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Sehr geehrte Damen und Herren, 

vor Ihnen liegt ein Skript von einem Video das in den USA produziert wurde.—Battling Over The Children - zu deutsch "DER KAMPF UM DIE KINDER". Wir suchen dringend Sponsoren, die uns mit finanziellen Mitteln unterstützen, damit dieser Film in die deutschsprachigen Medien gelangen kann. Wir wären Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie uns helfen könnten mit einer Spende durch Einzahlung auf unser Konto der Sparkasse Leverkusen, Konto-Nr.  114 007 685 / BLZ 37551440.Wir können Ihnen versichern, das die Spende nur zweckgebunden verwendet wird.  RA .J. Zillikens Vorstand von KIDS e.V. 

 Die deutsche Übersetzung des nachfolgenden Skripts ist urheberrechtlich geschützt.

SCRIPT DES VIDEOS --  TEXT:

Die folgende Dokumentation enthält für das Video aufbereitete Szenen, die den Glauben und die Praktiken der Zeugen Jehovas beleuchten.

STIMME:

Eine Produktion der Witness Incorporated und der MacGregor Ministries.

TEXT:

DER KAMPF UM DIE KINDER

MODERATOR:

Religion vor Gericht ist eine heikle Angelegenheit. Das gilt insbesondere, wenn es um Sorgerechtsfälle geht. Oft gerät das Juristische in die Hinterhand, wenn bei Sorgerechtsfällen die Religion die Hauptrolle spielt. Die schwierigsten Sorgerechtsfälle sind oft die, die die sogenannten "Zeugen Jehovas" betreffen, die Literatur für die Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft verbreiten und ihr Leben nach ihren strengen Regeln formen. Meist ist ein Partner ein standhafter Zeuge Jehovas, der die Kinder nach den Vorschriften dieser Religion erziehen möchte. Der andere Partner ist ebenso entschlossen, die Kinder ohne den Einfluß dieser Gruppe aufwachsen zu lassen. Jeff Atkinson, ehemals Vorsitzender des Sorgerechtskomitees der amerikanischen Rechtsanwaltsvereinigung, bemerkt:

TEXT:

JEFF ATKINSON ehemals Vorsitzender des Sorgerechtskomitees amerikanischer Anwälte

JEFF ATKINSON:

Ich glaube, daß Jehovas Zeugen wohl für die Hälfte aller vor Revisionsgerichten angefochtener Sorgerechtsfälle im ganzen Land verantwortlich sind.

MODERATOR:

Da die Gerichte das Wohl der Kinder im Auge haben, müssen wir uns ansehen, wie ein typisches Zeugen-Jehovas-Kind lebt. Die Kinder der Zeugen müssen fünf Zusammenkünfte pro Woche mit ihren Eltern besuchen. Es gibt keine besonderen Kurse für Kinder oder Einrichtungen für Kleinkinder. Man bringt ihnen bei, jedes Mal durchschnittlich zwei Stunden lang ruhig zu sitzen. Schon früh begleiten sie ihre Eltern von Tür zu Tür und bieten Wachtturm-Literatur an. Man bringt sie davon ab, mit Kindern außerhalb ihrer Religion zusammenzusein. In der Schule werden sie weiter isoliert, weil sie nicht den Treueeid leisten, die Flagge grüßen und die Nationalhymne singen dürfen. Sie sollen nicht an Spielen, an Wahlen und an Clubs in der Schule teilnehmen. Verboten für Zeugenkinder sind: Geburtstage, Weihnachten, Ostern, Valentinstag, Halloween, der Maifeiertag, Muttertag, Vatertag, Erntedank oder das Begehen eines Nationalfeiertags. Von Tätigkeiten neben dem Stundenplan, darunter Sportereignissen, wird abgeraten. All das wird als schädlich für die Zeugeneltern angesehen. Kinder sollen jeden freien Moment damit verbringen, religiöse Tätigkeiten zu fördern. Schulpausen, so lehrt man sie, sind da, um von Tür zu Tür zu gehen und die Religion zu fördern. Wer als Kind bei den Zeugen Jehovas lebt, führt ein von anderen Schulkindern isoliertes Leben. Es ist kein leichtes Leben.

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TEXT:

ART BISSON ehemaliger Zeuge Jehovas

ART BISSON:

Mein zweiter Sohn geriet in schlechte Umgebung, und ich denke, das hätte sich vermeiden lassen, wenn er Gelegenheit gehabt hätte, mit anderen Kindern seines Alters Sport zu treiben..

MODERATOR:

Richter Bouska spricht über seine Erfahrung in einem Sorgerechtsfall im Zusammenhang mit Jehovas Zeugen.

TEXT:

JAMES W. BOUSKA Bezirksrichter

RICHTER BOUSKA:

Das Wichtigste im Fall Estes, der Hauptbeweis, den ich betrachtete, das, was zu meiner Entscheidung führte, das Sorgerecht von der Mutter auf den Vater zu übertragen, war das befremdliche Verhalten der Mutter, die den Zeugen Jehovas folgte.

MODERATOR:

Wenn die Religion der Zeugen Jehovas bei der Erziehung eines Kindes solch eine große Rolle spielt: Kann man sie dann bei Sorgerechtsentscheidungen außer acht lassen? Der Erste Zusatz zur US-Verfassung sagt ja: "Der Kongress wird kein Gesetz über die Gründung einer Religion oder die Verhinderung ihrer freien Ausübung erlassen." Verhindert das nicht eine Untersuchung religiöser Lehren im Gerichtssaal? Nein, vor Gericht wurden viele Präzedenzfälle geschaffen, die es zulassen, die Religion der Zeugen Jehovas im Hinblick auf das Kindeswohl zu untersuchen.

TEXT:

DAS KINDESWOHL

TEXT:

THAD NUGENT, (bekannter) Anwalt aus Kansas City

THAD NUGENT:

Die Fälle liegen sehr klar. Die Religionsfreiheit ist zwar unverletzlich, aber es gibt Einschränkungen bei ihrer Ausübung. Wenn nämlich Kinder geschädigt werden oder geschädigt werden können, kann der Staat regulierend eingreifen und sie verbieten.

RICHTER BOUSKA:

Ein Richter entscheidet nicht, welche Religion, in Anführungszeichen, "richtig oder falsch" ist. Er trifft auch kein Urteil im Hinblick darauf, wie jemand seinen Glauben lebt, solange sich das nicht auf die Rechte anderer auswirkt.

MODERATOR:

1988 druckte die Watchtower Bible and Tract Society ein kleines Buch mit dem Titel "Preparing for Child Custody Cases" [etwa: Sich auf Sorgerechtsfälle vorbereiten]. Es soll bei Jehovas Zeugen und ihren Anwälten Verwendung finden. Die Gesellschaft erwartet, daß ihre religiösen Ansichten vor Gericht erörtert werden. Duane Magnani, Berater in Sorgerechtsfällen, bemerkt zu dem Buch:

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TEXT:

DUANE MAGNANI Berater

DUANE MAGNANI:

Dieses aufschlußreiche Buch warnt Jehovas Zeugen: " ... deine religiösen Praktiken und Lehren als Zeuge Jehovas werden wahrscheinlich Untersuchungsgegenstand seitens deines früheren Partners und des Gerichts sein ..." Man hat den Zeugen Jehovas also gesagt, sie müßten GEWÄRTIG sein, ihre Lebensweise zu erörtern.

TEXT:

DIE WAHRHEIT WIRD VERTUSCHT

DUANE MAGNANI:

Dieses Buch gibt den Zeugen Jehovas Nachhilfeunterricht, ihren Lebensstil vor Gericht falsch darzustellen. Dem Elternteil, der Zeuge ist, wird gesagt, er oder sie solle sich als unabhängigen Denker darstellen, der in der Erziehung persönliche Entscheidungen treffe. Das ist weit von der Wahrheit weg.

RICHTER BOUSKA:

Ich denke, es ist dazu bestimmt und ermuntert die Zeugen Jehovas, einige ihrer wahren Glaubenssätze zu vertuschen und das Gericht in bezug auf ihre Überzeugungen und Praktiken gegenüber Kindern in die Irre zu führen.

TEXT:

JOE WHEDBEE ehemaliger Ältester

JOE WHEDBEE:

Fünfundzwanzig Jahre lang habe ich die Gesellschaft als die Wahrheit verteidigt. So nahm ich mit Befremden zur Kenntnis, daß die Gesellschaft in diesem Buch unsere Kinder darauf abrichtete, vor Gericht über ihren Lebensstil und die Lehren zu lügen. Für mich war offensichtlich der Grund dahinter, daß sie sich so vor negativen Folgen vor Gericht schützen konnten. Das hat mich so geärgert, daß ich der Gesellschaft schrieb, und eine meiner Fragen an sie war: "Wenn das Buch ehrlich ist, warum hat man dann die Informationen nicht für alle Zeugen Jehovas veröffentlicht?" Es war klar, daß der Inhalt des Buches nicht die Wahrheit war. Das brachte mich dann schließlich dazu, mich von der Wachtturm-Gesellschaft zu trennen.

DUANE MAGNANI:

Es ist der Zeugenorganisation sehr unangenehm, daß das kleine Buch den Gerichten von Nichtzeugen zugänglich gemacht wurde. Tatsächlich versuchte der Wachtturm-Anwalt Gregory Olds in einem Fall, wo ich als Zeuge auftrat, zu zeigen, daß "Preparing for Child Custody Cases" keine Wachtturmpublikation sei. Doch in demselben Fall gab eine andere Wachtturm-Anwältin, Carolyn Wah, zu, Mitautorin zu sein!

THAD NUGENT:

Das Büchlein "Preparing for Child Custody Cases" empfiehlt, unter Eid auszusagen, was bekanntermaßen falsch ist. Nach der rechtlichen Definition ist das Meineid.

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MODERATOR:

Die einzelnen Zeugen Jehovas stehen sehr unter der Kontrolle der Versammlungsältesten, die wiederum gegenüber der Wachtturm-Zentrale verantwortlich sind.

TEXT:

UNTERWIRF DICH DER MACHT DES WACHTTURMS

DON NELSON ehemaliger Ältester und Kreisaufseher

DON NELSON:

Die einzelnen Zeugen Jehovas müssen sich einer von der Organisation geschaffenen Machtpyramide unterwerfen. Ganz oben, an der Stelle absoluter Macht, ist die "treue und verständige Klasse", geführt von etwa einem Dutzend Männern, die die "leitende Körperschaft" bilden. Unter dieser Zentralgewalt und ihren Vertretern stehen die örtlichen Ältesten, die in den Königreichssälen die Führung übernehmen. Die Ältesten müssen genau den Anweisungen der Gesellschaft folgen und sicherstellen, daß alle anderen Mitglieder dies auch tun. Als Ältester und Kreisaufseher mußte ich sicherstellen, daß alle Mitglieder den Geboten der Gesellschaft folgten. Dieser Einfluß ging bis in die Gerichtssäle.

JEFF ATKINSON:

Nun, bis dahin, daß der Elternteil sagt: "Ich glaube alles, was mir die Wachtturm-Gesellschaft sagt, daß ich glauben soll", und dann hat man den sicheren Beweis, daß das genau das ist, was die Wachtturm-Gesellschaft glaubt. Dann kann man die Wachtturm-Glaubenssätze praktisch dem Elternteil zuschreiben.

MODERATOR:

Durch die Ältestenvorkehrung bei Jehovas Zeugen lassen sich die Leute gut kontrollieren; das läßt nur wenig unabhängiges Denken zu. Dr. Jerry Bergman, Experte über die Psychologie der Zeugen Jehovas, bemerkt:

TEXT:

DR. JERRY BERGMAN Autor der Schrift " Jehovas Zeugen und das Problem der seelischen Gesundheit"

DR. JERRY BERGMAN:

Man rät dem einzelnen Zeugen sehr davon ab, für sich zu denken. Man lehrt sie wiederholt, allein die Wachtturm-Organisation sei "Gottes Verbindungskanal". Sie müssen alles glauben, was im "Wachtturm" gelehrt wird. Man weist sie auch an, "unabhängiges Denken zu meiden". Zeugeneltern müssen sich den Anweisungen der Organisation beugen, wie sie ihre Kinder erziehen. Die eigentlichen Eltern der Zeugenkinder: das ist die Organisation. Jehovas Zeugen haben die Organisation liebevoll ihre "Mutter" genannt.

JEFF ATKINSON:

Wenn ein Elternteil einverstanden ist, allen Glaubenssätzen der Zeugenlehre zu folgen, dann können diese Glaubenssätze, auch die Verweigerung von Bluttransfusionen, einmal sehr wichtig werden.

MODERATOR:

Das Leben eines Zeugen-Jehovas-Kindes ist Tag für Tag von der Furcht vor dem Ende der Welt bestimmt, der vorhergesagten "Schlacht von Harmagedon", in der jeder, außer den glaubenstreuen Mitgliedern, von Jehova Gott vernichtet wird.

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TEXT:

DER JÜNGSTE TAG

DUANE MAGNANI Berater

DUANE MAGNANI:

Kinder werden durch dieses "Weltendedenken" der Wachtturm-Gesellschaft sehr beeinflußt. Auf ihnen lastet schwerer Druck, keine akademische Bildung oder Karriere anzustreben, weil nur noch wenig Zeit bis zum Ende bleibe. Doch schon 1957 hat man Kindern gesagt, die "meisten Jungen und Mädchen heute" würden noch als Jugendliche in Harmagedon vernichtet, wenn sie sich nicht zu den Zeugen Jehovas bekehrten. In der Vergangenheit wurden Kinder durch die Daten 1914, 1918, 1925, die Zeit des 2. Weltkriegs und 1975 traumatisiert, und jetzt erwarten sie das Ende für jeden Moment. Man lehrt sie, niemand würde das neueste Weltendedatum überleben außer Jehovas Zeugen.

TEXT:

RENE BISSON als Kind in der Wachtturm-Gesellschaft

RENE BISSON:

Mir hat man immer gesagt, wenn man kein Zeuge Jehovas ist, wird man sterben. Als meine Eltern mir daher erzählten, wir würden keine Zeugen, dachte ich, jetzt müßten wir sterben. Ich wußte nicht, was sie da taten.

MODERATOR:

Die Wachtturm-Anwältin Carolyn Wah hat unter Eid ausgesagt, Jehovas Zeugen glaubten, daß andere, wie z.B. Methodisten, Harmagedon vielleicht überlebten. Die Fakten sehen anders aus. Um zu "überleben", heißt es in der Literatur, müssen sie sich den Zeugen anschließen.

TEXT:

DER DRUCK AUF KINDER

DR. JERRY BERGMAN:

Dieser Glaube, daß alle außer den Zeugen Jehovas aus Satan, dem Teufel, seien, hat in Sorgerechtsfällen weitreichende Folgen. Wenn die Gerichte ein Kind dem Elternteil zusprechen, der Zeuge ist, wächst das Kind in dem Glauben auf, der Elternteil, der kein Zeuge ist, werde von Jehova Gott vernichtet. Ein Kind in dieser Situation lebt in ständiger Angst. Man lehrt das Kind, andere Verwandte, die keine Zeugen sind, seien "schlechter Umgang". Alle Nichtzeugenfreunde sind "schlechter Umgang". Der Nichtzeugenelternteil ist ebenfalls "schlechter Umgang". Das ist für das Kind eine fortwährend traumatisierende Situation.

MODERATOR:

Wie wirkt sich das auf die Zukunftsaussichten des Kindes aus, wenn es seinen Lebensweg wählen soll?

DON NELSON:

Als Ältester sah ich damals, wie vielen Kindern von einer akademischen Bildung mit dem Ziel einer weltlichen Karriere abgeraten wurde. Man hat dazu ermuntert, unbezahlten Vollzeitdienst anzustreben, im Wachtturm-Fabrikkomplex in Brooklyn zu arbeiten; da sei das höchste Ziel. Einige finden bei der Wachtturm-Gesellschaft Zuspruch, wenn sie eine Teilzeitarbeit haben, um zu leben, und sich im Vollzeitdienst für ihre Organisation anstrengen und von Tür zu Tür versuchen, Leute zu bekehren.

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TEXT:

CHRISTIE OVERBEY ehemalige "Pionierin"

CHRISTIE OVERBEY:

Ich habe wirklich fest geglaubt, wenn ich jeden Tag im Vollzeitdienst von Tür zu Tür ginge und für den Glauben der Zeugen Jehovas warb, dann sei das das Wichtigste in meinem Leben.

DUANE MAGNANI:

Das alles führt in die soziale Isolation. Jehovas-Zeugen-Kinder müssen darauf vorbereitet sein, selbst von den Mitschülern isoliert zu sein, wenn Schulaktivitäten dem Wachtturmglauben ins Gehege kommen.

MODERATOR:

Der folgende Bericht zeigt, wie tragisch das Leben solcher Kinder sein kann.

(Nachrichtensprecher): Heute abend untersucht "Dimension", was zu den tragischen und geheimnisvollen Todesfällen zweier junger Brüder vor fast einem Jahr führen konnte.)

(Nachrichtensprecherin): Vielleicht haben Sie von dem Fall in Wisconsin vergangenen August gehört. Zwei Brüder, zehn und dreizehn Jahre alt, wurden auf ihrem Schulweg erschossen aufgefunden. Die Behörden glauben, die Jungen hätten sich selbst umgebracht. Damals hatte die Familie der Jungen nur eine Erklärung: Sie mochten die Schule nicht. Wie bei jedem der zunehmenden Fälle von kindlichen Suiziden läßt sich auch hier nicht nur eine isolierte Ursache ausmachen. Aber "Dimension" hat erfahren, daß die jungen Brüder aus Wisconsin in einer einsamen und angstmachenden Welt lebten; einer Welt, die ihre Mutter für ihre Glaubenssätze verantwortlich macht.) 

(Nachrichtensprecher): Trish Van Pilsom berichtet heute abend für "Dimension".

(Van Pilsom): Der Schulbus kommt die staubige Straße entlang und rumpelt bis kurz hinter das Haus. Die Kinder, derentwegen der Bus hier immer hielt, sind tot.

(Lisa): Das war mein Bruder Robert.

(Van Pilsom): Und wie alt war er da?

(Lisa): Äh, ich glaube, dreizehn. Und das ist ein Bild von meinem Bruder Ben. Ich bin immer radgefahren mit ihnen; sie haben immer auf mir herumgehackt, aber ich vermisse sie.

(Van Pilsom): Aber Robert und Benjamin Moore hatten nicht das sorglose Leben anderer Kinder, und bestimmt nicht das ihrer Mitschüler an dieser winzigen Schule an der West School House Road. Ihre Kindheit hatte etwas Furchterregendes, Einsames an sich. Etwas, das sie eines morgens aus dem Haus schleichen, ein altes, ramponiertes Auto den ruhigen Wanderweg entlangfahren und sich umbringen ließ.

(Mutter): Ich denke mir, daß sie sich wahrscheinlich umbrachten, weil sie nicht in Harmagedon getötet werden wollten.

(Van Pilsom): Und wo sagte man ihnen etwas über Harmagedon?

(Mutter): Beim Wachtturm.

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(Van Pilsom): Die Wachtturm-Gesellschaft oder die Kirche der Zeugen Jehovas. Die Jungen sind da immer mit ihrem Vater hingegangen. Eine zentrale Lehre ist, daß Gott eines Tages jeden vernichten wird, der kein verdienstvolles Mitglied der Wachtturm-Gesellschaft ist. Diese Zeugen bleiben übrig und werden im Paradies leben.

(Mutter): Und alle diese Menschen werden umgebracht; das ist ja schrecklich.

(Van Pilsom): Damit meinen diese Leute auch die Mutter der Jungen, die die Wachtturm-Gesellschaft vor zehn Jahren verlassen hat.

(Lisa): Gott ist wütend, und er wird jeden umbringen.

(Van Pilsom): Und das hat Benjamin angst gemacht?

(Lisa nickt)

(Vater): "Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten.

(Van Pilsom): Glauben Sie, sie waren von allen anderen Kindern isoliert?

(Mutter): Ich meine, ja.

(Van Pilsom): Warum meinen Sie das?

(Mutter): Naja, weil, äh, man muß anders sein, wenn man in dieser Religion ist. Und das isoliert einen automatisch.

(Van Pilsom): Erst als die Jungen gestorben waren, fand ihre Mutter etwas, das sie für Anhaltsspuren hält; Hinweise, daß die Jungen das im voraus geplant hatten. Das hatte man sie also gelehrt, daß es geschehen würde?

(Mutter): Ja. Bis zum Hals im Blut waten. Das ist Harmagedon. "Jehova garantiert das."

(Van Pilsom): Es gab da Anmerkungen in ihren Bibelstudienbüchern.

(Mutter): Hier ist der Wachtturm. "Zögern kostete sie das Leben." Und hier ist eine Karte mit dem Wanderweg. Dies ist der Wachtturm vom 1. März 1993. Hier ist der Weg Nr. 13, und hier geht die Spring Road hoch, und hier zweigt der Weg ab, und da steht "Ende".

(Van Pilsom): Die Beerdigung der Jungen fand im Königreichssaal statt, trotz Einspruchs der Mutter. Sie sagt, während des gesamten Gottesdienstes wurde kein Wort über die Jungen selbst gesprochen. Noch schlimmer, sagt sie, die Mitglieder behandelten sie, als sei sie schuld an den Todesfällen, weil sie mit der Kirche gebrochen hatte. Wir werden niemals sicher erfahren, was an dem Morgen auf dem Weg passierte. Ob da was mit der Schule war, oder zu Hause, oder mit ihrer Kirche, was die Jungen so sehr störte. Aber ihre Mutter macht sich verzweifelt Sorgen, was immer es war, könnte auch ihre Schwester betreffen.

(Mutter): Ja, sie ist lieb. Ich wüßte nicht, was ich ohne sie täte.

(Van Pilsom): Der Vater nimmt Lisa jetzt mit zum Königreichssaal. Sie sagt, das gefällt ihr nicht. Vergangene Woche blieb sie zweimal von der Schule weg, sie klagte über

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Magenschmerzen. Ihre Eltern sagen, sie kann sich aussuchen, was sie glaubt. Ihre Mutter hofft, sie ist stark genug dazu. Chris Van Pilsom berichtete für "Dimension".

MODERATOR:

Man lehrt ein Zeugen-Jehovas-Kind, die Regierung stehe unter Satans Kontrolle. Das meint auch Gerichte und das Rechtssystem. Jehovas Zeugen gehen nicht wählen, sie dienen auch nicht in der Armee. Wenn sie glauben, Satan kontrolliere das Rechtssystem, wie zuverlässig ist dann ihre Aussage unter Eid?

TEXT:

JEHOVAS ZEUGEN UND SATANS WELT

RICHTER BOUSKA

Wer nicht den Zeugen Jehovas, ihrer Organisation, angehört, der gehört zu Satan, und das meint auch der Vater. Und das ist nicht das erstemal, daß ich solche Aussagen höre. Ich habe das schon vorher gehört; in einem Fall, wo es um das Besuchsrecht ging und sich die Parteien schließlich einigten. Da brachte ein kleiner Junge ein Bild von der Schule mit nach Hause, wo der Vater Hörner hatte, weil er aufgrund der Mutter und der Zeugenlehre in dem Ruf stand, ein Teufel zu sein.

TEXT:

ENTFREMDUNG ZWISCHEN KIND UND ELTERNTEIL

THAD NUGENT (bekannter) Anwalt aus Kansas City

THAD NUGENT:

Man kann oft auch eine Art Entfremdung von der weiteren Verwandtschaft beobachten.

TEXT:

JEFF ATKINSON ehemals Vorsitzender des Sorgerechtskomitees amerikanischer Anwälte

JEFF ATKINSON:

Man sollte mit höchstem Interesse verfolgen, in welchem Maße ein Elternteil auf der Basis der Religion versucht, das Kind vom andern Elternteil zu entfremden. Der Erste Verfassungszusatz zur Religions- und Redefreiheit kann nicht entschuldigen, wenn man ein Kind zu überzeugen versucht, daß etwas mit dem anderen Elternteil nicht stimme. Beide Elternteile haben das Recht auf ein gutes Verhältnis zum Kind, und das Kind hat das Recht, ein gutes Verhältnis zu beiden Elternteilen zu haben. Es ist also wichtig, wenn die Gerichte abwägen, in welchem Maße beide Elternteile ein gutes Verhältnis zwischen dem Kind und dem jeweils anderen Elternteil ermöglichen. Wenn jemand das Verhältnis zum anderen Elternteil stört, dann sollte das gegen ihn sprechen.

RICHTER BOUSKA:

Am Ende wird ein Kind dann von allem möglichen entfremdet, was nicht Zeuge Jehovas ist.

JEFF ATKINSON:

Entfremdung des Kindes von einem Elternteil ist ein gewichtiger Faktor, den die Gerichte gewöhnlich beachten.

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TEXT:

DEN RICHTER ANLÜGEN

DUANE MAGNANI:

Jehovas Zeugen glauben, "man dürfe die Wahrheit vor den Feinden Gottes verbergen." Man weist sie an, nur denen die Wahrheit zu sagen, die "ein Recht auf die Wahrheit haben". Da Gerichte manchmal als Feinde Gottes betrachtet werden, haben sie nicht unbedingt "ein Recht auf die Wahrheit". So ist es schon vorgekommen, daß Zeugeneltern ihren Glauben und seine Ausübung im Gerichtsraum vorsätzlich falsch dargestellt haben.

RICHTER BOUSKA:

Unter der Religion, wie ich es verstehe, ist nichts Falsches daran, jemanden irrezuführen oder gar zu belügen, der kein Zeuge Jehovas ist.

THAD NUGENT:

Ich denke, es ist sehr deutlich, daß dieses Buch herausgegeben wurde, um den Anhängern, Jehovas Zeugen, die sich in Sorgerechtsfälle hereingezogen finden, Rat zu erteilen, wie sie vermeiden, in eine Lage zu geraten, wo sie sagen müssen, was sie da wirklich in Hinblick auf die Kinder praktizieren, in Hinblick auf die Art, wie ihre Kinder leben, in Hinblick auf die Einschränkungen, unter denen diese Kinder in bezug auf ihre psychologische, seelische und soziale Entwicklung stehen.

RICHTER BOUSKA:

In ihrem Glauben, wie ich ihn verstehe, gibt es nur zwei Arten von Menschen auf dieser Welt, nämlich Jehovas Zeugen und die Nichtzeugen. Und wer keiner ist, ist von Satan und außerhalb der Organisation.

DUANE MAGNANI:

In Fall auf Fall ist klargeworden, daß Jehovas Zeugen die Einstellung haben, ihren Glauben unter Eid falsch darzustellen. Ihre eigenen Ältesten schulen sie darin. Anwälten muß diese Taktik klar sein, wenn es um Sorgerechtsfälle und Scheidungen unter Jehovas Zeugen geht.

TEXT:

DIE FAMILIE ZERBRICHT

MODERATOR:

Wenn ein getaufter Zeuge Jehovas nicht völlig mit den Diktaten der Wachtturm-Organisation übereinstimmt, führt das dazu, daß er "ausgeschlossen" oder "gemieden" wird. Das betrifft auch Zeugen-Jehovas-Kinder. Carolyn Wah spezialisiert sich als Wachtturm-Anwältin oft auf Sorgerechtsfälle. Sie hat auch schon als Sachverständige ausgesagt. Unter Eid hat sie behauptet: "Es gibt keinen Bruch in der Beziehung zwischen Eltern und Kind".

DUANE MAGNANI:

Dieser Wachtturm sagt, nur "notwendige Familiendinge erforderten einen beschränkten Kontakt mit ausgeschlossenen Kindern". Diese Vorgehensweise bezeichnet sicher einen Bruch im Verhältnis zwischen Elternteil und Kind.

RICHTER BOUSKA:

Das Meiden ist ein wichtiger Teil ihrer Praxis; alle die zu meiden, die keine Zeugen Jehovas sind, außer wenn es um Geschäftliches geht, soweit es unbedingt nötig ist.

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TEXT:

LINDA BUTCHER von Jehovas Zeugen gemieden

LINDA BUTCHER:

Mein Bruder, den ich wirklich liebte, ging mir aus dem Weg. Drei Monate nach meinem Gemeinschaftsentzug wurde meine Mutter bei einem Autounfall getötet. Das war in Südtexas. Es war eine kleine Versammlung, und unsere Familie saß während der Begräbnisrede in der ersten Reihe. Als sie vorüber war, ging der Bruder von der Bühne und kondolierte dem Rest der Familie, doch er sah über mich und meinen Mann hinweg und zeigte so der Versammlung, wie sie uns behandeln sollten. Das war unglaublich grausam, berechnend, und ich wußte in dem Moment, daß ich das bei niemandem in der Familie mehr zulassen konnte

TEXT:

TIM NICHOLAS mied seine Schwester Linda

TIM NICHOLAS:

Sie war ausgeschlossen. Das war sehr schwierig. Natürlich liebt man seine Angehörigen. Wenn jemand ausgeschlossen ist, lehrt die Organisation, daß man nichts mit ihm zu tun haben sollte. Ich war damals Dienstamtgehilfe und und hatte natürlich darüber hinaus die Pflicht, mich besonders daran zu halten, nichts mit ihr zu tun zu haben. Und wie schwer das auch war, das war erforderlich.

TEXT:

KINDER WERDEN GELEHRT, ZU HASSEN

TIM NICHOLAS:

Die Reaktion meiner Tochter, als sie etwa acht Jahre alt war und begann, mir auszuweichen, führte zu einem geringen Selbstwertgefühl sowohl als Mensch wie auch als Elternteil. Es war sehr niederschmetternd, eine schwierige Erfahrung.

DUANE MAGNANI:

Man lehrt die Zeugen Jehovas: "Wir müssen im wahrsten Sinne hassen, d.h. sie mit äußerster und deutlicher Abneigung als widerwärtig, abstoßend, unanständig, verachtenswert ansehen".

(Watchtower, 1. Oktober 1952, Seite 599)

TEXT:

ERICA NICHOLAS Tochter von Tim Nicholas

ERICA NICHOLAS:

Es war eine schreckliche Situation für mich, weil ich glaubte, meinen Vater und seine Seite der Familie nicht zu hassen und das meiner Mutter wegen der Zeugen Jehovas und alledem nicht sagen konnte. Und so fühlte ich mich in der Lage überhaupt nicht wohl, weil meine Mutter mich immer lehrte, ich müsse meinen Vater hassen, und ich dachte, das war, weil er ausgeschlossen und nicht mehr in der Religion war. Jetzt, wo ich älter bin, denke ich im Rückblick, daß das sehr verkehrt war. Wissen Sie, besonders wenn die eigene Mutter einem Kind beibringt, so etwas zu tun. Ich habe das für schrecklich gehalten.

DUANE MAGNANI:

In einer anderen Gerichtsakte behauptete die Wachtturm-Anwältin Carolyn Wah, "daß Meiden kein gebräuchliches Wort ist". Doch im Handbuch für Älteste wird gesagt, wer ausgeschlossen ist oder die Gemeinschaft verlassen hat, müsse gemieden werden.

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TEXT:

DEN KINDERN AUS DEM WEG GEHEN

DON NELSON ehemaliger Ältester und Kreisaufseher

DON NELSON:

Natürlich ermuntern Jehovas Zeugen ihre Kinder, sich taufen zu lassen, und wenn sie einmal getauft sind, müssen sie sich der Disziplin der Ältesten unterstellen. Weigert sich ein Kind, wird es als Feind behandelt, nicht nur in der Versammlung, sondern auch von der eigenen Familie. Niemand spricht mit einem ausgeschlossenen Kind, das gemieden werden muß. Wenn es versucht, sich mit einem Zeugen Jehovas zu unterhalten, müssen diese sich umdrehen und weggehen. Dieselbe Behandlung gilt für Personen, die die Gemeinschaft von sich aus verlassen haben. Die Gesellschaft sagt den Eltern, sie müßten das eigene Kind "hassen" und "verachten" und als "widerwärtig, abstoßend und unanständig" ansehen.

TEXT:

RICH BARNHART ehemaliger Ältester

RICH BARNHART:

Ich war viele Jahre Ältester und kenne die Vorschriften. Ich mußte meine Kinder meiden, und sie konnten nicht mit mir reden, weil sie wußten, ich würde ihnen ja doch nur sagen, sie müßten dem gehorchen, was im Wachtturm steht. Und sie hatten recht, genauso hätte ich ihnen auch geantwortet.

TEXT:

KAREN BARNHART Frau von Rich Barnhart

KAREN BARNHART:

Ich mußte meinem Mann zustimmen. Das war sehr schmerzlich für mich. Ich kann immer noch nicht glauben, daß ich das meinen eigenen Kindern angetan habe.

TEXT:

KIM HARRELL Karen Barnharts Tochter

KIM HARRELL:

Ich fühlte mich verlassen und allein, aber ich wußte, daß zuerst die Gesellschaft kam. Doch obwohl meine Schwester Sue eine Zeugin war, wollte sie mich nicht meiden, und das führte schließlich dazu, daß auch sie bei den Zeugen Jehovas hinausgeworfen wurde.

RICH BARNHART:

Schließlich kam es dahin, daß ich sah, daß die Vorgehensweise, diesen Personen aus dem Weg zu gehen, Familien zerstörte, nicht nur meine; es zerbrach Familien, und ich konnte den Mangel an Mitleid nicht mehr ertragen.

TEXT:

AARON WARD Opfer dieser Politik

AARON WARD:

Jehovas Zeugen haben mir die Gemeinschaft entzogen. Mein Vater sagte den Leuten, ich sei tot. Weil ich von Zuhause ausgezogen bin, kann ich mit meinen Eltern nur noch über notwendige geschäftliche Dinge reden, nicht mehr. Dieses Gemiedenwerden tut so weh, daß ich fachlichen Rat suche.

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TEXT:

CHRISTIE OVERBEY aus der Familie hinausgeworfen

CHRISTIE OVERBEY:

In den Jahren, in denen ich aufwuchs, hatte ich immer eine Familie, die zusammenhielt. Meine Mutter und ich waren die besten Freundinnen. Nachdem ich mich entschloß, die Organisation zu verlassen, brach meine Familie die ganze Verbindung zu mir ab. Meine Mutter schickte mir die folgende Notiz: "Chris, bitte ruf nicht an und schreibe nicht, solange Du Deinen gegenwärtigen Stand beibehältst. Darüber gibt es keine Diskussion. Danke, Mama".

TEXT:

THAD NUGENT (bekannter) Anwalt aus Kansas City

THAD NUGENT:

Da ist z.B. der Vater, der seiner sehr hübschen jungen Tochter sagte: "Ich könnte dir das Herz aus dem Leib reißen", als sie ihn nach seinem Wohlergehen fragen kam, weil er in einer schwierigen Lage war. Er erwiderte: "Ich könnte dir das Herz aus dem Leib reißen".

MODERATOR:

Die Wachtturm-Organisation verlangt ihr gegenüber absoluten Gehorsam. Jehovas Zeugen finden sich oft nicht nur vor Gericht, sondern auch an ihren Arbeitsstellen in einem Interessenkonflikt.

TEXT:

SIE BRECHEN IHR WORT

DUANE MAGNANI Berater

DUANE MAGNANI:

Loyalität gegenüber der Wachtturm-Organisation zwingt Jehovas Zeugen, sich unmoralisch und möglicherweise ungesetzlich zu verhalten. Wenn z.B. ein Zeuge Jehovas, der in einer Anwalts- oder Arztpraxis arbeitet, aus vertraulichen Unterlagen ersieht, daß ein anderer Zeuge Jehovas die Vorschriften der Gesellschaft gebrochen hat, dann verletzt er die Vertraulichkeit und berichtet die Person den Ältesten. Durch dieses Spionagenetz finden die Ältesten heraus, ob jemand von den Mitgliedern Geschlechtskrankheiten hatte, eine Abtreibung vornahm oder ob eine alleinstehende "Schwester" die Antibabypille genommen hat.

MODERATOR:

Auf diese Weise verpflichtet die Organisation die Zeugen, entweder die eigenen Versprechen gegenüber anderen oder sogar das Gesetz selbst zu verletzen. Auch wenn das ein Verrat des Patientenrechts auf Vertraulichkeit ist und zu einem Prozeß gegen den Arzt oder Anwalt führen könnte: das ist die Wachtturm-Politik. Den Gerichten liegt auch die Gesundheit und das Wohlergehen der Kinder von Zeugen am Herzen. Die Wachtturm-Gesellschaft verbietet Bluttransfusionen als medizinische Behandlungsmethode, auch wenn es um das Leben des Kindes geht. Oftmals in der Vergangenheit mußten Gerichte zugunsten eines Kindes eingreifen, damit es die gerichtlich angeordnete Transfusion bekam. Jehovas Zeugen haben schon minderjährige Kinder aus Krankenhäusern genommen und damit Gerichtsurteile verletzt, damit sie ja keine Transfusionen bekämen.

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TEXT:

AUF LEBEN UND TOD

JEFF ATKINSON ehemals Vorsitzender des Sorgerechtskomitees amerikanischer Anwälte

JEFF ATKINSON:

Ein weiteres wichtiges Thema, das angesprochen werden muß, ist das der Bluttransfusionen. Wenn in den Unterlagen zu einem Fall etwas darüber steht, daß das Kind eine Transfusion benötigt hat oder vielleicht noch braucht und der Elternteil, der Zeuge Jehovas ist, nicht dafür sorgt, dann kann das erheblich zugunsten des Sorgerechts für den Elternteil sprechen, der für die notwendige Behandlung sorgt.

MODERATOR:

Sandy Austin zahlte den höchsten Preis für ihre Loyalität gegenüber der Wachtturm-Gesellschaft.

TEXT:

SANDY AUSTIN ehemalige Zeugin Jehovas

SANDY AUSTIN:

Sie sagten, Nathan würde ohne Transfusion sterben und sie würden die Operation nicht ohne Blut vornehmen. Natürlich machte ich mir wegen der Herzoperation selbst auch Sorgen, aber ich glaubte wirklich den Wachtturm-Behauptungen über Blutersatzstoffe. So flogen wir nach Texas und Nathan bekam eine blutlose Operation. Die Ärzte sagten, es sehe nicht gut aus, er werde immer schwächer, und der Arzt sagte, es sei wegen des Blutes.

DUANE MAGNANI:

Gläubige Zeugen Jehovas stehen neben ihrem Kind und sehen zu, wie es ohne Transfusion stirbt, um ihm eine bessere Chance in der "Neuen Welt" zu geben. Andere Zeugen sehen sie als treu und loyal an. Dennoch sagt man ihnen in diesem Buch: "Du möchtest nicht den Eindruck erwecken, daß deine Religion von dir fordert, daß du dein Kind in einem medizinischen Notfall sterben läßt". Doch genau das Gegenteil stimmt. Jehovas-Zeugen-Eltern werden ihr Kind sterben lassen und Blut ablehnen. Das verlangt man von ihnen.

SANDY AUSTIN:

Zuerst war es schlimm, weil ich zugeben mußte, daß ich nicht alles Notwendige für meinen Sohn tat. Ich mußte zugeben, daß ich ihm Blut hätte geben sollen.

TEXT:

DR. JERRY BERGMAN Autor der Schrift " Jehovas Zeugen und das Problem der seelischen Gesundheit"

DR. JERRY BERGMAN:

Jehovas Zeugen wurden von ihrer Organisation gelehrt, daß Bluttransfusionen das Leben des Kindes hier auf Erden vielleicht kurz verlängern, aber das Kind könnte das ewige Leben verlieren, wenn es eine Transfusion bekäme. Ist das Kind getauft, könnte es ausgeschlossen und gemieden werden. Die Organisation hat sogar gutgeheißen, daß in der Vergangenheit Kinder rechtswidrig aus Krankenhäusern genommen wurden.

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MODERATOR:

Unter dem Einfluß der Wachtturm-Gesellschaft verletzen Jehovas Zeugen auch gerichtliche Verfügungen in bezug auf Bluttransfusionen.

DUANE MAGNANI:

Jehovas Zeugen werden ermuntert, gerichtlichen Anordnungen zu widerstehen, die im Widerspruch zu Anweisungen der Organisation stehen. Hier sind gültige Anweisungen aus der Wachtturm-Zentrale: "Wenn ein Gericht wahrscheinlich eine Transfusion anordnet, mag ein Christ für solch eine Übertretung des Gesetzes Gottes nicht zur Verfügung stehen ... Wenn ein Christ unentwegt Anstrengungen unternimmt, einer Übertretung des Gesetzes Gottes über Blut aus dem Weg zu gehen, könnten ihn die Behörden als Gesetzesbrecher ansehen oder der Strafverfolgung aussetzen. Im Falle einer Bestrafung könnte ein Christ dies als Leiden um der Gerechtigkeit willen ansehen." Selbst die Wachtturm-Anwältin Carolyn Wah mußte zugeben, daß ein 12-jähriges, getauftes Mädchen bei den Zeugen Jehovas "sich einer vom Gericht angeordneten Transfusion widersetzen würde". Nach dieser Verfügung wird also dem gesamten Rechtssystem die Macht genommen, in medizinischen Notfällen gerichtliche Anordnungen gegen Zeugen-Jehovas-Eltern zu erlassen. Jehovas Zeugen sind bereit, ihre Kinder aus Krankenhäusern zu lassen oder sie von dort herauszunehmen, um Transfusionen zu vermeiden.

MODERATOR:

Die Sektenzugehörigkeit der Familie Bisson kostete ihren Sohn Joshua fast das Leben.

TEXT:

ART BISSON Kein Blut für seinen Sohn

ART BISSON:

Nein, ich widersetzte mich der gerichtlichen Anordnung, und so wurden Pam und ich beschuldigt, das Kind zu vernachlässigen, und unser Sohn wurde uns für etwa sechs Wochen weggenommen.

TEXT:

PAM BISSON Einer "Gehirnwäsche" durch Jehovas Zeugen unterzogen

PAM BISSON:

Als ich anfangs mit den Zeugen studierte - das war eines unserer ersten Studien -, sagte ich ihnen, ich könne alles glauben, was die Gesellschaft mich lehrte, aber etwas, das ich niemals auch nur in Erwägung ziehen würde, wäre, eines meiner Kinder wegen der Blutsache aufzugeben. Zu dem Zeitpunkt wußte ich noch nicht, daß ich genau das zehn Jahre später tun würde. Das zeigt mir, wie man einer Gehirnwäsche unterliegen kann.

TEXT:

JOSHUA BISSON:

Ich bin wirklich traurig darüber, denn ich weiß, daß meine Eltern mich liebten und nicht in der Lage waren, mir Blut zu geben, um mir zu helfen, und das muß wirklich schwer für sie gewesen sein.

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MODERATOR:

Jehovas Zeugen sehen sich nicht in der Pflicht, einer gerichtlichen Anordnung zu folgen, die die Anweisungen der eigenen Organisation verletzt.

DUANE MAGNANI:

Obwohl Jehovas Zeugen gelehrt wurden, daß Richter kein Recht haben, eine Transfusion anzuordnen, drängen sie die Eltern, die das Sorgerecht übernehmen wollen, "vernünftig" zu erscheinen und bereit zu sein, über brauchbare Alternativen zu sprechen. Es heißt: "Wie im Falle von Feiertagen oder Weihnachten, ist die Haltung der Zeugen Jehovas zum Blut kontrovers und wird von dem ungläubigen Ehepartner als strittiges Thema vorgebracht. Du möchtest in vernünftiger Weise darauf hinweisen, daß du nichts gegen eine medizinische Behandlung hast. Als vernünftig denkender Mensch wünschst du vielmehr eine medizinische Behandlung für dein minderjähriges Kind im Falle einer medizinischen Krise. Doch wegen der biblischen Ermahnung in bezug auf Blut und den vielen schwerwiegenden medizinischen Gefahren im Zusammenhang mit Bluttransfusionen möchtest du deine Vernünftigkeit dadurch zeigen, daß du bereits nach medizinischen Alternativen anstelle von Blut gesucht hast. Du solltest bereit sein, in einigen Einzelheiten über diese Alternativen zu sprechen und zu zeigen, daß du fähig und willens bist, für die physischen Bedürfnisse des Kindes zu sorgen".

TEXT:

VERACHTUNG FÜR MEDIZINISCHEN RAT

DUANE MAGNANI:

Hier wird dem Zeugen Jehovas gesagt, er solle behaupten, "selbst gesucht zu haben", wenn es doch in Wirklichkeit die Wachtturm-Gesellschaft ist, die nachgeforscht und Schlußfolgerungen für ihn gezogen hat. Es ist eine Tatsache, daß ein Zeuge Jehovas bereit ist, der Gesellschaft mehr als jedem medizinischen Experten zu glauben, selbst wenn das Kind mit dem Tode ringt!

TEXT:

DR. ROBERT FINNERTY Chirurg

DR. ROBERT FINNERTY:

Die Wachtturm-Gesellschaft lehrt die Zeugen Jehovas, daß Bluttransfusionen medizinisch unnötig und sehr gefährlich sind. Sie lehrt auch, daß zahlreiche sichere und gleichfalls wirksame Blutersatzstoffe zur Verfügung stehen. Manchmal wird unterstellt, Ärzte, die Transfusionen empfehlen, seien entweder schlecht ausgebildet oder in ihren Fachkenntnissen nicht auf dem neuesten Stand. Leider trifft keine dieser Lehren zu.

MODERATOR:

In der Vergangenheit haben Jehovas Zeugen neben Bluttransfusionen auch andere merkwürdige Ansichten zu medizinischen Behandlungen gehabt.

DR. JERRY BERGMAN:

Früher haben Jehovas Zeugen Impfungen verboten; aus denselben sogenannten biblischen Gründen, aus denen sie heute Blut für ihre Kinder ablehnen. Sie haben auch Transplantationen als das "Essen von Menschenfleisch" und als "Kannibalismus" angesehen. Diese Behandlungsmethoden sind zwar nicht mehr verboten, aber aus eigentlich denselben Gründen halten sie an ihrer Lehre fest, Bluttransfusionen abzulehnen.

16

MODERATOR:

Oft treten in Sorgerechtsfällen Psychologen als Sachverständige auf. Die Organisation hat Anweisungen herausgegeben, wie sich Jehovas Zeugen während einer solchen Beurteilung verhalten sollten.

DUANE MAGNANI:

Auf Seite 55 der Schrift "Preparing For Child Custody Cases" sagt man Jehovas-Zeugen-Eltern, sie sollten die Wichtigkeit des Lebens der Kinder nicht herabwerten. Was genau will man damit sagen? Die Wachtturm-Gesellschaft möchte hier gerne, daß Jehovas Zeugen dem Psychologen nichts von ihren Wünschen in bezug auf das sterbende Kind sagen. Sie wollen lieber, daß ihr Kind in der Zukunft in der "Neuen Welt" lebt, nach Harmagedon, nicht in der heutigen Welt. Jehovas-Zeugen-Eltern befürchten, wenn ihr Kind Blut erhält und stirbt, könnte die Gefahr bestehen, daß es nicht auferweckt wird. Carolyn Wah, die Wachtturm-Anwältin, räumte ein, daß Jehovas Zeugen unter dem Druck einer gerichtlich angeordneten Transfusion auch schon einmal gesagt haben: "Lieber sehe ich das Kind sterben, als daß ich Gottes Gesetze breche". Sie sagte auch: "In dieser Situation steht der Elternteil vor der Frage, ob er das Kind mehr liebe als seine Religion".

JEFF ATKINSON:

Ein Gericht hat vermutlich das Wohl des Kindes im Auge, und obwohl ein Elternteil vielleicht seiner Religion mehr folgt als dem, was das Kind zu seinem Wohlergehen braucht, würde das Gericht dann sagen, die Rettung des Kindes kommt an erster Stelle, und wir werden nicht unsere eigenen religiösen Annahmen anwenden.

TEXT:

DR. ROBERT FINNERTY Chirurg

DR. ROBERT FINNERTY:

Kürzlich hat sich einer meiner Patienten einer ausgedehnten Krebsoperation unterzogen. Er hat ziemlich viel Blut verloren, was nicht ungewöhnlich ist; er bekommt dann routinemäßig eine Transfusion. Als Zeuge Jehovas verweigerte er jedoch das Blut und bekam daraufhin einen Herzanfall, der beinahe tödlich verlief. Er überstand zwar die Krise, hatte aber eine lange Rekonvaleszenz, und viele andere haben nicht dieses Glück. Ärzte erkennen schon seit lange an, daß Erwachsene bei klarem Verstand eine Therapie verweigern können, auch wenn ihre Gründe nicht zutreffen. Doch tragischerweise werden oft Kinder von dieser Politik betroffen. Viele haben durch diese Art Fehlinformation schon ihr Leben verloren, oder es wurde ungünstig beeinflußt.

DUANE MAGNANI:

Man läßt die Eltern nicht nur die Kinder opfern, man bringt den Kindern auch noch bei, bereit zu sein, für die Organisation, der sie dienen, zu sterben.

  1. TEXT:

DAS GESETZ UND JEHOVAS ZEUGEN

RICHTER BOUSKA:

LeDoux war der Fall, den ich angeführt habe; bei dem Fall in Nebraska ging es um zwei Parteien, Diane und Edward LeDoux.

17

TEXT:

DIANE LEDOUX gewann ihren Fall

DIANE LEDOUX:

Das Gericht erklärte, meine Kinder würden durch den Glauben meines Ex-Mannes, der Zeuge Jehovas ist, geschädigt, da ich nicht dasselbe glaubte. Das zuzulassen, sagte das Gericht, könnte für die Kinder verheerend sein. Ich danke Gott, daß der Supreme Court von Nebraska sich so um meine Kinder sorgte.

JUDGE BOUSKA:

Ich denke, das Wichtigste, das ich bekam, waren die Veröffentlichungen der Wachtturm-Gesellschaft selbst.

TEXT:

DIE WAHRHEIT BELEGEN

THAD NUGENT:

Ich meine, für den durchschnittlichen, nicht eingeweihten Menschen ist das Buch "Preparing for Child Custody Cases" erhellend. Aber da ist immer noch das Problem, daß es fast konstant die Sorgerechtsprozesse gibt, wo es um Jehovas Zeugen geht. Und um herauszufinden, welchen Umfang das Problem hat, muß man es fast notwendigerweise mit dem hier, dem "Widerlegungs"-Buch, korrelieren. Denn wenn man das "Preparation"-Buch durchgeht und dann fast gleichzeitig das "Widerlegungs"-Buch, dann beginnt man das Muster zu erkennen und wirklich zu verstehen, was es mit dem "Preparation"-Buch auf sich hat. Ich nehme an, die Antwort ist, es ist ein entscheidender Teil der Vorbereitung.

MODERATOR:

Zum Schluß sei gesagt, daß die Juristen und alle, die mit Sorgerechtsfällen zu tun haben, die in diesem Video genannten Tatsachen kennen sollten. Alle Aussagen lassen sich vollständig dokumentieren. Wer bei Sorgerechtsfällen, in die Zeugen Jehovas verwickelt sind, Hilfe wünscht, kann ein Paket mit Material anfordern. Es ist erhältlich bei Witness, Incorporated. Box 597, Clayton, California 94517. Faxnummer: (925)672-8230

*Beachten Sie bitte, daß sich die Faxnummer von (510) auf (925) 672-8230 geändert hat.

Für Kanada: Nehmen Sie Verbindung mit den MacGregor Ministries, Box 294, Nelson, British Columbia V1L 5P9. Faxnummer 604-352-5494, auf.

MODERATOR:

Auch Duane Magnani steht Ihnen in Sorgerechtsfällen zur Verfügung. Nehmen Sie Verbindung mit ihm auf: Box 859, Clayton, California 94517.

**ENDE DER JURISTISCHEN VERSION DES VIDEOS. DIE CHRISTLICHE VERSION FÄHRT MIT ERLEBNISBERICHTEN FORT:***