenloser Exemplare des Buches, während eine lange
Schlange Kinder auf die Bühne stieg und ein Kind nach
dem andern an ihm vorbeiging. Vielen kamen bei dem
Anblick die Tränen. In der Zuhörerschaft befanden
sich an jenem Sonntagmorgen viele Kinder, die ihrem
"Ja!"-Ruf entsprechend lebten. LaVonne Krebs,
Merton Campbell und Eugene und Camilla Rosam gehörten
zu den Kindern, die bei dieser Gelegenheit das Buch
Kinder erhielten. 1992 dienten sie immer noch im Hauptbüro
der Gesellschaft und hatten bereits 51, 49, 49
beziehungsweise 48 Jahre im Vollzeitdienst eingesetzt.
Einige der Kinder gingen später als Missionare ins
Ausland, darunter Eldon Deane (Bolivien), Richard und
Peggy Kelsey (Deutschland), Ramon Templeton"
Was aber
tatsächlich in diesem Buch stand, ist den meisten
Zeugen Jehovas heute nicht bekannt, und es wäre auch für
die Wachtturmgesellschaft peinlich, es zu veröffentlichen.
Man ist nicht daran interessiert, dieses damals so
besondere Buch nachzudrucken.
Was aber
stand wirklich drin? Der Stoff in diesem Buch war
eingekleidet in das Gespräch zweier fiktiver junger
Leute mit Namen Johannes und Eunice, beide Zeugen
Jehovas. Sie waren verlobt, hatten sich aber
entschieden mit dem Heiraten bis nach dem Hereinbrechen
der Neuen Ordnung zu warten, die so nahe bevorstand. In
dem Buch sagte Johannes zu Eunice:
"Es
ist unsere Hoffnung, daß in wenig Jahren unser Ehebund
vollzogen werden kann und wir durch des Herrn Gnade
herzige Kinder haben dürfen, die dem Herrn zur Ehre
gereichen werden. Wir können unsere Heirat gut
hinausschieben, bis dauernder Friede auf der Erde
Einzug hält. Jetzt dürfen wir unserer Bürde nichts
hinzufügen, sondern müssen frei und für den Dienst
des Herrn gewappnet sein. Wenn die Theokratie in voller
Wirksamkeit ist, wird es keine Last mehr sein, eine
Familie zu haben."
Viele
arme junge Zeugen Jehovas haben das geglaubt und sich
daran gehalten. Hätte das Paar aus dem Buch wirklich
gelebt und wäre nicht nur erfunden gewesen, so hätte
die Verlobungszeit ziemlich lange gedauert - sie würde
sogar heute noch andauern. Alle kleinen Mädchen auf
dem Kongress damals wären heute bereits über 70 und
damit aus dem Alter heraus, in dem sie noch Kinder
bekommen könnten. Einige Kinder von damals sind dem
Rat jedoch treu gefolgt. Sie haben nie geheiratet und
sind jetzt alte Jungfern und Junggesellen.Und dies
alles nur deshalb, weil die Wachtturmführung der
Ansicht war, die Neue Welt stehe unmittelbar bevor.
Ihre Datenberechnungen hatten sich, wie schon öfters,
als Fehlschlag erwiesen.
An
diesem kleinen Beispiel kann man sehen, wohin es führt,
wenn man seinen Glauben statt auf Gottes Wort die
Bibel, auf menschliche Weisheit gründet.
"
Ihr Lieben, ihr könnt euch nicht jedem anvertrauen,
der von Gott redet. Prüft sorgfältig, woher er sein
Wort nimmt, ob er wirklich von Gott hat, was er sagt,
denn man hört viel törichtes und irreführendes
Geschwätz über Gott"
(1. Johannes 4:1 Zink)
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