Jehovas Zeugen in
Rußland wieder als Religion registriert
Pressemeldung der WTG
vom 07.05.99
Am Mittwoch
informierte Rußlands Justizministerium Jehovas Zeugen in Rußland
darüber, daß sie wieder als eine Religionsgemeinschaft unter dem
Religionsgesetz von 1997 registriert sind.
Dadurch wird der
Platz dieser christlichen Religion in der Geschichte Rußlands
anerkannt. "Wir freuen uns, daß das Justizministerium bereit
war, unsere Religion ehrlich zu untersuchen, statt auf versteckte
Andeutungen und Gerüchte zu hören", sagte Wassilij Kalin,
Leiter des Verwaltungszentrums der Zeugen in St. Petersburg.
"Nachdem ich die Verfolgung wegen meines religiösen Glaubens
unter dem kommunistischen Regime durchlebt habe, bin ich glücklich
zu sehen, daß die seit 1991 gewährte Freiheit, meine Religion öffentlich
auszuüben, erhalten bleibt." "Verwaltungszentrum der
Zeugen Jehovas in Rußland" ist die formelle Bezeichnung der
Religionsgemeinschaft. Der Gebrauch des Wortes "Rußland"
wird unter dem Gesetz von 1997 nur den Religionen gestattet, die
seit über 50 Jahren in Rußland aktiv sind.
Jehovas Zeugen
hoffen, daß die formelle Anerkennung ihrer langen Geschichte in Rußland
und ihr Respekt vor der russischen Tradition helfen werden,
Vorurteile, Schikanen und Gewalttaten, die einige der Zeugen Jehovas
heute in Rußland erleben, zu beseitigen. Über 100 örtliche
Versammlungen der Zeugen Jehovas sind ebenfalls unter dem neuen
Gesetz eingetragen worden. "Rußlands Bereitschaft, Jehovas
Zeugen zu registrieren, ist ein bedeutsamer Schritt nach vorn",
sagte Ludmila Aleksejewa, Präsidentin der Internationalen
Helsinki-Föderation.
Aleksejewas Stimme
ist Teil einer internationalen Gruppe gewesen, die ihre Besorgnis über
die ungerechtfertigten Bemühungen, Jehovas Zeugen in Moskau zu
verbieten, zum Ausdruck brachte. "Wir müssen jedoch im Sinn
behalten, daß der Kampf um Religions- und Vereinigungsfreiheit noch
nicht beendet ist. Die Bemühungen Moskaus, Jehovas Zeugen in der
Stadt zu verbieten, gehen weiter.
Die Entscheidung der
Russischen Föderation, Jehovas Zeugen wieder zu registrieren, ist
die richtige Entscheidung. Wir hoffen, daß die örtlichen Beamten
in Moskau das gleiche tun werden." Jehovas Zeugen sind in Rußland
seit fast 100 Jahren aktiv. Tausende von Zeugen dienten unter
Stalins Herrschaft in Arbeitslagern.
In Rußland besuchen
heute über 250 000 ihre Gottesdienste. Weltweit werden die
Gottesdienste der Zeugen Jehovas von über 13 Millionen besucht, und
sie sind in 155 Ländern gesetzlich registriert.
Informationen über
die Geschichte der Zeugen Jehovas in Rußland sowie detaillierte
Hintergrundinformationen über den Moskauer Gerichtsfall sind zu
finden unter www.jw-russia.org.
Weitere Informationen über Jehovas Zeugen unter www.watchtower.org.